Meterostachys – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Meterostachys – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Meterostachys

Meterostachys ist eine selten kultivierte ostasiatische Crassulaceae-Gattung mit sukkulenter Rosetten- bis Horstform und markantem, aufrechtem Blütenstand. Die Pflanze ist für Liebhaber ungewöhnlicher winterharter oder kühler zu kultivierender Sukkulenten besonders interessant.
  • Botanischer Name: Meterostachys
  • Trivialname: Sukkulenten der Gattung Meterostachys
  • Gattung: Meterostachys
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Die Gattung stammt aus Korea sowie aus dem südlichen und südzentralen Japan. Sie wächst in temperaten Regionen auf gut drainierten Standorten.
  • Verwendungszwecke: Steingarten, Felsengarten, Gewächshaus, Freiland
  • Arten: 1
  • Preis: Nur selten im Handel, meist als Spezialität unter Sammlern winterharter Sukkulenten zu finden.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Meterostachys aus?

Meterostachys – Botanische Detailillustration
Meterostachys – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Meterostachys bildet einen aufrechten, dichten Blütenstand mit vielen kleinen Sternblüten. Die Blüten erscheinen je nach Stadium weißlich bis zart rosig.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Creme
  • Blütezeit: Juli, August, September
  • Wuchsform: Rosette, Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 20 cm – Die Rosetten bleiben niedrig, mit Blütenstand werden meist etwa 10 bis 20 cm Höhe erreicht.
  • Durchmesser: 20 cm – Einzelrosetten oder kleine Horste erreichen meist etwa 10 bis 20 cm Durchmesser.

Die Meterostachys-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Kühl (10–18 °C)
  • Temperatur (Winter): Kalt (0–5 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Chlorose, Pilzkrankheiten allgemein

Kühl, hell und gut drainiert kultivieren. Im Sommer mäßig gießen, im Winter eher trocken halten. Staunässe ist der Hauptfeind.

Die Meterostachys-Pflege im Detail

Meterostachys bevorzugt einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort mit guter Luftbewegung. Die Gattung eignet sich für mineralische Töpfe, Tröge oder gut drainierte Steingärten. Das Substrat sollte rasch abtrocknen, aber nicht völlig humusfrei sein. Während der Wachstumszeit wird mäßig gegossen, ohne dass der Ballen dauerhaft nass bleibt. Im Winter steht die Pflanze besser kühl und eher trocken. Hitze und stehende Feuchtigkeit werden deutlich schlechter vertragen als kühle, frische Kulturbedingungen.

Vermehrung von Meterostachys

Meterostachys kann durch Aussaat und Teilung kleiner Horste vermehrt werden. In Kultur ist Teilung meist der praktischere Weg, sofern die Pflanze Nebentriebe bildet. Das Substrat sollte grob, mineralisch und gleichzeitig leicht strukturiert sein. Während des aktiven Wachstums wird mäßig gegossen, im Winter dagegen sehr zurückhaltend. Bei Aussaat sind kühle bis milde Temperaturen, viel Licht und gleichmäßige, aber sparsame Feuchte sinnvoll.

Meterostachys – Botanische Illustration der Vermehrung
Meterostachys – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Kühl und eher trocken Keine Staunässe
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Kühl und eher trocken Frost nur trocken
Mär Wenig Nein Ja Sehr hell Nein Austrieb startet Frisch starten
Apr Mäßig Leicht Ja Viel Sonne Nein Wachstum Luftig halten
Mai Mäßig Leicht Ja Viel Sonne Nein Wachstum Nicht überwässern
Jun Mäßig Leicht Nein Viel Sonne Möglich Wachstum Steingartentauglich
Jul Mäßig Leicht Nein Viel Sonne Ja Wachstum Auf Schnecken achten
Aug Mäßig Leicht Nein Viel Sonne Ja Wachstum Blüte beobachten
Sep Wenig Nein Nein Sehr hell Ja Reduzieren Wasser senken
Okt Wenig Nein Nein Hell Möglich Ruhiger Kühler stellen
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Eher trocken
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Ruhe

Meine Erfahrungen mit Meterostachys

Meterostachys ist in Kultur keine typische Warmhaus-Sukkulente. Die Pflanze wirkt oft deutlich vitaler, wenn sie kühl, hell und mit guter Luftbewegung kultiviert wird. Zu warme und zu feuchte Bedingungen führen schneller zu weichem Wuchs und Fäulnis. Als kleine botanische Kuriosität belohnt sie geduldige Pflege mit eigenwilligem, sehr charmantem Habitus.

Beliebte Arten von Meterostachys

Meterostachys sikokianus

Ist die einzige allgemein anerkannte Art der Gattung und stammt aus Korea und Japan.

Meterostachys – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Rosettenbasis Zu viel Feuchtigkeit bei kühlen Temperaturen Trockener halten und besser drainieren Fraßschäden an jungen Trieben

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Meterostachys

Häufige Fragen

Ist Meterostachys winterhart?

Trocken und geschützt verträgt die Pflanze kühle Bedingungen gut, dauerhafte Winternässe ist jedoch problematisch.

Ist Meterostachys eine Sedum-Art?

Nein, die Gattung ist eigenständig, auch wenn sie in der Familie der Dickblattgewächse steht.

Wie oft muss ich Meterostachys gießen?

Mäßig in der Wachstumszeit und sehr zurückhaltend im Winter.

Kann Meterostachys im Steingarten wachsen?

Ja, bei sehr guter Drainage und ohne dauerhafte Nässe ist das gut möglich.

Warum fault die Rosette?

Meist ist zu viel Feuchtigkeit bei kühlen Temperaturen die Ursache.