Bei Oricia ist die taxonomische Einordnung wichtiger als eine klassische Pflegeanleitung. Wer eine Pflanze unter diesem Namen findet, sollte zusätzlich den heute gültigen Vepris-Namen prüfen. Kulturtechnisch ist ein warmer, heller und luftiger Standort sinnvoll, ohne kalte Nässe und ohne dauerhafte Trockenheit.
Oricia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Oricia
- Botanischer Name: Oricia
- Gattung: Oricia
- Familie: Rutaceae
- Ordnung: Sapindales
- Herkunft: Die unter Oricia geführten Taxa stammen vor allem aus tropischen und südlich-tropischen Regionen Afrikas, häufig aus immergrünen oder feuchten Wäldern.
- Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
- Arten: Der Name wird heute überwiegend als Synonym von Vepris behandelt.
- Preis: Unter dem Namen Oricia praktisch nicht erhältlich; relevante Pflanzen werden eher als Vepris-Spezialitäten geführt.
- Seltenheitsgrad: Nicht erhältlich
- Giftig: Nein
Wie sehen Oricia aus?
- Blüte: Die Blüten sind klein, meist cremeweiß und stehen in achselständigen oder endständigen Blütenständen. Viele zugehörige Taxa werden heute unter Vepris geführt.
- Blütenfarben: Creme, Weiß
- Wuchsform: Baumförmig, Strauch
- Höhe: 1500 cm – Unter Oricia geführte Arten können als Sträucher oder kleine bis mittlere Bäume etwa 3 bis 15 m Höhe erreichen.
- Durchmesser: 800 cm – Bei baumförmigem Wuchs kann die Krone mehrere Meter breit werden; im Kübel bleibt sie deutlich kompakter.
Die Oricia-Pflege in Kurzform
Oricia wird heute meist als Vepris verstanden und sollte wie ein warmes, immergrünes Rutaceae-Gehölz gepflegt werden. Der Standort ist hell bis halbschattig, das Substrat humos und gut drainiert. Kälte, Staunässe und dunkle Überwinterung sind die größten Risiken.
Die Oricia-Pflege im Detail
In mitteleuropäischer Kultur ist Oricia nur als seltene botanische Kübel- oder Gewächshauspflanze denkbar. Die Pflanze steht warm, hell und mit guter Luftbewegung. Gegossen wird gleichmäßig, aber niemals so stark, dass der Wurzelraum dauerhaft nass bleibt. Ein humoser Mix mit mineralischer Struktur verhindert Verdichtung. Düngung erfolgt in der Wachstumszeit schwach bis mäßig. Vor einer Pflanzung oder Beschriftung sollte geprüft werden, ob der korrekte aktuelle Name nicht Vepris lautet.
Vermehrung von Oricia
Die Vermehrung richtet sich praktisch nach dem jeweiligen Vepris-Taxon. Frische Samen sind vorzuziehen, weil gelagerte Samen tropischer Gehölze oft unzuverlässig keimen. Halbverholzte Stecklinge können bei warmer Bodenluft, reduzierter Blattmasse und sauberem, lockerem Substrat versucht werden. Da der Name Oricia taxonomisch uneinheitlich verwendet wurde, sollten Saatgut und Pflanzen immer mit Herkunftsdaten dokumentiert werden.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Selten | Warm und hell | Nicht kalt stellen |
| Feb | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Selten | Warm und hell | Nicht kalt stellen |
| Mär | Regelmäßiger | Leicht | Gut | Hell bis sonnig | Selten | Übergang | Gleichmäßig feucht halten |
| Apr | Regelmäßig | Leicht | Gut | Hell bis sonnig | Selten | Nein | Luftfeuchte erhöhen |
| Mai | Regelmäßig | Monatlich | Gut | Hell bis sonnig | Selten | Nein | Keine Staunässe |
| Jun | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Hell bis sonnig | Selten | Nein | Luftig stellen |
| Jul | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Hell bis sonnig | Selten | Nein | Vor Hitzestau schützen |
| Aug | Regelmäßig | Monatlich | Möglich | Hell bis sonnig | Selten | Nein | Vor Hitzestau schützen |
| Sep | Regelmäßig | Leicht | Nein | Hell bis sonnig | Selten | Nein | Weniger düngen |
| Okt | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Selten | Übergang | Trockener führen |
| Nov | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Selten | Warm und hell | Nicht unterkühlen |
| Dez | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Selten | Warm und hell | Nicht unterkühlen |
Meine Erfahrungen mit Oricia
Beliebte Arten von Oricia
Oricia lecomteana
Wird heute meist als Vepris lecomteana geführt und stammt aus feuchten Wäldern West- und Zentralafrikas.
Oricia bachmannii
Wird heute meist als Vepris bachmannii geführt und wächst als aromatischer afrikanischer Baum.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Blattfall | Zu kalter Standort oder plötzlicher Wechsel der Luftfeuchte | Warm, hell und gleichmäßig feucht stellen; Standortwechsel langsam durchführen. Braune Blattspitzen |
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Häufige Fragen
Ist Oricia eine Zimmerpflanze?
Nein. Oricia ist vor allem ein historischer botanischer Name und als Pflanze praktisch nur in Spezial- oder Sammlungskontexten relevant.
Wie hell sollte Oricia stehen?
Die Gattung braucht einen sehr hellen Standort; je nach Herkunft sind volle Sonne, lichter Halbschatten oder helles Gewächshaus sinnvoll.
Wie oft gießt man Oricia?
Der Wurzelballen sollte nie dauerhaft nass sein. In der Wachstumszeit wird mäßig bis regelmäßig gegossen, im Winter deutlich vorsichtiger.
Kann Oricia draußen überwintern?
In Mitteleuropa ist eine geschützte, warm und frostfreie Überwinterung im Topf meist sicherer als ein dauerhafter Stand im Freiland.
Wie vermehrt man Oricia?
Die Vermehrung erfolgt meist über frische Samen oder halbverholzte Stecklinge; seltene Arten keimen oft langsam und ungleichmäßig.
