Mandragora – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Mandragora

  • Botanischer Name: Mandragora
  • Trivialname: Alraune
  • Gattung: Mandragora
  • Familie: Solanaceae
  • Ordnung: Solanales
  • Herkunft: Mittelmeerraum, Westasien, Himalaya-Region und angrenzende trockene bis saisonal feuchte Gebiete.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Kalthaus, Steingarten
  • Arten: Etwa 3 bis 6 Arten
  • Preis: Selten, meist als Saatgut oder Jungpflanze bei Spezialanbietern.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Mandragora aus?

  • Blüte: Die Blüten sitzen niedrig in der Blattrosette und sind je nach Art weißlich, grünlich, violett, lila oder bläulich gefärbt.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Grün, Lila, Violett, Blau
  • Blütezeit: Februar, März, April, Mai, Oktober, November
  • Wuchsform: Rosette
  • Höhe: 30 cm – Mandragora bleibt meist niedrig und erreicht mit Blättern etwa 15 bis 30 cm Höhe.
  • Durchmesser: 60 cm – Die Blattrosette kann je nach Art und Kultur etwa 30 bis 60 cm Durchmesser erreichen.

Die Mandragora-Pflege in Kurzform

    Mandragora sonnig bis hell, luftig und in tiefem, sehr durchlässigem Substrat kultivieren. Während aktiven Wachstums mäßig gießen, in Ruhephasen fast trocken halten. Alle Pflanzenteile sind stark giftig.

    Die Mandragora-Pflege im Detail

    Mandragora braucht ein tiefes Gefäß und ein sandig-mineralisches Substrat. Gegossen wird nur während des aktiven Wachstums regelmäßig, aber nie nass. Wenn die Pflanze saisonal einzieht, wird die Wassermenge stark reduziert. Der Standort sollte hell bis sonnig, aber nicht dauerhaft heiß und stickig sein. Wegen der Giftigkeit sollten Handschuhe, klare Beschriftung und ein sicherer Standort selbstverständlich sein.

    Vermehrung von Mandragora

    Mandragora wird vor allem aus Samen gezogen. Frisches Saatgut ist vorteilhaft, die Keimung kann aber unregelmäßig und langsam sein. Eine Kälte- oder Temperaturschwankungsphase kann hilfreich sein. Jungpflanzen sollten früh in tiefe Töpfe gesetzt werden, weil die fleischige Pfahlwurzel empfindlich auf Störungen reagiert. Teilung ist wegen der Wurzelform meist keine gute Methode.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig bei Wachstum Nicht düngen Nur vorsichtig Hell bis sonnig Möglich Kühl und hell Nicht vernässen
    Feb Mäßig Schwach möglich Gut geeignet Sonnig Möglich Kühl und hell Giftig beschriften
    Mär Mäßig Quartalsweise Noch möglich Sonnig Hauptzeit möglich Wachstum Schnecken fernhalten
    Apr Mäßig Nicht überdüngen Nur vorsichtig Sonnig Möglich Wachstum Drainage wichtig
    Mai Reduzieren Nicht düngen Nicht ideal Hell Selten Einziehen möglich Wasser reduzieren
    Jun Sehr sparsam Nicht düngen Nicht ideal Trockenruhe möglich Meist keine Blüte Ruhe möglich Trocken halten bei Ruhe
    Jul Sehr sparsam Nicht düngen Nicht ideal Trockenruhe möglich Meist keine Blüte Ruhe möglich Nicht düngen
    Aug Sehr sparsam Nicht düngen Nicht ideal Trockenruhe möglich Meist keine Blüte Ruhe möglich Nicht stören
    Sep Langsam steigern Schwach starten Gut geeignet Hell Beginn möglich Austrieb möglich Austrieb beobachten
    Okt Mäßig Quartalsweise Gut geeignet Sonnig Möglich Wachstum Gleichmäßig gießen
    Nov Mäßig Nicht düngen Nur vorsichtig Sonnig Möglich Kühl und hell Früchte nicht essen
    Dez Mäßig Nicht düngen Nicht ideal Hell Möglich Kühl und hell Sicher platzieren

    Meine Erfahrungen mit Mandragora

    Mandragora ist besonders wegen ihrer Mythologie attraktiv, sollte aber gärtnerisch nüchtern behandelt werden: tiefer Topf, mineralisch-sandiges Substrat, keine Staunässe und sehr deutliche Giftwarnung. Die Ruhephase darf nicht mit Absterben verwechselt werden.

    Beliebte Arten von Mandragora

    Mandragora officinarum

    Ist die klassische Alraune des Mittelmeerraums mit kulturhistorischer Bedeutung.

    Mandragora autumnalis

    Blüht häufig im Herbst und wird teils als eigene Art oder nah verwandte Form behandelt.

    Mandragora caulescens

    Stammt aus asiatischen Gebirgsregionen und ist botanisch interessant.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Wurzelfäule Zu nasses Substrat oder zu flacher Topf Tiefes Gefäß und sehr gute Drainage verwenden Schneckenfraß

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    Häufige Fragen

    Ist Mandragora giftig?

    Ja, Mandragora ist stark giftig und darf nicht verzehrt werden.

    Ist Mandragora die Alraune?

    Ja, Mandragora ist die botanische Gattung der Alraunen.

    Warum zieht Mandragora ein?

    Viele Arten haben eine saisonale Ruhephase, in der Blätter absterben können.

    Wie vermehrt man Mandragora?

    Fast ausschließlich durch Aussaat.

    Braucht Mandragora einen tiefen Topf?

    Ja, wegen der fleischigen Pfahlwurzel ist ein tiefes Gefäß sinnvoll.