Microtis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Microtis – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Microtis

  • Botanischer Name: Microtis
  • Trivialname: Microtis
  • Gattung: Microtis
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Asien, Australien, Neuseeland und Pazifikinseln
  • Verwendungszwecke: Freiland, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 20
  • Preis: 15–35 €
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Microtis aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein, meist grün bis gelbgrün und sitzen zahlreich an aufrechten Blütenständen. Viele Arten wirken eher filigran und werden vor allem aus der Nähe interessant.
  • Blütenfarben: Grün, Gelb
  • Blütezeit: September, Oktober, November, Dezember, Januar
  • Wuchsform: Zwiebelgewächs
  • Höhe: 40 cm – Je nach Art meist etwa 15 bis 40 cm hoch, im Blütenstand gelegentlich auch etwas höher.
  • Durchmesser: 8 cm – Die Pflanzen bleiben am Boden meist schmal und erreichen oft nur etwa 3 bis 8 cm Ausdehnung.

Die Microtis-Pflege in Kurzform

    Hell bis sonnig, aber nicht dauerhaft austrocknen. Während des Wachstums gleichmäßig leicht feucht halten, im kühleren Abschnitt deutlich sparsamer gießen. Luftiges, eher humoses und sandiges Erdsubstrat verwenden und Staunässe konsequent vermeiden.

    Die Microtis-Pflege im Detail

    Microtis ist meist terrestrisch und verlangt daher keine klassische Rindenkultur. Geeignet ist ein lockeres, humoses, mit sandigen und mineralischen Anteilen verbessertes Substrat. Während des aktiven Wachstums sollte gleichmäßig, aber vorsichtig gegossen werden. Im Winter oder in Ruhephasen braucht die Gattung meist kühlere Bedingungen und deutlich weniger Wasser. Helles Licht fördert die Blüte, pralle Dauernässe und verdichtete Erde führen jedoch schnell zu Fäulnis.

    Vermehrung von Microtis

    Microtis wird vor allem über Aussaat vermehrt, was wie bei fast allen Orchideen sterile Bedingungen oder geeignete Symbiosepartner im Substrat erfordert. In Kultur ist außerdem eine vorsichtige Teilung größerer Horste oder Knollenverbände möglich, sofern genügend vitale Triebe vorhanden sind. Jede Teilung sollte nur in der passenden Wachstumsphase erfolgen, damit die Pflanzen schnell wieder einwurzeln können.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell bis sonnig Möglich Kühl halten Nur leicht feucht
    Feb Mäßig Nein Nein Hell bis sonnig Hauptblüte Kühl halten Licht erhöht Blühwilligkeit
    Mär Mäßig Schwach Ja Hell bis sonnig Hauptblüte Austrieb beobachten Nicht zu tief setzen
    Apr Regelmäßig Schwach Ja Sonnig bis halbschattig Möglich Aktives Wachstum Frische Luft fördert Wuchs
    Mai Regelmäßig Mäßig Nein Sonnig bis halbschattig Nein Aktives Wachstum Substrat nie vernässen
    Jun Regelmäßig Mäßig Nein Sonnig bis halbschattig Nein Aktives Wachstum Bei Hitze auf Feuchte achten
    Jul Mäßig Schwach Nein Halbschattig Nein Nicht austrocknen Ruhephasen je nach Art beachten
    Aug Mäßig Nein Nein Halbschattig Nein Nicht austrocknen Samenreife möglich
    Sep Regelmäßig Schwach Nein Sonnig bis halbschattig Beginn bei einigen Arten Wachstum möglich Terrestrisches Substrat kontrollieren
    Okt Regelmäßig Schwach Ja Sonnig bis halbschattig Möglich Blüte je nach Art Nicht stark düngen
    Nov Mäßig Nein Nein Hell Möglich Kühler stellen Vor Dauerfrost schützen
    Dez Mäßig Nein Nein Hell Möglich Kühler stellen Topfkultur kühl und hell

    Meine Erfahrungen mit Microtis

    Microtis ist keine typische Anfängerorchidee. In Kultur scheitert sie oft weniger am Licht als an dauerhaft falscher Bodenfeuchte. Ein luftiges, dennoch leicht feuchtes, eher feines Substrat und eine kühle bis milde Führung helfen deutlich. Bei terrestrischen Orchideen dieser Artengruppe ist es sinnvoll, Ruhe- und Wachstumsphasen genau zu beobachten statt ganzjährig nach Schema zu gießen.

    Beliebte Arten von Microtis

    Microtis unifolia

    Ist die bekannteste Art der Gattung und zeigt schmale, zwiebelartige Blätter mit vielen kleinen grünen Blüten.

    Microtis media

    Bildet aufrechte Blütenstände und stammt aus Australien.

    Microtis rara

    Bleibt eher zierlich und wird botanisch besonders beachtet.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Blätter vergilben frühzeitig Zu trockene Wurzelzone während des Wachstums Substrat gleichmäßig leicht feucht halten und Ruhephase erst bei natürlichem Einziehen einleiten. Pflanze fault an der Basis

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Microtis

    Häufige Fragen

    Ist Microtis eine Zimmerorchidee

    Microtis ist in der Regel keine klassische Zimmerorchidee und gedeiht eher in kühler, heller Kultur oder im geschützten Außenbereich.

    Braucht Microtis eine Ruhephase

    Viele Arten profitieren von einer kühleren und trockeneren Phase nach dem Wachstum.

    Warum blüht meine Microtis nicht

    Zu wenig Licht, zu warme Überwinterung oder fehlende Saisonalität sind häufige Ursachen.

    Welches Substrat passt für Microtis

    Ein lockeres, humoses und leicht sandiges terrestrisches Orchideensubstrat ist meist am besten.

    Ist Microtis leicht zu pflegen

    Für Einsteiger eher nicht, weil Feuchte und Ruhephase gut abgestimmt werden müssen.