Lycaste – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Lycaste – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Lycaste

  • Botanischer Name: Lycaste
  • Gattung: Lycaste
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Von Mexiko bis Bolivien, mit Schwerpunkt in feuchten Wäldern Mittelamerikas und der Anden. Die Arten wachsen epiphytisch, lithophytisch oder terrestrisch, oft in kühleren bis milden Berglagen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wintergarten, Gewächshaus
  • Arten: Etwa 30 bis 50 Arten
  • Preis: Je nach Art und Größe meist etwa 20 bis 60 €, größere blühfähige Pflanzen teils darüber.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Lycaste aus?

  • Blüte: Lycaste bildet oft große, dreieckig wirkende, wachsartige Blüten, die in Weiß, Grün, Gelb, Rosa oder Rotbraun erscheinen können. Viele Arten duften und blühen an kräftigen, reifen Pseudobulben.
  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Grün, Pink, Braun
  • Blütezeit: November, Dezember, Januar, Februar, März, April
  • Wuchsform: Rosette
  • Höhe: 50 cm – Lycaste erreicht je nach Art häufig etwa 25 bis 50 cm Höhe, mit Blättern und Blütenständen teils darüber.
  • Durchmesser: 35 cm – Ausgewachsene Pflanzen bilden kräftige Horste von etwa 20 bis 35 cm Durchmesser, größere Exemplare noch mehr.

Die Lycaste-Pflege in Kurzform

    Lycaste braucht helles, aber nicht sonniges Licht, regelmäßige Wassergaben im Wachstum und ein luftiges Orchideensubstrat. Viele Arten mögen milde bis eher kühle Bedingungen. Nach der Reife der Pseudobulben kann etwas trockener gepflegt werden.

    Die Lycaste-Pflege im Detail

    Lycaste liebt helles, gefiltertes Licht und meist eher milde Temperaturen. Ein Platz mit guter Luftbewegung und spürbarer Nachtabsenkung fördert stabiles Wachstum. Während neue Triebe und Wurzeln entstehen, wird regelmäßig und gründlich gegossen. Das Substrat sollte luftig bleiben, aber nicht zu schnell austrocknen. Gedüngt wird schwach während der Wachstumsphase. Nach der Reife der Pseudobulben wird bei vielen Arten etwas zurückhaltender gegossen, ohne die Wurzeln komplett austrocknen zu lassen. Umtopfen gelingt am besten zu Beginn neuer Wurzelbildung.

    Vermehrung von Lycaste

    Lycaste wird durch Teilung kräftiger, gut eingewachsener Pflanzen vermehrt. Jedes Teilstück sollte mehrere Pseudobulben und idealerweise einen frischen Neutrieb besitzen. Zu kleine Teilungen wachsen oft nur langsam wieder an. Der beste Zeitpunkt ist kurz vor oder während der Bildung neuer Wurzeln. Die Aussaat bleibt eine Sache für sterile Laborvermehrung.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig bis mäßig Nein Nein Hell ohne harte Sonne Hauptzeit Je nach Art etwas trockener Nicht kalt und nass
    Feb Wenig bis mäßig Nein Nein Hell ohne harte Sonne Hauptzeit Je nach Art etwas trockener Blütenstiele schützen
    Mär Mäßig Leicht Ja Hell ohne harte Sonne Hauptzeit Wachstum beginnt Bei Neutrieb umtopfen
    Apr Regelmäßig Leicht Ja Hell ohne harte Sonne Möglich Aktiv Mehr Wasser bei Wachstum
    Mai Regelmäßig Leicht Ja Hell ohne harte Sonne Möglich Aktiv Schwach düngen
    Jun Regelmäßig Leicht Nein Hell ohne harte Sonne Selten Aktiv Luftig halten
    Jul Regelmäßig Leicht Nein Hell ohne harte Sonne Selten Aktiv Hitze vermeiden
    Aug Regelmäßig Leicht Nein Hell ohne harte Sonne Selten Aktiv Wasserqualität beachten
    Sep Mäßig Leicht Nein Hell ohne harte Sonne Selten Leicht reduzieren Düngung senken
    Okt Mäßig Leicht Nein Hell ohne harte Sonne Möglich Leicht reduzieren Reife Bulben beobachten
    Nov Wenig bis mäßig Nein Nein Hell ohne harte Sonne Möglich Ruhe etwas betonen Bei laubabwerfenden Arten trockener
    Dez Wenig bis mäßig Nein Nein Hell ohne harte Sonne Hauptzeit Ruhe etwas betonen Heller Stand wichtig

    Meine Erfahrungen mit Lycaste

    Lycaste zeigt schnell, ob die Kultur stimmt: kräftige Pseudobulben bedeuten gute Versorgung, schmale Bulben deuten oft auf Wasser- oder Wurzelprobleme hin. Viele Arten danken gleichmäßige Feuchtigkeit im Wachstum und eine etwas ruhigere Phase nach der Bulbenreife. Zu warme Standorte sind auf Dauer oft problematischer als leicht kühle Nächte.

    Beliebte Arten von Lycaste

    Lycaste skinneri

    Berühmte Art mit großen, eindrucksvollen Blüten.

    Lycaste aromatica

    Beliebt wegen ihres angenehmen Duftes und guter Kulturfähigkeit.

    Lycaste cruenta

    Attraktive Art mit markanter Blütenfarbe und typischem Lycaste-Habitus.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Schmale oder faltige Pseudobulben Zu wenig Wasser oder Wurzelschaden Wurzelzustand prüfen und im Wachstum gleichmäßiger gießen Schwarze Wurzeln

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Lycaste

    Häufige Fragen

    Ist Lycaste schwierig?

    Sie gilt meist als mittelschwer und braucht vor allem passende Temperaturen.

    Warum schrumpfen die Pseudobulben?

    Oft durch Wurzelprobleme oder unzureichende Wasserversorgung.

    Braucht Lycaste eine Ruhezeit?

    Viele Arten mögen nach der Bulbenreife eine etwas ruhigere Phase.

    Kann ich Lycaste auf der Fensterbank halten?

    Ja, wenn der Platz hell und nicht zu heiß ist.

    Wann topfe ich am besten um?

    Bei beginnender neuer Wurzelaktivität.