Nidularium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Nidularium – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Nidularium

  • Botanischer Name: Nidularium
  • Trivialname: Nestbromelie
  • Gattung: Nidularium
  • Familie: Bromeliaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Nidularium stammt überwiegend aus den feuchten Atlantischen Wäldern Brasiliens. Viele Arten wachsen epiphytisch oder terrestrisch in schattigen bis halbschattigen, luftfeuchten Waldhabitaten.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Etwa 40 bis 50 Arten
  • Preis: Häufigere Formen kosten meist etwa 10 bis 30 Euro, seltene Arten und größere Sammlerpflanzen können teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Nidularium aus?

  • Blüte: Die Blüten sitzen meist dicht im Zentrum der Rosette und werden von roten, rosa oder anders gefärbten Hochblättern umgeben. Der Name verweist auf den nestartigen Blütenstand.
  • Blütenfarben: Weiß, Blau, Violett, Creme
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Rosette
  • Höhe: 45 cm – Viele Nidularien erreichen etwa 25 bis 45 cm Höhe.
  • Durchmesser: 60 cm – Die Rosetten werden meist etwa 35 bis 60 cm breit.

Die Nidularium-Pflege in Kurzform

    Nidularium mag helle bis halbschattige, warme und luftfeuchte Standorte. Das Substrat sollte locker, leicht humos und gut durchlässig sein. Gegossen wird regelmäßig mit weichem Wasser, ohne Staunässe zu erzeugen. Direkte Mittagssonne ist ungünstig. Nach der Blüte entstehen Kindel, über die sich die Pflanze gut erhalten lässt.

    Die Nidularium-Pflege im Detail

    Nidularium wird am besten in lockerer Bromelienerde mit Rinde, Sphagnum und etwas humosem Anteil gepflegt. Die Pflanze sollte warm und hell stehen, aber vor starker Sonne geschützt werden. Der Trichter kann etwas Wasser enthalten, muss aber sauber bleiben. Das Substrat darf leicht feucht sein, sollte jedoch nicht verdichten. Im Winter wird etwas sparsamer gegossen, ohne die Pflanze völlig austrocknen zu lassen.

    Vermehrung von Nidularium

    Nidularium wird meist über Kindel vermehrt. Nach der Blüte entwickeln sich neue Seitentriebe, die zunächst an der Mutterpflanze bleiben sollten. Sobald sie kräftig genug sind und eigene Wurzeln besitzen, können sie abgetrennt und in lockeres, leicht feuchtes Substrat gesetzt werden. Bei größeren Horsten ist auch vorsichtige Teilung möglich. Aussaat ist machbar, aber langsam und bei Sorten nicht sortenecht.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell bis halbschattig Selten Warm und hell Nicht kalt nass
    Feb Mäßig Nein Nein Hell Selten Warm und hell Trichter prüfen
    Mär Regelmäßiger Schwach Gut möglich Hell indirekt Möglich Übergang Mehr gießen
    Apr Regelmäßig Monatlich Gut möglich Hell indirekt Möglich Normal Luftfeuchte erhöhen
    Mai Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschatten Typisch Normal Vor Sonne schützen
    Jun Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschatten Typisch Normal Weich gießen
    Jul Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschatten Typisch Normal Luft bewegen
    Aug Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschatten Typisch Normal Schädlinge prüfen
    Sep Mäßig Schwach Möglich Hell indirekt Typisch Normal Dünger reduzieren
    Okt Mäßig Nein Nein Hell Möglich Übergang Wasser senken
    Nov Mäßig Nein Nein Hell Selten Warm und hell Keine Kälte
    Dez Mäßig Nein Nein Hell Selten Warm und hell Stabil halten

    Meine Erfahrungen mit Nidularium

    Nidularium ist oft etwas schattentoleranter als stark gefärbte Neoregelien, braucht aber trotzdem einen hellen Standort. Die Pflanze wirkt am besten, wenn sie nicht trocken gequält wird. Gleichmäßige Feuchte, Wärme und weiches Wasser sind wichtiger als starke Sonne.

    Beliebte Arten von Nidularium

    Nidularium innocentii

    Eine bekannte Art mit dekorativer Rosette und auffälligen Hochblättern.

    Nidularium fulgens

    Zeigt attraktive Blattzeichnung und farbige Hochblätter.

    Nidularium billbergioides

    Bildet schlankere Rosetten und gelblich bis orange wirkende Hochblätter.

    Nidularium procerum

    Wird als größere, kräftigere Art kultiviert.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Symptom Ursache Lösung Braune Blattspitzen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Nidularium

    Häufige Fragen

    Ist Nidularium eine gute Zimmerpflanze?

    Ja, Nidularium eignet sich bei hellem, warmem Standort gut für Innenräume.

    Wie unterscheidet sich Nidularium von Neoregelia?

    Nidularium hat oft nestartig sitzende Blütenstände und wirkt häufig waldiger und schattentoleranter.

    Wie gießt man Nidularium?

    Regelmäßig mit weichem Wasser, aber ohne Staunässe. Etwas Wasser im Trichter ist bei Wärme möglich.

    Blüht Nidularium nur einmal?

    Die einzelne Rosette blüht einmal und bildet danach Kindel.

    Braucht Nidularium direkte Sonne?

    Nein, helles indirektes Licht oder Halbschatten ist meist besser.