Matelea – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Matelea – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Matelea

Matelea ist eine überwiegend kletternde Gattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse. Die Pflanzen bilden rankende Triebe, oft auffällige sternförmige Blüten und eignen sich vor allem für warme, sehr helle Kultur mit luftiger Unterstützung.
  • Botanischer Name: Matelea
  • Trivialname: Schlingende Schwalbenwurz
  • Gattung: Matelea
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Die Gattung Matelea ist in weiten Teilen Amerikas verbreitet, mit Schwerpunkten in Mexiko, Mittelamerika, der Karibik und Südamerika. Viele Arten wachsen in warmen, saisonal trockenen Habitaten, an Waldrändern oder in lichten Gebüschen.
  • Verwendungszwecke: Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Rund 200 Arten.
  • Preis: Junge Pflanzen kosten meist etwa 10 bis 30 €.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Matelea aus?

Matelea – Botanische Detailillustration
Matelea – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist sternförmig, teils filigran behaart und je nach Art grünlich, bräunlich, purpurn oder mehrfarbig. Bei manchen Arten stehen Form und Duft deutlich im Zeichen der Bestäubung durch spezialisierte Insekten.

  • Blütenfarben: Violett, Grün, Braun, Mehrfarbig
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Kletternd
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 250 cm – Als Kletterpflanze kann Matelea mit Rankhilfe oft etwa 150 bis 250 cm lange Triebe entwickeln.
  • Durchmesser: 15 cm – Der Platzbedarf am Topf bleibt oft überschaubar, doch einzelne Triebe und Blätter können eine Breite von etwa 10 bis 15 cm je Sprossabschnitt beanspruchen.

Die Matelea-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Humos
  • Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell bis sonnig, warm und luftig kultivieren. Während des Wachstums mäßig bis regelmäßig gießen, im Winter sparsamer. Staunässe vermeiden.

Die Matelea-Pflege im Detail

Matelea braucht einen sehr hellen Standort, idealerweise mit etwas direkter Sonne am Morgen oder Abend. Das Substrat darf humoser sein als bei Wüstenkakteen, sollte aber luftdurchlässig bleiben. Während der Wachstumszeit wird gegossen, sobald die obere Schicht gut abgetrocknet ist. Im Winter werden Wassergaben reduziert, ohne die Pflanze völlig zu trocknen. Regelmäßige Kontrolle auf Läuse lohnt sich besonders bei warmer Zimmerkultur.

Vermehrung von Matelea

Matelea wird meist durch Aussaat oder über Stecklinge vermehrt. Stecklinge bewurzeln am besten in warmem, luftigem Substrat mit hoher Helligkeit, aber ohne dauernde Nässe. Samen keimen je nach Art recht unterschiedlich, profitieren jedoch meist von Wärme und gleichmäßig leichter Feuchte.

Matelea – Botanische Illustration der Vermehrung
Matelea – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Warm und heller Stand Nicht austrocknen lassen
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Warm und heller Stand Auf Schädlinge achten
Mär Mäßig Mäßig Ja Hell bis sonnig Möglich Übergang in Wachstum Bei Bedarf umtopfen
Apr Mäßig Mäßig Ja Hell bis sonnig Ja Wachstum Rankhilfe geben
Mai Regelmäßig Ja Ja Sonnig Ja Wachstum Gleichmäßig gießen
Jun Regelmäßig Ja Nein Sonnig Ja Wachstum Luftig halten
Jul Regelmäßig Ja Nein Sonnig Ja Wachstum Nicht vernässen
Aug Regelmäßig Ja Nein Sonnig Ja Wachstum Blüten kontrollieren
Sep Mäßig Mäßig Nein Hell bis sonnig Ja Wachstum verlangsamt Düngung reduzieren
Okt Mäßig Nein Nein Hell Möglich Ruhiger halten Wassergaben senken
Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Warm überwintern Sehr hell stellen
Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Warm überwintern Zugluft meiden

Meine Erfahrungen mit Matelea

Matelea ist keine Pflanze für dunkle Zimmer, sondern eher etwas für helle Fenster, Wintergarten oder Gewächshaus. In der Praxis wächst sie am zuverlässigsten, wenn sie während der warmen Monate regelmäßig Wasser bekommt, das Substrat aber trotzdem schnell abtrocknet. Zu nasse, kühle Wurzeln sind meist der schnellste Weg zu Ausfällen. Mit Rankhilfe, guter Luftbewegung und heller Kultur lassen sich jedoch schöne, blühfähige Exemplare aufbauen.

Beliebte Arten von Matelea

Matelea cyclophylla

Zeigt dekorative, sternförmige Blüten und rankenden Wuchs.

Matelea reticulata

Ist für netzartig gezeichnete Blüten und warme Kultur bekannt.

Matelea biflora

Bildet interessante, eher kleine Blüten und lange Triebe.

Matelea – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Gelbe Blätter Zu dunkler Stand oder Staunässe Heller stellen und Substrat besser abtrocknen lassen Weiche Triebe an der Basis

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Matelea

Häufige Fragen

Ist Matelea eine sukkulente Pflanze

Einige Arten wirken nur leicht sukkulent, viele sind vor allem rankende Kletterpflanzen mit wasserhaltigen Trieben.

Kann Matelea in der Wohnung wachsen

Ja, aber nur an sehr hellen Fenstern oder im Wintergarten zuverlässig.

Wie oft sollte ich Matelea gießen

Während des Wachstums mäßig bis regelmäßig, im Winter deutlich seltener.

Warum blüht meine Matelea nicht

Meist fehlt Licht oder die Pflanze wurde zu stickstoffreich gedüngt.

Ist Matelea empfindlich gegen Staunässe

Ja, dauerhaft nasses Substrat führt schnell zu Wurzelschäden.