Pachyphytum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Pachyphytum – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Pachyphytum

Pachyphytum ist eine mexikanische Sukkulentengattung mit dickfleischigen, oft bereiften Blättern. Die Pflanzen sind beliebt wegen ihres kompakten Wuchses, der pastelligen Farben und der unkomplizierten Vermehrung über Blätter oder Triebe.
  • Botanischer Name: Pachyphytum
  • Trivialname: Mondsteinsukkulente
  • Gattung: Pachyphytum
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Pachyphytum stammt aus Mexiko und wächst dort auf felsigen, stark drainierten Standorten.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Büro
  • Arten: Mehrere
  • Preis: Meist günstig bis moderat erhältlich, seltene Arten teurer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Pachyphytum aus?

Pachyphytum – Botanische Detailillustration
Pachyphytum – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen meist an aufrechten oder gebogenen Blütenständen und zeigen je nach Art gelbliche, rötliche oder rosafarbene Töne.

  • Blütenfarben: Gelb, Rot, Pink, Zweifarbig
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Rosette
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 15 cm – Viele Pachyphytum-Arten bleiben kompakt und werden meist etwa 10 bis 15 cm hoch.
  • Durchmesser: 20 cm – Die Rosetten erreichen je nach Art häufig etwa 8 bis 20 cm Durchmesser.

Die Pachyphytum-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Blattstecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Nährstoffmangel

Pachyphytum sehr hell kultivieren und nur mäßig gießen. Das Substrat sollte locker und gut drainierend sein. Im Winter etwas trockener halten und die bereiften Blätter möglichst nicht berühren.

Die Pachyphytum-Pflege im Detail

Pachyphytum mag helle Fensterplätze mit viel Licht und etwas Sonne. Das Substrat sollte locker, sandig und schnell abtrocknend sein. Gegossen wird durchdringend, danach wartet man bis zur erneuten Trockenheit. Dauerfeuchte führt schnell zu Wurzelproblemen. Im Winter wird sparsamer gegossen und möglichst hell weiterkultiviert. Gedüngt wird nur in kleiner Dosierung während aktiver Wachstumsphasen. Da viele Arten eine zarte Bereifung tragen, sollte man direkte Blattberührungen möglichst vermeiden.

Vermehrung von Pachyphytum

Pachyphytum lässt sich sehr gut über Blattstecklinge vermehren. Dafür werden ganze, unverletzte Blätter vorsichtig abgenommen und einige Tage getrocknet. Anschließend legt man sie auf leicht feuchtes, lockeres Substrat. Mit Geduld bilden sich kleine Rosetten und Wurzeln. Auch Kopf- oder Triebstecklinge bewurzeln oft zuverlässig. Aussaat ist möglich, spielt aber im Hobbybereich eine kleinere Rolle.

Pachyphytum – Botanische Illustration der Vermehrung
Pachyphytum – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Nicht zu nass
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Sehr hell halten
Mär Mäßig Ja Ja Sehr hell Beginn Austrieb Umtopfen möglich
Apr Mäßig Ja Ja Sehr hell Ja Wachstum Vorsichtig düngen
Mai Mäßig Ja Ja Sehr hell Ja Wachstum Bereifung nicht abreiben
Jun Mäßig Ja Nein Sehr hell Ja Wachstum Staunässe vermeiden
Jul Wenig Ja Nein Hell mit Schutz Möglich Hitze beobachten Mittagssonne langsam
Aug Wenig Nein Nein Hell mit Schutz Nein Weniger Wasser Blätter trocken halten
Sep Mäßig Ja Ja Sehr hell Nein Zweite gute Phase Vermehrung gut möglich
Okt Mäßig Nein Nein Sehr hell Nein Langsamer Wasser senken
Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Auf Wollläuse achten
Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Kühl und hell

Meine Erfahrungen mit Pachyphytum

Pachyphytum gehört zu den sehr angenehmen Sukkulenten für helle Fensterbänke. Die größte ästhetische Falle ist nicht das Gießen, sondern das ständige Anfassen der Blätter, weil dadurch die schöne Bereifung verschwindet. Kulturtechnisch entstehen die meisten Probleme durch zu dunkle Standorte oder zu nasse Erde. Mit viel Licht und maßvollem Gießen bleiben die Rosetten fest und kompakt.

Beliebte Arten von Pachyphytum

Pachyphytum oviferum

Ist als Mondsteinpflanze mit rundlichen, bereiften Blättern sehr beliebt.

Pachyphytum bracteosum

Bildet große, dekorative Rosetten mit kräftigem Blattvolumen.

Pachyphytum compactum

Fällt durch kantige, strukturierte Blätter auf.

Pachyphytum – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Blätter an der Basis Zu nasses Substrat Trockener halten und in lockeres Substrat umtopfen Rosette wird locker und lang

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Pachyphytum

Häufige Fragen

Warum sehen die Blätter meines Pachyphytum stumpf aus?

Oft wurde die natürliche Bereifung durch Berührung oder Wasserflecken beschädigt.

Wie oft muss ich Pachyphytum gießen?

Nur nach vollständigem oder fast vollständigem Abtrocknen.

Kann Pachyphytum in die volle Sonne?

Nach Gewöhnung ja, besonders an hellen Fenstern, plötzliche Umstellung sollte vermieden werden.

Wie vermehrt man Pachyphytum?

Sehr gut über Blattstecklinge oder Kopfstecklinge.

Warum wird die Rosette lang?

Meist fehlt Licht.