Microchilus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Microchilus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Microchilus

  • Botanischer Name: Microchilus
  • Gattung: Microchilus
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Tropisches und subtropisches Amerika
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Wohnraum
  • Arten: Viele Arten, über 200
  • Preis: Je nach Art meist etwa 15 bis 45 €, besondere Arten auch darüber.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Microchilus aus?

  • Blüte: Die Blüten sind meist klein und erscheinen an aufrechten Blütenständen über dem Laub. Farblich dominieren Weiß, Creme, Grün und Braun, bei manchen Arten ist das Laub fast auffälliger als die Blüte.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Grün, Braun
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Kriechend
  • Höhe: 20 cm – Viele Arten bleiben klein bis mittelgroß und erreichen ungefähr 10 bis 20 cm Höhe, die Blütenstände teils etwas mehr.
  • Durchmesser: 20 cm – Je nach Art entsteht ein lockerer Bestand mit etwa 10 bis 20 cm Breite oder mehr.

Die Microchilus-Pflege in Kurzform

    Microchilus warm bis mild, schattig bis hell indirekt und dauerhaft leicht feucht kultivieren. Das Substrat sollte humos, locker und luftig sein. Direkte Sonne und trockene Luft vermeiden. Besonders wichtig sind hohe Luftfeuchte, weiches Wasser und gute Belüftung.

    Die Microchilus-Pflege im Detail

    Microchilus bevorzugt eine gleichmäßige, feuchtwarme Kultur mit hohem Luftfeuchtewert und wenig direkter Sonne. Ein humoses, lockeres Substrat mit feuchtespeichernden Komponenten wie Sphagnum oder feinen organischen Bestandteilen ist meist passend, solange der Wurzelbereich nicht verdichtet. Gegossen wird regelmäßig mit weichem Wasser. Das Substrat sollte leicht feucht bleiben, aber nie faulig werden. Während des Wachstums reicht schwache Düngung in größeren Abständen. Im Winter brauchen viele Arten keine echte Ruhe, sondern weiterhin stabile Bedingungen. Terrariumkultur kann gut funktionieren, sofern ausreichend Luftaustausch vorhanden ist.

    Vermehrung von Microchilus

    Microchilus lässt sich am einfachsten durch Teilung kriechender oder mehrtriebiger Pflanzen vermehren. Jedes Teilstück sollte mehrere gesunde Triebe und feine Wurzeln besitzen. Nach dem Teilen hilft eine hohe Luftfeuchte bei gleichzeitig guter Lüftung, damit die Pflanzen schnell anwachsen. Die Vermehrung über Samen ist nur unter sterilen Bedingungen praktikabel und in der Hobbykultur selten.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Regelmäßig Nein Nein Schattig hell Selten Warm und feucht Trockene Luft vermeiden
    Feb Regelmäßig Leicht Nein Schattig hell Selten Warm und feucht Auf Spinnmilben achten
    Mär Regelmäßig Leicht Ja Schattig hell Möglich Stabil halten Guter Umtopfzeitpunkt
    Apr Regelmäßig Leicht Ja Hell indirekt Möglich Stabil halten Frisches Substrat nutzen
    Mai Regelmäßig Leicht Ja Hell indirekt Beginn Aktives Wachstum Schwach düngen
    Jun Regelmäßig Leicht Ja Hell indirekt Hauptzeit Nicht austrocknen lassen Vor direkter Sonne schützen
    Jul Regelmäßig Leicht Nein Hell indirekt Hauptzeit Hohe Luftfeuchte Luftig, aber nicht zugig
    Aug Regelmäßig Leicht Nein Hell indirekt Hauptzeit Hohe Luftfeuchte Staunässe vermeiden
    Sep Regelmäßig Leicht Nein Hell indirekt Auslaufend Weiter gleichmäßig Laub kontrollieren
    Okt Regelmäßig Leicht Nein Schattig hell Möglich Wenig kühler möglich Düngung etwas senken
    Nov Regelmäßig Nein Nein Schattig hell Selten Nicht trocken stellen Wasser weich halten
    Dez Regelmäßig Nein Nein Schattig hell Selten Gleichmäßig pflegen Terrariumtauglich bei guter Lüftung

    Meine Erfahrungen mit Microchilus

    Microchilus fühlt sich in stabil feuchter, luftfeuchter Umgebung deutlich wohler als auf einer trockenen Fensterbank. Viele Arten danken feines, lockeres Substrat, warme Wurzeln und wenig direkte Sonne mit gesundem Laub und verlässlichem Wachstum. Trockene Heizungsluft, starke Temperatursprünge und ausgetrocknete Töpfe führen schnell zu Blattschäden und Wachstumsstopp. Wer die Pflanzen in sehr feuchten Behältern hält, muss gleichzeitig gut lüften, damit keine Pilzprobleme entstehen.

    Beliebte Arten von Microchilus

    Microchilus tridax

    Eine dekorative Art mit attraktivem Laub und zierlichen Blüten.

    Microchilus argenteus

    Wird auch wegen der kontrastreichen Blattzeichnung geschätzt.

    Microchilus calophyllus

    Eine terrestrische Art aus feuchten Wäldern Mittelamerikas.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Braune Blattränder Zu trockene Luft oder ungleichmäßige Feuchte Luftfeuchte erhöhen und gleichmäßiger gießen. Gelbe, weiche Wurzeln

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Microchilus

    Häufige Fragen

    Ist Microchilus eine typische Erdorchidee?

    Ja, viele Arten werden terrestrisch kultiviert.

    Braucht Microchilus viel Licht?

    Nein, helles indirektes Licht oder sogar schattige Bedingungen sind meist besser.

    Darf Microchilus austrocknen?

    Nein, das Substrat sollte nur leicht antrocknen, aber nie komplett trocken werden.

    Warum bekommen die Blätter braune Ränder?

    Meist durch trockene Luft oder ungleichmäßige Feuchte.

    Ist Microchilus für Terrarien geeignet?

    Ja, viele Arten eignen sich gut, wenn genug Luftbewegung vorhanden ist.