Lomatophyllum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Lomatophyllum

  • Botanischer Name: Lomatophyllum
  • Trivialname: Beeren-Aloe
  • Gattung: Lomatophyllum
  • Familie: Asphodelaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Lomatophyllum stammt vor allem aus Madagaskar und von Inseln des Indischen Ozeans wie Réunion oder Mauritius. Die Arten wachsen in sonnigen, oft trockenen bis wechselfeuchten Habitaten auf gut drainierten Böden.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Wintergarten, Gewächshaus, Solitärpflanze
  • Arten: 20
  • Preis: Je nach Art selten bis mäßig verfügbar. Gewöhnlich nur im Spezialhandel für sukkulente Pflanzen erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Lomatophyllum aus?

  • Blüte: Die Blüten erscheinen in aufrechten bis leicht gebogenen Blütenständen und sind meist gelb, orange oder rötlich. Der Gesamteindruck erinnert stark an Aloe, allerdings sind die Früchte beerenartig. Die Blüten wirken exotisch und kontrastieren schön mit dem kräftigen Laub.
  • Blütenfarben: Gelb, Orange, Rot
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette, Strauch
  • Höhe: 80 cm – Je nach Art bleiben viele Pflanzen rosettig oder kurzstämmig, andere erreichen etwa 30 bis 80 cm Höhe, ältere Exemplare gelegentlich mehr.
  • Durchmesser: 60 cm – Die Rosetten oder kleineren Gruppen erreichen häufig etwa 30 bis 60 cm Breite, bei kräftigen Exemplaren mehr.

Die Lomatophyllum-Pflege in Kurzform

    Sehr hell bis vollsonnig, warm und stark drainiert kultivieren. Nur gießen, wenn das Substrat abgetrocknet ist. Im Winter deutlich sparsamer halten und vor Kälte schützen.

    Die Lomatophyllum-Pflege im Detail

    Lomatophyllum braucht einen sehr hellen Standort mit möglichst viel direkter Sonne. Ideal ist mineralisches bis stark durchlässiges Substrat mit hohem Anteil an Sand, Bims oder Lavagranulat. Gegossen wird lieber selten, dafür gründlich. Danach muss das Substrat wieder vollständig oder weitgehend abtrocknen. Im Winter sollte die Wassermenge klar reduziert werden. Gedüngt wird in der warmen Jahreszeit sparsam mit einem schwachen Sukkulentendünger. Ein luftiger Standort und saubere Töpfe helfen, Wollläuse, Schildläuse und Fäulnisprobleme zu reduzieren.

    Vermehrung von Lomatophyllum

    Die Vermehrung gelingt über Saatgut, Seitensprosse oder Stecklinge, sofern die Pflanze verzweigt wächst. Tochterrosetten werden nach dem Abtrocknen der Schnittstelle in ein sehr luftiges, mineralisches Substrat gesetzt. Saatgut braucht Wärme, Licht und eine gleichmäßige, aber nicht nasse Keimumgebung. Wichtig ist, frisch geschnittene Pflanzenteile vor dem Einsetzen gut antrocknen zu lassen, damit keine Fäulnis entsteht.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig Nein Nein Hell bis vollsonnig Nein Warm und heller halten Keine Staunässe
    Feb Wenig Nein Nein Hell bis vollsonnig Nein Sehr sparsam gießen Schädlingskontrolle
    Mär Mäßig Ja Ja Hell bis vollsonnig Nein Wachstum startet Jetzt umtopfen
    Apr Mäßig Ja Ja Hell bis vollsonnig Nein Umtopfen möglich Kindel abnehmen
    Mai Mäßig Ja Ja Vollsonnig Ja Mehr Wasser bei Wärme Düngung schwach dosieren
    Jun Mäßig Ja Nein Vollsonnig Ja Gute Belüftung Sonnig kultivieren
    Jul Mäßig Nein Nein Vollsonnig Ja Auf Sonnenbrand achten Bei Hitze lüften
    Aug Mäßig Nein Nein Vollsonnig Ja Nicht dauerhaft nass Substrat abtrocknen lassen
    Sep Mäßig Nein Nein Hell bis vollsonnig Nein Langsam zurücknehmen Aussaat möglich
    Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Weniger gießen Winter vorbereiten
    Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Sehr hell halten Kühlere Nächte vermeiden
    Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Vor Kälte schützen Nicht unterkühlen

    Meine Erfahrungen mit Lomatophyllum

    Lomatophyllum lässt sich ähnlich kultivieren wie viele Aloe-Arten. Der größte Fehler ist fast immer zu häufiges Gießen in Kombination mit zu wenig Licht. In mineralischem Substrat, mit guter Luftbewegung und viel Helligkeit bleiben die Pflanzen kompakt und gesund. Ältere Exemplare wirken besonders attraktiv, wenn sie einen kurzen Stamm ausbilden oder kleine Gruppen mit Tochterrosetten bilden.

    Beliebte Arten von Lomatophyllum

    Lomatophyllum borbonicum

    Inselart mit typischem Aloe-Habitus und beerenartigen Früchten.

    Lomatophyllum macrum

    Kräftigere Art mit sukkulenten Blättern und klassischer Aloe-Anmutung.

    Lomatophyllum tormentorii

    Seltene Inselpflanze mit besonderem Sammlerwert und markanter Wuchsform.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Weiche Blätter und faulende Basis Zu viel Wasser oder kaltes, nasses Substrat Sofort trockener halten und Wurzeln kontrollieren Braune Flecken auf den Blättern

    Lomatophyllum kaufen

    Hier findest du zuverlässige Bezugsquellen in Partner-Shops.

    • Lomatophyllum bei Amazon *
      Aktuelle Preise & Verfügbarkeit direkt bei Amazon

    Hinweis: Bei externen Links mit * erhalte ich ggf. eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Lomatophyllum

    Häufige Fragen

    Ist Lomatophyllum dasselbe wie Aloe?

    Die Gruppe wird heute oft in Aloe eingeordnet, wird im Sammlerbereich aber teils noch unter Lomatophyllum geführt.

    Wie oft muss man Lomatophyllum gießen?

    Nur nach deutlichem Abtrocknen des Substrats, im Winter noch seltener.

    Braucht Lomatophyllum direkte Sonne?

    Ja, nach Gewöhnung profitieren die Pflanzen von sehr viel Licht und oft auch direkter Sonne.

    Warum werden die Blätter weich?

    Meist durch Überwässerung, Wurzelschäden oder kalte Nässe.

    Wie vermehrt man Lomatophyllum?

    Über Saatgut, Seitensprosse oder Stecklinge, je nach Art und Wuchsform.