Melicope – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Melicope

  • Botanischer Name: Melicope
  • Trivialname: Melicope
  • Gattung: Melicope
  • Familie: Rutaceae
  • Ordnung: Sapindales
  • Herkunft: Tropisches und subtropisches Asien, Malesien, Neuguinea, Australien, pazifische Inseln, Hawaii, Neuseeland sowie einzelne Arten im westlichen Indischen Ozean.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
  • Arten: Über 200 Arten.
  • Preis: Einzelne Arten sind in Spezialgärtnereien möglich, die meisten Arten sind jedoch selten bis kaum erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Melicope aus?

  • Blüte: Die Blüten sind meist klein, weißlich, gelblich oder grünlich und erscheinen je nach Art in Rispen oder kleinen Blütenständen.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Gelb, Grün
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Höhe: 2000 cm – Je nach Art reicht Melicope von Sträuchern bis zu Bäumen; viele Arten liegen grob zwischen 200 und 2000 cm Höhe.
  • Durchmesser: 800 cm – Der Durchmesser variiert stark; bei Strauchformen sind 150 bis 400 cm, bei baumförmigen Arten auch bis etwa 800 cm möglich.

Die Melicope-Pflege in Kurzform

    Hell bis halbschattig, warm und luftfeucht kultivieren. Melicope braucht ein lockeres, humoses Substrat und gleichmäßige Feuchte, verträgt aber keine Staunässe.

    Die Melicope-Pflege im Detail

    Melicope sollte hell, aber bei vielen Arten ohne harte Mittagssonne stehen. Tropische Arten brauchen ganzjährig Wärme, während subtropische Arten auch mildere Nächte akzeptieren. Das Substrat sollte humos, leicht sauer bis neutral und gut drainiert sein. Gegossen wird regelmäßig, aber erst nach leichtem Antrocknen der oberen Schicht. Trockene Heizungsluft begünstigt Spinnmilben und Blattfall. In der Wachstumszeit genügt eine schwache monatliche Düngung.

    Vermehrung von Melicope

    Melicope wird vor allem über frische Samen vermehrt, weil ältere Samen häufig unzuverlässig keimen. Eine warme Aussaat mit gleichmäßiger Feuchte und hoher Luftfeuchte ist sinnvoll. Stecklinge können bei einigen Arten funktionieren, sollten aber halbverholzt, sauber geschnitten und unter gespannter Luft bewurzelt werden. Da die Gattung sehr variabel ist, muss die Methode an die konkrete Art angepasst werden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell Selten Frostfrei Luftfeuchte prüfen
    Feb Mäßig Nein Nein Hell Selten Frostfrei Luftfeuchte prüfen
    Mär Regelmäßig Schwach Möglich Halbschatten Möglich Geschützt Langsam steigern
    Apr Regelmäßig Schwach Ideal Halbschatten Möglich Warm Austrieb beobachten
    Mai Regelmäßig Schwach Ideal Halbschatten Möglich Warm Gleichmäßig feucht halten
    Jun Regelmäßig Schwach Möglich Halbschatten Möglich Warm Keine Staunässe
    Jul Regelmäßig Schwach Nein Halbschatten Möglich Warm Warm halten
    Aug Regelmäßig Schwach Nein Halbschatten Möglich Warm Warm halten
    Sep Regelmäßig Schwach Nein Hell Selten Warm Wassergaben reduzieren
    Okt Mäßig Nein Nein Hell Selten Geschützt Kühlere Nächte meiden
    Nov Mäßig Nein Nein Hell Selten Frostfrei Frost vermeiden
    Dez Mäßig Nein Nein Hell Selten Frostfrei Frost vermeiden

    Meine Erfahrungen mit Melicope

    Melicope ist gärtnerisch deutlich anspruchsvoller als die bekannten Citrusverwandten. Viele Arten stammen aus Waldhabitaten und mögen gleichmäßige Wärme, gefiltertes Licht und keine trockene Raumluft. Bei Arten aus montanen Lagen kann zu große Hitze problematisch sein, daher sollte die Herkunft der jeweiligen Art beachtet werden.

    Beliebte Arten von Melicope

    Melicope ternata

    Neuseeländische Art, die als kleiner Baum in subtropischen Habitaten wächst.

    Melicope elleryana

    Australisch-pazifische Art mit baumförmigem Wuchs und attraktiven Blütenständen.

    Melicope simplex

    Kleinere neuseeländische Art mit schmalem Wuchs.

    Melicope madagascariensis

    Madagassische Art aus der artenreichen Insel-Flora.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Blätter Staunässe, verdichtetes Substrat oder zu wenig Licht Substrat abtrocknen lassen, heller stellen und nur in durchlässiger Erde weiterkultivieren. Braune Blattspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Melicope

    Häufige Fragen

    Ist Melicope pflegeleicht?

    Nur bedingt. Die meisten Arten brauchen Wärme, gleichmäßige Feuchte und einen sehr hellen, frostfreien Standort.

    Kann Melicope im Zimmer stehen?

    Nur sehr hell und warm. Für langfristige Kultur ist ein Gewächshaus oder Wintergarten meist deutlich besser.

    Ist Melicope winterhart?

    Nein. Die Gattung sollte in Mitteleuropa frostfrei überwintert werden.

    Wie oft muss Melicope gegossen werden?

    In der Wachstumszeit mäßig bis regelmäßig, aber niemals dauerhaft nass. Im Winter wird deutlich vorsichtiger gegossen.

    Wie wird Melicope vermehrt?

    Meist über Samen, bei kultivierten Pflanzen teils auch über halbverholzte Stecklinge.

    Warum ist Melicope selten im Handel?

    Viele Arten sind Wildgehölze, nicht auf schnelle Topfkultur selektiert und daher eher in botanischen Sammlungen als im normalen Pflanzenhandel zu finden.