Pachypodium kaufen? Die Madagaskarpalme

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Pachypodium – Allgemeine Informationen

Dieser Artikel handelt hauptsächlich von der häufig gepflegten Madagaskarpalme. Die Gattung Pachypodium gehört nicht zu den Palmen (Arecaceae). Sie ist eng mit den bekannten Pflanzen Oleander und Wüstenrose verwandt und gehört zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae). Die Madagaskarpalme ist eine sukkulente Art und wird in Natur gute 6 Meter hoch, in Pflege stattliche 2 Meter. Durch den dicken Stamm, der palmenähnlichen Blätter und den vielen Dornen erinnert Pachypodium sehr an eine Mischung aus Palme und Kaktus. Die aus dem subtropischen Afrika stammende Gattung Pachypodium blüht in Kultur selten und erst in hohem Alter. Dennoch ist sie eine sehr robuste und widerstandsfähige Sukkulente. Aus ihrem Pflanzenmark werden übrigens Kosmetika hergestellt.

Hundgiftgewächs

Alle Pflanzen dieser Familie sollen einen hohen Cardenoliden-Gehalt aufweisen. Das insbesondere im Stamm und den Blättern gespeicherte Herzgift ist für Mensch und Tier schäldich. Du solltest daher von der Pachypodium Pflege absehen, wenn du Kleinkinder oder Haustiere hast. Die Wirkung des Gifts ähnelt der des Schwalbenwurzes. Bei Verzehr der Pflanzenteile können Magendarm-Beschwerden, Reizungen an der Blase/Niere, Fieber oder Atemlähmungen auftreten. Trage bei der Pflege daher immer Handschuhe und wasche die gründlich die Hände.

Pachypodium – Die richtige Pflege

Die Gattung Pachypodium ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Liebhaber ideal geeignet. Sie sind sehr pflegeleicht, sollten jedoch wegen Dornen und des Giftes mit Handschuhen angefasst werden. Die langsam eintretende Ruhezeit signalisieren sie mit abwerfenden Blättern, ähnlich wie die Adenium.

Standort

Ihrer Herkunft geschuldet, muss Pachypodium am Südfenster in der Vollsonne gepflegt werden. Alternativ begnügt sie sich auch mit einem ganzjährig sehr hellen Standort. Temperaturen von 30 °C und mehr machen ihr absolut nichts aus. Du solltest ihr auf jeden Fall 3 Stunden Sonne pro Tag bieten. Für eine gesunde Entwicklung ist so viel Licht und Wärme wie möglich notwendig. Zu wenig Licht hat dünne Triebe und wenige Blätter zur Folge und macht die Sukkulente anfälliger für Schädlinge. Im Sommer kann Pachypodium mit Regenschutz auch im Freien gepflegt werden. Du solltest sie im Frühjahr aber behutsam an die ungefilterte Sonne gewöhnen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sukkulenten mag es Pachypodium auch im Winter schön warm bei Temperaturen über 15 °C. Da sie sogar die meist trockene Heizungsluft vertragen, können sie auch bei 18 °C und mehr überwintert werden.

Gießen

Im Sommer gießt du deine Pachypodium durchdringend, bis das Substrat kein Wasser mehr aufnehmen kann. Wenn du einen Untersetzer verwendest, musst du dringend das nachgelaufene Wasser entfernen. Nach dem Gießen lässt du das Substrat deiner Pachypodium so gut wie austrocknen. Im Frühjahr und Herbst musst du nur schlückchenweise gießen. Während der Ruhezeit im Winter nur ganz sparsam gießen, jedoch nicht vollständig austrocknen lassen. Deine Pachypodium wirft dann das Laub ab. Sollte der Stamm „einfallen“, also schrumpelig wirken, dann musst du reichlich geißen! Je mehr Wasser desto stärker das Wachstum und mehr Blätter. Vermeide jederzeit Staunässe! Lange Trockenperioden werden dagegen problemlos überstanden. Optimales Gießwasser ist abgestandenes Wasser oder Regenwasser. Leitungswasser ist natürlich auch möglich. Wenn dein Leitungswasser zu viel Kalk enthält, musst du es vorher entkalken.

