Pachypodium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Pachypodium

Allgemeine Infos über Pachypodium

Pachypodium umfasst stammverdickte, oft stark bedornte Sukkulenten aus Afrika und Madagaskar. Trotz des Namens Madagaskarpalme sind es keine Palmen, sondern hochsukkulente Pflanzen mit markantem Habitus. Sie lieben Sonne, Wärme und ein extrem gut drainiertes Substrat.
  • Botanischer Name: Pachypodium
  • Trivialname: Madagaskarpalme
  • Gattung: Pachypodium
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Pachypodium stammt aus Madagaskar und dem südlichen Afrika und wächst in trockenen, oft felsigen Gebieten mit starker Sonneneinstrahlung.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Mehrere
  • Preis: Häufige Arten sind moderat erhältlich, große oder seltene Arten deutlich teurer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Pachypodium aus?

  • Blüte:

    Je nach Art erscheinen weiße, gelbe, rosa oder rote trichterförmige Blüten, oft erst an älteren Pflanzen. Besonders blühfreudig sind einige Arten bei heller und warmer Kultur.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Rot, Pink
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 120 cm – Je nach Art und Kultur werden im Topf oft etwa 40 bis 120 cm Höhe erreicht.
  • Durchmesser: 40 cm – Der Stamm bleibt meist deutlich schmaler, die Gesamtbreite mit Blattkrone liegt häufig bei etwa 20 bis 40 cm.

Die Pachypodium-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge

Pachypodium braucht maximale Helligkeit, Wärme und ein sehr grobes, schnelltrocknendes Substrat. In der Saison mäßig gießen, im Winter deutlich sparsamer. Nasse Erde bei kühler Haltung ist der klassische Endgegner.

Die Pachypodium-Pflege im Detail

Pachypodium sollte so hell wie möglich stehen, ideal an einem Südfenster, im Wintergarten oder warmen Gewächshaus. Im Sommer kann die Pflanze nach Eingewöhnung auch ins Freie. Das Substrat muss grob, mineralisch und sehr durchlässig sein. Gegossen wird in der Wachstumszeit erst nach deutlichem Abtrocknen, dann aber gründlich. Im Winter oder bei Blattverlust sinkt der Wasserbedarf stark. Viele Arten mögen auch im Winter keine echte Kälte. Gedüngt wird sparsam während des Wachstums. Wegen der Dornen ist beim Umtopfen Vorsicht nötig.

Vermehrung von Pachypodium

Die meisten Pachypodium-Arten werden aus Samen vermehrt. Saatgut keimt bei Wärme, hoher Helligkeit und vorsichtiger Feuchtigkeit meist recht gut, wenn es frisch ist. Stecklingsvermehrung ist nur bei bestimmten verzweigenden Arten sinnvoll und bringt nicht immer den typischen Wuchs hervor. Wichtig ist bei Jungpflanzen, Staunässe konsequent zu vermeiden und dennoch nicht komplett austrocknen zu lassen, solange das Wurzelsystem noch klein ist.

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Voll Nein Sehr wenig Wasser Nicht kalt und nass
Feb Sehr wenig Nein Nein Voll Nein Sehr wenig Wasser Sehr hell halten
Mär Wenig Nein Ja Voll Nein Austrieb beobachten Erste Gaben vorsichtig
Apr Mäßig Ja Ja Voll Möglich Wachstum Langsam an Freiluftsonne gewöhnen
Mai Mäßig Ja Ja Voll Ja Wachstum Dornen beachten
Jun Mäßig Ja Nein Voll Ja Wachstum Gute Drainage
Jul Mäßig Ja Nein Voll Ja Wachstum Wärme fördert Wachstum
Aug Mäßig Ja Nein Voll Ja Wachstum Auf Spinnmilben achten
Sep Wenig Nein Ja Voll Möglich Bremsen Düngung stoppen
Okt Wenig Nein Nein Voll Nein Ruhiger Wasser senken
Nov Sehr wenig Nein Nein Voll Nein Ruhiger Laubfall teils normal
Dez Sehr wenig Nein Nein Voll Nein Ruhiger Trockenere Phase

Meine Erfahrungen mit Pachypodium

Pachypodium belohnt helle, warme Kultur mit stabilen Stämmen und gesunden Blättern. Viele Arten werfen in lichtarmen oder kühleren Phasen einen Teil des Laubs ab, was nicht automatisch ein Drama in botanischer Opernlautstärke sein muss. Kritisch wird es vor allem bei Nässe im Wurzelbereich. Ein eher kleiner Topf mit sehr grobem Substrat funktioniert oft besser als ein großer Topf voller feuchter Erde.

Beliebte Arten von Pachypodium

Pachypodium lamerei

Ist die bekannte Madagaskarpalme mit dornigem Stamm und Blattschopf.

Pachypodium geayi

Ähnelt lamerei, zeigt aber oft schmalere, silbrigere Blätter.

Pachypodium brevicaule

Bleibt gedrungen und wirkt sehr ungewöhnlich.

Pachypodium rosulatum

Bildet einen verdickten Stamm und gelbe Blüten.

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weicher Stamm Zu viel Wasser und Wurzelfäule Sofort trockener halten und Wurzeln kontrollieren Blattfall im Winter

Häufige Fragen

Ist die Madagaskarpalme wirklich eine Palme?

Nein, Pachypodium ist keine Palme, sondern eine sukkulente Pflanze aus der Familie der Hundsgiftgewächse.

Warum verliert mein Pachypodium Blätter?

Das kann saisonal normal sein, besonders bei weniger Licht oder in Ruhephasen.

Wie oft muss ich Pachypodium gießen?

Nur mäßig und erst nach deutlichem Abtrocknen des Substrats.

Ist Pachypodium giftig?

Ja, der Milchsaft sollte vorsichtshalber als giftig behandelt werden.

Braucht Pachypodium volle Sonne?

Ja, sehr viel Licht ist für gesunden Wuchs entscheidend.