Mila – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Mila – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Mila

Mila ist eine kleinbleibende peruanische Kakteengattung, die meist niedrige, zylindrische Triebe und mit der Zeit polsterartige Gruppen bildet. Sie eignet sich gut für Sammler, die kompakte Andenkakteen mit gelben Blüten mögen.
  • Botanischer Name: Mila
  • Trivialname: Peruanischer Polsterkaktus
  • Gattung: Mila
  • Familie: Cactaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Peru, vor allem in trockenen Andenlagen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 1 Art
  • Preis: Meist moderat, ältere Gruppen teurer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Mila aus?

Mila – Botanische Detailillustration
Mila – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen tagsüber und sind meist gelb bis cremegelb. Sie sitzen nahe der Triebspitzen und wirken für die eher kleinen Körper recht auffällig.

  • Blütenfarben: Gelb, Creme
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 30 cm – Die einzelnen Triebe erreichen meist bis etwa 30 cm Länge, bleiben in Kultur oft deutlich kleiner.
  • Durchmesser: 4 cm – Die Triebe sind schlank zylindrisch und meist nur etwa 3 bis 4 cm dick.

Die Mila-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Chlorose

Sehr hell halten, im Sommer gründlich gießen und immer wieder komplett abtrocknen lassen. Im Winter kühl, hell und fast trocken kultivieren, damit die Pflanze kompakt bleibt und reich blüht.

Die Mila-Pflege im Detail

Mila mag sonnige bis vollsonnige Plätze und ein lockeres, überwiegend mineralisches Substrat. Während der Wachstumszeit wird durchdringend gegossen, danach muss das Substrat wieder austrocknen. Kleine Gaben in Dauerfolge bringen weniger als ein seltener, sauberer Gießrhythmus. Gedüngt wird sparsam von Frühling bis Sommer. Die Winterruhe erfolgt kühl und nahezu trocken. Zu warme Zimmerhaltung bei wenig Licht fördert vergeiltes, ungesundes Wachstum.

Vermehrung von Mila

Die Vermehrung gelingt gut über Saat. Die Samen keimen bei Wärme, Licht und leicht feuchter, mineralischer Oberfläche meist zuverlässig. Ältere Gruppen können außerdem über Seitentriebe oder Teilstücke vermehrt werden. Dabei sollten die abgenommenen Triebe sauber abheilen, bevor sie auf trockenes Substrat gelegt oder leicht gesteckt werden. Da Mila eher langsam wurzelt, ist Geduld wichtiger als Aktionismus mit der Gießkanne.

Mila – Botanische Illustration der Vermehrung
Mila – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Nein Nein Nein Voll Nein Trocken Kühl und hell
Feb Sehr wenig Nein Nein Voll Nein Trocken Nur bei Schrumpfung minimal gießen
Mär Sehr wenig Nein Ja Voll Nein Trocken Langsam starten
Apr Mäßig Leicht Ja Voll Ja Start Sonnengewöhnung
Mai Durchdringend Ja Ja Voll Ja Wachstum Nicht zu humos
Jun Durchdringend Ja Nein Voll Ja Wachstum Gut abtrocknen lassen
Jul Durchdringend Ja Nein Voll Ja Wachstum Luftig kultivieren
Aug Mäßig Leicht Nein Voll Möglich Ausklang Düngung reduzieren
Sep Wenig Nein Nein Voll Nein Ruhe vorbereiten Wasser senken
Okt Sehr wenig Nein Nein Voll Nein Trocken Kühl halten
Nov Nein Nein Nein Voll Nein Trocken Trocken bleiben
Dez Nein Nein Nein Voll Nein Trocken Ruhephase

Meine Erfahrungen mit Mila

Mila ist in Kultur oft dankbarer als ihr eher unscheinbarer Ruf. Sie bleibt kompakt, blüht bei guter Lichtmenge ordentlich und lässt sich in kleinen Töpfen gut kontrollieren. Das eigentliche Problem ist selten Pflege im Sommer, sondern zu nasses oder zu warmes Überwintern. Dann verliert die Pflanze ihre kompakte Form und wird anfällig.

Beliebte Arten von Mila

Mila caespitosa

Bildet niedrige Gruppen aus zylindrischen Trieben und zeigt gelbe Blüten.

Mila caespitosa subsp. pugionifera

Gilt als markantere Form mit kräftigerer Bedornung.

Mila – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Vergeilte Triebe Zu wenig Licht im Winter oder Frühjahr Heller und kühler stellen, Wassergaben reduzieren Gelbliche Färbung ohne Wachstum

Mila kaufen

Hier findest du zuverlässige Bezugsquellen in Partner-Shops.

  • Mila bei Amazon *
    Aktuelle Preise & Verfügbarkeit direkt bei Amazon

Hinweis: Bei externen Links mit * erhalte ich ggf. eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Mila

Häufige Fragen

Ist Mila eine Anfängerpflanze?

Ja, wenn ein heller Standort und eine trockene Winterruhe möglich sind.

Wie groß wird Mila?

Meist kompakt, einzelne Triebe etwa bis 30 cm lang.

Wann blüht Mila?

Oft im Frühling bis Sommer, vor allem nach guter Winterruhe.

Warum bleibt meine Mila ohne Blüten?

Meist fehlen Licht oder eine kühle Winterpause.

Kann Mila Gruppen bilden?

Ja, ältere Pflanzen bilden oft dichte Polster.