Düngen

Die Pachypodium muss nur gelegentlich gedüngt werden. Verwende in der Zeit von April bis September alle 2-4 Wochen guten Kakteendünger. Reduziere die auf der Packung angegebene Menge um 50%, das genügt der Pachypodium. Im ersten Jahr nach dem Umtopfen musst du sie gar nicht düngen. Du kannst im Frühjahr auch Langzeitdünger (z.B. Stäbchen) ins Substrat stecken. Sobald Pachypodium die Blätter abwirft solltest du aufhören zu düngen.

Substrat

Für die richtige Pflege deiner Pachypodium kannst du handelsübliche Kakteenerde verwenden. Noch besser ist jedoch eine Beimischung von Bims oder Ton. Sehr wichtig ist ein durchlässiges und nährstoffhaltiges Substrat mit einem PH-Wert von 7. Außerdem darf das Substrat deiner Pachypodium nur mäßig speichern. Vermeide daher zu schwere, verdichtetes Substrat. Weitere geeignete Substratmischungen sind z.B.: Blumenerde ohne Torf und Tongranulat/Sand (2:1), Kräutererde/Sand/Tongranulat (2:1:1) oder Kakteenerde/lehmige Landerde (1:1).

Umtopfen

Im Februar/März ist die richtige Zeit zum Umtopfen einer Pachypodium. Dabei musst du dicke Handschuhe und Zeitungspapier verwenden, sonst verletzt du dich an den Stacheln. Umtopfen alle 2-3 Jahre genügt. Sehr junge Pflanzen kannst du auch je nach Bedarf alle 1-2 Jahre umtopfen. Wenn die Wurzeln der Pachypodium den Topf komplett ausfüllen, benötigst du einen größeren Topf. Ansonsten kannst du den alten Topf behalten, musst ihn jedoch vorher reinigen. Das Substrat musst du natürlich erneuern. Spüle die Reste des Substrats gründlich von den Wurzeln ab. Sorge am Boden des Topfes für eine gute Drainage aus Kieseln oder Scherben.

Überwintern

Da keine der Pachypodium Arten frosthart ist, solltest du sie im Herbst wieder ins Haus holen, sobald die Temperaturen unter 18 °C fallen. Temperaturen von unter 10 °C verkraftet Pachypodium nicht lange. Wenn du sie ganzjährig in der Wohnung pflegst muss sie sich im Winter nicht umgewöhnen und wird somit nicht unnötig geschwächt. Die Überwinterung sollte hell, luftig und warm sein. Ein Standort in Heizungsnähe ist sehr gut, denn hohe Temperaturen im Winter beugen Krankheiten vor. Während der Überwinterung musst du Pachypodium nur schlückchenweise gießen und darfst sie nicht düngen. Beachte: Wenn du sie ganzjährig warm hältst, wirft sie meist ihre Blätter nicht ab.

Krankheiten und Schädlinge

Wie bei allen Sukkulenten ist die Wurzelfäule der größte Feind. Ein Schädlingsbefall ist eher selten. Jedoch hat Pachypodium gelegentlich auch mit Spinnmilben und Schildläusen zu kämpfen. Im Winter wirken Wasserschalen in der Nähe der Pflanzen vorbeugend gegen Spinnmilben. Ölhaltige Schutzmittel gegen Spinnmilben sind bei Pachypodium lemeri jedoch ungeeignet. Der Befall von Schildläusen zeigt sich in Wachstumsstörungen, Verkrüppelung und klebrigen Ausscheidungen. Für im Sommer draußen gepflegte Pflanzen gibt es genügend natürliche Feinde wie z.B. Marienkäfter oder Wespen. Bei einem wirklich akuten Befall solltest du die Läuse mit einer Zahnbürste entfernen und die Pachypodium dann mit einem Pestizid auf Ölbasis behandeln. Die meisten Todesursachen sind Pflegefehlern geschuldet. Wenn ich die Blätter schwarz färben oder auch ausfallen, ist Wurzelfäule, zu starke Trockenheit, zu wenig Licht oder Bodenkälte das Problem. Bei festgestellter Wurzelfäule sollten die Pflanzen einige Wochen gar nicht gegossen werden.

Schneiden

Die Madagaskarpalme sollte nicht geschnitten werden, außer sie wird für die Pflege im Haus zu groß. Dies solltest du am besten im Frühjahr machen, damit du den abgeschnittenen Teil als Steckling verwenden kannst. Das Messer sollte scharf und vor allem sauber sein, um Keimen vorzubeugen. Während der Pflege sollten auch die abgeknickten und beschädigten Blätter entfernt werden.

