Macaranga – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Macaranga

  • Botanischer Name: Macaranga
  • Trivialname: Macaranga
  • Gattung: Macaranga
  • Familie: Euphorbiaceae
  • Ordnung: Malpighiales
  • Herkunft: Die Gattung ist im tropischen und subtropischen Alten Welt-Raum bis in den Pazifik verbreitet. Schwerpunkte liegen in Südostasien, Malesien, Neuguinea und auf pazifischen Inseln.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze, Terrasse
  • Arten: Mehr als 250 Arten.
  • Preis: Als Pflanze selten; einzelne Arten oder Samen sind gelegentlich bei Spezialanbietern erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Macaranga aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein, meist grünlich bis gelblich und in Rispen oder Ähren angeordnet. Auffälliger sind oft die großen Blätter, jungen Triebe und bei manchen Arten die ökologischen Anpassungen an Ameisen.
  • Blütenfarben: Grün, Gelb, Creme
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Baumförmig, Strauch
  • Höhe: 2000 cm – Viele Macaranga-Arten wachsen in den Tropen zu kleinen bis mittelgroßen Bäumen heran; im Kübel bleibt die Höhe durch Gefäß, Schnitt und Klima begrenzt.
  • Durchmesser: 1200 cm – Die Krone kann breit und locker werden, besonders bei schnellwüchsigen Pionierarten.

Die Macaranga-Pflege in Kurzform

    Macaranga braucht einen warmen, sehr hellen Standort, viel Platz und ein humoses, gut drainiertes Substrat. Während der Wachstumszeit wird regelmäßig gegossen und moderat gedüngt. Im Winter bleibt die Pflanze warm, hell und etwas trockener. Wegen des schnellen Wachstums sollte man früh entscheiden, ob die Pflanze als Kübelgehölz oder Gewächshausbaum aufgebaut wird.

    Die Macaranga-Pflege im Detail

    Macaranga verlangt mehr Raum als die meisten klassischen Zimmerpflanzen. Ideal ist ein warmes Gewächshaus mit hoher Luftfeuchte, guter Luftbewegung und hellem, aber nicht dauerhaft brennendem Licht. Das Substrat darf nährstoffreich und humos sein, braucht aber mineralische Struktur gegen Staunässe. In der Wachstumsphase sind regelmäßiges Gießen und ein monatlicher Dünger sinnvoll. Bei Lichtmangel werden die Triebe lang und instabil. Rückschnitt ist möglich, sollte aber bei stark wachsenden Arten geplant erfolgen, damit sich eine tragfähige Krone entwickelt.

    Vermehrung von Macaranga

    Macaranga wird hauptsächlich über Samen vermehrt. Frische Samen keimen bei Wärme und gleichmäßiger Feuchtigkeit am zuverlässigsten. Stecklinge können je nach Art funktionieren, brauchen aber hohe Luftfeuchte, Bodentemperatur und ein lockeres Substrat. Schnellwachsende Jungpflanzen sollten früh ausreichend Licht erhalten, damit sie nicht weich und langtriebig werden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Sehr hell Selten Warm und hell Luftfeuchte prüfen
    Feb Mäßig Nein Nein Sehr hell Selten Warm und hell Keine kalte Zugluft
    Mär Mäßig Leicht Gut geeignet Mehr Licht Möglich Übergang Langsam heller stellen
    Apr Regelmäßig Monatlich Gut geeignet Hell Möglich Übergang Frisches Wachstum beobachten
    Mai Regelmäßig Monatlich Möglich Hell Möglich Draußen möglich Gleichmäßig feucht halten
    Jun Regelmäßig Monatlich Möglich Hell Möglich Draußen möglich Staunässe vermeiden
    Jul Regelmäßig Monatlich Nur bei Bedarf Hell Möglich Draußen möglich Hitze kontrollieren
    Aug Regelmäßig Monatlich Nur bei Bedarf Hell Möglich Draußen möglich Weiter kontrollieren
    Sep Regelmäßig Leicht Möglich Mehr Licht Möglich Übergang Wasser langsam reduzieren
    Okt Mäßig Nein Möglich Hell Möglich Übergang Frostfrei einräumen
    Nov Mäßig Nein Nein Sehr hell Selten Warm und hell Sehr hell stellen
    Dez Mäßig Nein Nein Sehr hell Selten Warm und hell Substrat nur leicht feucht halten

    Meine Erfahrungen mit Macaranga

    Macaranga wächst bei Wärme und guter Versorgung oft deutlich schneller als viele andere seltene Tropengehölze. Das klingt pflegeleicht, bedeutet aber auch, dass Licht, Platz und Nährstoffe stimmen müssen. Zu dunkle Kultur führt schnell zu weichen, instabilen Trieben.

    Beliebte Arten von Macaranga

    Macaranga tanarius

    Ist eine weit verbreitete Art aus dem tropischen Asien bis Westpazifik und wächst als schneller Pionierbaum.

    Macaranga gigantea

    Bildet sehr große Blätter und kann in den Tropen baumartig wachsen.

    Macaranga triloba

    Ist eine südostasiatische Art mit gelappten Blättern.

    Macaranga hypoleuca

    Zeigt auffällige Blattunterseiten und wächst in tropischen Waldhabitaten.

    Macaranga denticulata

    Ist eine asiatische Art, die als Pioniergehölz auftreten kann.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Symptom Ursache Lösung Gelbe Blätter

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    Häufige Fragen

    Ist Macaranga winterhart?

    Macaranga ist in Mitteleuropa normalerweise nicht winterhart. Die Pflanzen sollten frostfrei, hell und je nach Art warm bis mild überwintert werden.

    Ist Macaranga giftig?

    Viele Arten enthalten reizende oder giftige Inhaltsstoffe. Beim Schneiden sind Handschuhe sinnvoll, und Pflanzenteile sollten nicht von Kindern oder Haustieren aufgenommen werden.

    Kann man Macaranga im Topf halten?

    Ja, junge Pflanzen lassen sich im Topf oder Kübel kultivieren. Auf Dauer brauchen die meisten Arten aber viel Platz, Wärme und einen sehr hellen Standort.

    Wie viel Licht braucht Macaranga?

    Die meisten Arten wachsen am besten hell bis halbschattig. Tropische Baumarten vertragen im Sommer viel Licht, müssen im Kübel aber langsam an direkte Sonne gewöhnt werden.

    Wie vermehrt man Macaranga?

    Meist gelingt die Vermehrung über frisches Saatgut. Bei einigen Arten sind auch Stecklinge möglich, sie brauchen jedoch Wärme, Luftfeuchte und ein lockeres Substrat.