Orostachys – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Orostachys – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Orostachys

Orostachys umfasst rosettenbildende, sukkulente Pflanzen aus Asien. Viele Arten sind erstaunlich winterhart und eignen sich für steinige, sonnige Pflanzungen oder sehr trockene Töpfe.
  • Botanischer Name: Orostachys
  • Trivialname: Felsenhauswurz
  • Gattung: Orostachys
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: China, Korea, Japan, Mongolei, Russland und angrenzende Regionen.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Steingarten, Felsengarten, Freiland
  • Arten: Rund 15
  • Preis: Niedrig bis mittel.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Orostachys aus?

Orostachys – Botanische Detailillustration
Orostachys – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen in dichten, aufrechten Blütenständen und sind meist weißlich bis gelblich. Je nach Art blühen die Rosetten nach mehreren Jahren und sterben teils danach ab.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Creme
  • Blütezeit: Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette, Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 20 cm – Die Rosetten bleiben niedrig, mit Blütenstand werden oft etwa 10 bis 20 cm erreicht.
  • Durchmesser: 12 cm – Rosetten messen je nach Art häufig etwa 4 bis 12 cm im Durchmesser.

Die Orostachys-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Kühl (10–18 °C)
  • Temperatur (Winter): Frosthart (bis ca. -10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Organischer Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Sonnig, mager, durchlässig und im Winter nicht dauerhaft nass.

Die Orostachys-Pflege im Detail

Die Gattung bevorzugt sonnige Plätze und mineralisch-magere Erde. Im Topf nur mäßig gießen, im Garten besonders auf Winterdrainage achten. Überdüngung macht die Rosetten weich.

Vermehrung von Orostachys

Orostachys lässt sich gut über Samen, Teilung oder Seitensprosse vermehren.

Orostachys – Botanische Illustration der Vermehrung
Orostachys – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Witterungsabhängig Nein Nein Voll Nein Sehr robust und trocken Winterfeuchte vermeiden
Feb Witterungsabhängig Nein Nein Voll Nein Sehr robust und trocken Rosetten trocken halten
Mär Mäßig Ja Ja Voll Nein Austrieb Alte Blätter entfernen
Apr Mäßig Ja Ja Voll Möglich Wachstum Drainage prüfen
Mai Mäßig Ja Ja Voll Ja Wachstum Nicht überdüngen
Jun Mäßig Nein Nein Voll Ja Wachstum Staunässe vermeiden
Jul Mäßig Nein Nein Voll Ja Blüte möglich Blütenstand stützen
Aug Mäßig Nein Nein Voll Möglich Samenreife Samen ernten
Sep Mäßig Nein Ja Voll Nein Kindelbildung Teilung möglich
Okt Sparsam Nein Nein Voll Nein Ruhe Weniger Wasser
Nov Witterungsabhängig Nein Nein Voll Nein Ruhe Regenschutz sinnvoll
Dez Witterungsabhängig Nein Nein Voll Nein Ruhe Kühle Ruhe

Meine Erfahrungen mit Orostachys

Orostachys ist im Freiland oft deutlich robuster als viele Zimmer-Sukkulenten. Der Feind ist weniger Kälte als dauerhafte Winternässe. In steiniger, magerer Mischung bleiben die Rosetten kompakt und gesund.

Beliebte Arten von Orostachys

Orostachys iwarenge

Ist für Steingärten und Topfkultur beliebt.

Orostachys japonica

Zeigt markante Rosetten und einen aufrechten Blütenstand.

Orostachys spinosa

Wirkt besonders trockenheitsfest und kompakt.

Orostachys – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Faulige Rosettenbasis Winterfeuchte oder verdichtetes Substrat Trockener und geschützter stellen sowie mineralischer topfen. Lange lockere Rosette

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Orostachys

Häufige Fragen

Ist Orostachys winterhart?

Viele Arten sind erstaunlich frosttolerant, solange das Substrat im Winter gut drainiert und eher trocken bleibt.

Wo wächst Orostachys am besten?

An einem sonnigen, luftigen Platz in mineralischem, sehr durchlässigem Substrat.

Warum stirbt die Rosette nach der Blüte?

Ein Teil der Arten ist monocarp oder kurzlebig und setzt vor dem Absterben Samen oder Ableger an.

Kann Orostachys im Topf bleiben?

Ja, wichtig sind ein Abzugsloch und Schutz vor dauerhafter Winterfeuchte.

Wie vermehre ich Orostachys?

Am einfachsten über Samen oder durch das Trennen von Seitensprossen.