Pachypodium Vermehrung

Pachypodium kann durch Samen oder Stecklinge vermehrt werden. In beiden Fällen ist Geduld gefragt, denn sowohl Blüten als auch Seitentriebe bilden sich erst nach vielen Jahren. Die Blüten müssten zudem noch mit einem Pinsel bestäubt werden.

Sukkulenten Blattstecklinge mit Wurzeln und Baby Pflanzen

Zusammenfassung:

  • Trieb sauber abschneiden.
  • Schnittfläche 2-3 Tage trocknen lassen.
  • hochkant einpflanzen
  • mineralisches Substrat verwenden.
  • jederzeit möglich – optimal im Frühjahr

Vermehrung durch Stecklinge

Die Stecklings-Vermehrung erfolgt über Seitentriebe oder Triebspitzen. Diese solltest du mit einem scharfen, sauberen Messer nah am Stamm der Mutterpflanze abtrennen. Bevor der Steckling 2-3 cm tief in die Anzuchterde gesteckt wird, solltest du die Schnittfläche etwa 2 Tage trocknen lassen. Für eine erfolgreiche Bewurzelung empfehlen wir Bewurzelungshormone für den Steckling. Ähnlich wie bei der Aussaat sollte der Steckling unter einer Abdeckung mit Folie oder im Gewächshaus bei hoher Boden- und Luftfeuchtigkeit bewurzeln. An einem hellen und warmen Standort kann die Bewurzelung deiner Pachypodium einige Wochen dauern. Sobald sich neue Wurzeln und Blätter bilden, kann die Pflanze umgetopft und ohne Abdeckung gepflegt werden.

Vermehrung durch Samen

Die Aussaat sollte im Frühjahr mit einem Minigewächshaus erfolgen, denn Pachypodium benötigt zum Keimen eine Temperatur von 25-30 °C und eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Du darfst die Samen nur leicht mit Erde bedecken. Stelle das Gewächshaus am besten an einen hellen bis sonnigen Standort. Alle 1-2 Tage muss das Gewächshaus für ca. 30 Minuten gelüftet werden. Natürlich kannst du auch einen Topf mit Folie abdecken. Sobald die Sämlinge etwa 10 cm groß sind, kannst du sie umtopfen und ohne Abdeckung weiter pflegen.

Beliebte Pachypodium Arten und Hybriden im Detail

Pachypodium lamerei (Madagaskarpalme)

Bei ausreichender Wärme und Pflege erreicht diese baumartige Spezies die zum Blühen nötige Höhe von 1,2m in 10 Jahren. Im Sommer bringt sie duftende, weiße Blüten mit goldgelbem Schlund hervor. Sproß nach der Blüte verzweigend.
Höhe: 6 m
Breite: 2 m
Temperatur: mind. 10 °C

Pachypodium namaquanum

In der Natur selten, ist diese palmartige Pflanze inzwischen in Kultur erhältlich. Auf dem einzelnen, aufrecht stehenden braunen Stamm mit langen, spitzen Stacheln neigt sich das Sproßende zur Sonne. In warmen Breiten blüht die große langsam wachsende Pflanze nach 10-15 Jahren. Rotbraune Blüten erscheinen scheitelnah im Frühjahr. In kühleren Breiten blüht die Sukkulente kaum und muss etwas verwöhnt werden, um den Winter ohne Fäule zu überstehen.
Höhe: 1,5 m – Breite: 23 cm – Temperatur: mind. 10 °C

Pachypodium rosulatum

Die Blätter wie auch der große graue Caudex variieren stark. Der Sproß verdickt sich bereits jung und bildet oben schlanke Zweige aus. Offene, kanariengelbe Blüten erscheinen im Spätwinter und zeitigen Frühjahr, bevor die Pflanze austreibt. Rötlich-braune Dornen.
Höhe: 1,5 m
Breite: 90 cm
Temperatur: mind. 13 °C

Pachypodium succulentum

Diese variable Art hat einen meist unterirdischen Caudex, aus dem schlanke Triebe strauchig wachsen. Im Frühjahr und Sommer erscheinen recht zahlreiche endständige, kleine, trompetenförmige Blüten, die weiß, purpurn oder rosafarben sind. Kurze, spitze Stacheln. Der Caudex ist lang und schlank bis kurz und gedrungen. Relativ leicht zu ziehen.
Höhe: 1,5 m
Breite: 2 m
Temperatur: mind. 7 °C

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… bald für Dich da!