Mercurialis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Mercurialis

  • Botanischer Name: Mercurialis
  • Trivialname: Bingelkraut
  • Gattung: Mercurialis
  • Familie: Euphorbiaceae
  • Ordnung: Malpighiales
  • Herkunft: Europa, Mittelmeerraum, Nordafrika und westliches bis östliches Asien; einzelne Arten wachsen in Wäldern, Gebüschen, Ruderalfluren und auf nährstoffreichen Böden.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Bodenbedecker, Hochbeet
  • Arten: Etwa 8 bis 10 Arten
  • Preis: Jungpflanzen und Saatgut sind meist günstig; im Handel liegt der Preis häufig bei etwa 2 bis 8 €.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Mercurialis aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein, grünlich bis gelbgrün und sitzen je nach Art in lockeren Ähren oder Büscheln. Zierwert entsteht weniger durch auffällige Kronblätter als durch den frühen Austrieb und die frischgrüne Belaubung.
  • Blütenfarben: Grün, Gelb
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Bodendecker
  • Höhe: 50 cm – Viele Arten bleiben zwischen 10 und 50 cm hoch; einzelne kräftige Formen können etwas höher werden.
  • Durchmesser: 40 cm – Horste oder Bestände erreichen je nach Art und Standort etwa 20 bis 40 cm Breite, breiten sich über Samen aber weiter aus.

Die Mercurialis-Pflege in Kurzform

    Mercurialis braucht einen halbschattigen bis schattigen Platz mit humosem, mäßig feuchtem Boden. Die Pflanzen sind meist unkompliziert, reagieren aber empfindlich auf Staunässe, extreme Trockenheit und starke Mittagssonne. Im Garten reicht eine leichte organische Düngung im Frühjahr. Einjährige Arten können sich selbst aussäen, daher sollten Samenstände entfernt werden, wenn keine Ausbreitung gewünscht ist.

    Die Mercurialis-Pflege im Detail

    Für eine stabile Kultur ist ein humoser, durchlässiger und dennoch frisch bleibender Boden ideal. Im Topf funktioniert normale Universalerde mit etwas mineralischer Struktur, im Beet reicht lockerer Gartenboden mit Kompost. Gegossen wird, sobald die obere Bodenschicht abtrocknet, aber nicht dauerhaft nass bleibt. Starkwüchsige Bestände können nach der Blüte ausgelichtet werden. Bei ausdauernden Arten schützt eine leichte Laubschicht im Winter die Wurzeln, während einjährige Arten meist über Samen erhalten bleiben.

    Vermehrung von Mercurialis

    Mercurialis lässt sich vor allem durch Aussaat vermehren. Die Samen werden flach in humoses Substrat oder direkt ins Beet gesät und gleichmäßig feucht gehalten. Ausdauernde Arten können zusätzlich im Frühjahr oder Herbst vorsichtig geteilt werden, solange genügend Wurzeln und Austriebsknospen an jedem Teilstück bleiben. Wegen der Giftigkeit sollten bei Schnitt, Teilung und Entsorgung Handschuhe getragen werden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nicht düngen Ruhen lassen Hell bis halbschattig Selten Winterhart oder kühl Nicht vernässen
    Feb Mäßig Nicht düngen Ruhen lassen Hell bis halbschattig Selten Winterhart oder kühl Nicht vernässen
    Mär Mäßig Schwach düngen Gut möglich Halbschattig Möglich Austrieb kontrollieren Jungtriebe schützen
    Apr Regelmäßig Monatlich düngen Gut möglich Halbschattig Möglich Normal pflegen Gleichmäßig feucht halten
    Mai Regelmäßig Monatlich düngen Möglich Vor Hitze schützen Möglich Normal pflegen Schnecken prüfen
    Jun Regelmäßig Monatlich düngen Möglich Vor Hitze schützen Möglich Normal pflegen Bei Hitze gießen
    Jul Regelmäßig Schwach düngen Nur bei Bedarf Vor Mittagssonne schützen Selten Normal pflegen Bei Trockenheit gießen
    Aug Regelmäßig Nicht düngen Nur bei Bedarf Vor Mittagssonne schützen Selten Normal pflegen Nicht austrocknen lassen
    Sep Mäßig Nicht düngen Möglich Halbschattig Selten Ausreifen lassen Saat reift nach
    Okt Mäßig Nicht düngen Möglich Hell Selten Einziehen lassen Laub kontrollieren
    Nov Sparsam Nicht düngen Ruhen lassen Hell Keine Kühl halten Rückschnitt möglich
    Dez Sparsam Nicht düngen Ruhen lassen Hell Keine Kühl halten Ruhig halten

    Meine Erfahrungen mit Mercurialis

    In der Kultur wirkt Mercurialis am zuverlässigsten an halbschattigen, nicht zu trockenen Plätzen. Zu nährstoffarme oder sehr heiße Standorte führen schnell zu schütterem Wuchs. Wichtig ist außerdem, die Giftigkeit der Pflanzen ernst zu nehmen, besonders wenn Kinder, Haustiere oder Weidetiere Zugang haben.

    Beliebte Arten von Mercurialis

    Mercurialis annua

    Einjährige Art mit lockerem Wuchs, die häufig auf Ruderalflächen und in Gärten auftaucht.

    Mercurialis perennis

    Ausdauernde Waldart mit frühem Austrieb und teppichartigen Beständen im Halbschatten.

    Mercurialis tomentosa

    Mediterrane Art mit graugrünem, leicht filzigem Laub und trockenheitsverträglicherem Charakter.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Blätter Zu nasser oder verdichteter Boden Substrat lockern, Staunässe vermeiden und nur mäßig gießen Schütterer Wuchs

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Mercurialis

    Häufige Fragen

    Ist Mercurialis giftig?

    Ja, viele Mercurialis-Arten gelten als giftig und sollten nicht gegessen werden.

    Ist Mercurialis winterhart?

    Viele europäische Arten sind im Freiland winterhart, einjährige Arten überdauern vor allem über Samen.

    Welcher Standort passt zu Mercurialis?

    Am besten ist ein halbschattiger bis schattiger Platz mit humosem, mäßig feuchtem Boden.

    Kann Mercurialis im Topf wachsen?

    Ja, kleinere Arten können im Topf wachsen, wenn das Substrat nicht austrocknet und keine Staunässe entsteht.

    Wie wird Mercurialis vermehrt?

    Die Vermehrung erfolgt meist über Samen, bei ausdauernden Arten auch durch Teilung.