Oxalis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Oxalis – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Oxalis

Oxalis ist eine große Gattung mit knolligen, rhizombildenden oder krautigen Arten. In Kultur sind besonders die dekorativen Arten mit bunten Blättern und feinen Blüten beliebt. Je nach Art reicht das Spektrum von Zimmerpflanzen bis zu saisonalen Gartenpflanzen.
  • Botanischer Name: Oxalis
  • Trivialname: Sauerklee
  • Gattung: Oxalis
  • Familie: Oxalidaceae
  • Ordnung: Oxalidales
  • Herkunft: Oxalis ist weltweit verbreitet, mit Schwerpunkten unter anderem in Südamerika, Südafrika und Mexiko.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Büro, Freiland
  • Arten: Viele Hundert
  • Preis: Gewöhnliche Zierformen sind meist günstig erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Ja

Wie sehen Oxalis aus?

Oxalis – Botanische Detailillustration
Oxalis – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist zart, fünfzählig und erscheinen in Weiß, Gelb, Rosa oder Violett. Viele Arten blühen über längere Zeit bei guten Bedingungen.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Pink, Violett
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 20 cm – Viele dekorative Oxalis-Arten erreichen ungefähr 10 bis 20 cm Höhe.
  • Durchmesser: 25 cm – Im Topf oder Beet bilden sie meist Horste oder Teppiche von etwa 15 bis 25 cm Breite.

Die Oxalis-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Humos
  • Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Kindel
  • Schädlinge: Spinnmilben, Trauermücken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Pilzkrankheiten allgemein

Oxalis hell bis sonnig und in lockerem, humosem Substrat kultivieren. Während des Wachstums mäßig bis regelmäßig gießen, in Ruhephasen trockener halten. Knollige Arten brauchen oft eine Pause im Jahreslauf.

Die Oxalis-Pflege im Detail

Oxalis bevorzugt einen hellen Standort mit etwas Sonne, wobei die genaue Lichtmenge je nach Art schwankt. Das Substrat sollte locker, humos und dennoch gut drainierend sein. Während der Wachstums- und Blütezeit wird regelmäßig gegossen, ohne dass der Topf dauerhaft nass bleibt. Viele Arten ziehen sich zeitweise zurück und treiben später wieder aus. In dieser Ruhephase wird kaum oder gar nicht gegossen. Gedüngt wird sparsam während des aktiven Wachstums. Verblühte Stiele und altes Laub können entfernt werden, damit die Pflanze ordentlicher bleibt.

Vermehrung von Oxalis

Oxalis lässt sich sehr gut durch Teilung von Knollen, Zwiebelchen oder Rhizomen vermehren. Beim Umtopfen werden die Speicherorgane vorsichtig getrennt und einzeln oder in kleinen Gruppen neu gesetzt. Viele Arten keimen außerdem zuverlässig aus Samen. Bei knolligen Formen ist der richtige Zeitpunkt wichtig: Vermehrt wird am besten kurz vor oder zu Beginn des Austriebs, damit die jungen Pflanzen schnell einwurzeln können.

Oxalis – Botanische Illustration der Vermehrung
Oxalis – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Möglich Je nach Art ruhiger Knollen nicht vernässen
Feb Wenig Nein Nein Hell Möglich Je nach Art ruhiger Ruhende Arten trocken halten
Mär Mäßig Ja Ja Hell bis sonnig Ja Austrieb Umtopfen möglich
Apr Regelmäßig Ja Ja Hell bis sonnig Ja Wachstum Gleichmäßig feucht
Mai Regelmäßig Ja Ja Hell bis sonnig Ja Wachstum Nicht austrocknen
Jun Regelmäßig Ja Nein Hell bis sonnig Ja Wachstum Verblühtes entfernen
Jul Regelmäßig Ja Nein Hell bis sonnig Ja Wachstum Auf Läuse achten
Aug Regelmäßig Ja Nein Hell bis sonnig Ja Wachstum Licht für Blüte wichtig
Sep Mäßig Ja Ja Hell Ja Langsamer Teilung möglich
Okt Wenig Nein Nein Hell Möglich Ruhe möglich Wasser senken
Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe möglich Kühlere Ruhe oft sinnvoll
Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe möglich Knollen kontrollieren

Meine Erfahrungen mit Oxalis

Oxalis ist oft unkompliziert, solange man die Ruhephasen knolliger Arten respektiert. Viele Probleme entstehen, wenn ruhende Knollen weiter nass gehalten werden. Während des Austriebs und der Blühphase mögen die Pflanzen dagegen eine gleichmäßigere Wasserversorgung und ein ordentliches Maß an Licht. Besonders violettlaubige Sorten zeigen bei zu wenig Licht schnell schwächeren Wuchs.

Beliebte Arten von Oxalis

Oxalis triangularis

Ist wegen der dunkelvioletten Blätter und zarten Blüten sehr beliebt.

Oxalis adenophylla

Zeigt fein geteiltes Laub und eignet sich gut für sonnige Plätze.

Oxalis versicolor

Fällt durch rot-weiß gestreifte Knospen und dekorative Blüten auf.

Oxalis – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Gelbe schlaffe Blätter Zu nasses Substrat oder beginnende Ruhephase Gießmenge prüfen und bei Ruhephase deutlich reduzieren Keine Blüte

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Oxalis

Häufige Fragen

Warum klappt Oxalis abends die Blätter zusammen?

Das ist ein normales Bewegungsverhalten vieler Arten und kein Krankheitszeichen.

Muss Oxalis im Winter trocken stehen?

Knollige Arten oft ja, ständig wachsende Zimmerformen nur etwas trockener.

Ist Oxalis giftig?

Die Pflanzen enthalten Oxalate und sollten nicht in größeren Mengen verzehrt werden.

Wie vermehrt man Oxalis?

Am einfachsten durch Teilung von Knollen oder kleinen Tochterknollen.

Warum bleibt meine Oxalis klein?

Häufig fehlen Licht, Nährstoffe oder eine passende Ruhephase.