Phedimus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Phedimus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Phedimus

Phedimus ist eine robuste sukkulente Gattung mit vielen gartenwürdigen, trockenheitsverträglichen Arten. Die Pflanzen bilden Teppiche, Polster oder lockere Horste.
  • Botanischer Name: Phedimus
  • Trivialname: Fetthennen-Verwandte
  • Gattung: Phedimus
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Die Gattung ist vor allem in temperierten Teilen Eurasiens verbreitet, mit Schwerpunkten von Osteuropa bis Ostasien.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Steingarten, Felsengarten, Freiland
  • Arten: Etwa 20
  • Preis: 5–18 €
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Phedimus aus?

Phedimus – Botanische Detailillustration
Phedimus – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen in lockeren bis dichteren Blütenständen und sind je nach Art gelb, weiß oder rosa. Viele Arten blühen zuverlässig bei guter Belichtung.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Pink
  • Blütezeit: Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Polster, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 20 cm – Phedimus bleibt meist kompakt und erreicht in Kultur etwa 10 bis 20 cm Höhe, in Blüte etwas mehr.
  • Durchmesser: 40 cm – Je nach Art und Alter sind ungefähr 20 bis 40 cm Breite möglich, bei bodendeckenden Formen oft auch darüber.

Die Phedimus-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Kühl (10–18 °C)
  • Temperatur (Winter): Kalt (0–5 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Teilung
  • Schädlinge: Wollläuse, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Chlorose

Hell bis sonnig stellen, mäßig gießen und in sehr durchlässigem Substrat kultivieren. Im Winter kühler und deutlich trockener halten.

Die Phedimus-Pflege im Detail

Phedimus bevorzugt sehr helle bis sonnige Plätze und ein wasserdurchlässiges, eher mageres Substrat. Gegossen wird erst nach deutlichem Abtrocknen. Viele Arten kommen mit kühler Überwinterung gut zurecht, reagieren aber empfindlich auf Winternässe.

Vermehrung von Phedimus

Phedimus lässt sich sehr leicht über Stecklinge oder Teilung vermehren. Kleine Triebstücke bewurzeln oft rasch, wenn sie in ein lockeres, drainagestarkes Substrat gesetzt werden. Aussaat ist ebenfalls gut möglich, wird im Alltag aber seltener genutzt als die vegetative Vermehrung.

Phedimus – Botanische Illustration der Vermehrung
Phedimus – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Kühl Nur vor Dauernässe schützen
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Kühl Gute Drainage prüfen
Mär Mäßig Leicht Gut Sonnig Möglich Kühl bis mild Alte Triebe ausputzen
Apr Mäßig Leicht Sehr gut Sonnig Möglich Mild Jetzt umtopfen
Mai Mehr Ja Sehr gut Sonnig Hauptzeit Wachstum Gleichmäßig, aber sparsam
Jun Mehr Ja Gut Sonnig Hauptzeit Wachstum Nicht zu stickstoffreich düngen
Jul Mehr Ja Möglich Sonnig Möglich Wachstum Bei Hitze morgens gießen
Aug Mehr Leicht Möglich Sonnig Möglich Wachstum Staunässe vermeiden
Sep Mäßig Leicht Gut Sonnig Selten Ausklang Wassergaben reduzieren
Okt Weniger Nein Möglich Hell Nein Kühl Auf Winter vorbereiten
Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Kühl Sehr sparsam
Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Kalt Nur leicht feucht oder trocken

Meine Erfahrungen mit Phedimus

Phedimus ist sehr dankbar, wenn der Standort hell und das Substrat mager bleibt. Die Pflanzen schließen schnell zu Teppichen oder Horsten und vertragen Trockenphasen gut. Problematisch sind eher stehende Nässe und zu schattige Plätze.

Beliebte Arten von Phedimus

Phedimus spurius

Beliebter Bodendecker mit flachem Wuchs und guter Eignung für sonnige Beete.

Phedimus aizoon

Wächst aufrechter und zeigt gelbe Blütenstände.

Phedimus kamtschaticus

Robuste Art für sonnige, trockene Freilandstellen.

Phedimus – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche, lange Triebe Zu wenig Licht Sonniger stellen und zurückhaltender düngen. Faulende Basis

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Phedimus

Häufige Fragen

Ist Phedimus winterhart?

Viele Arten sind recht robust, problematischer als Kälte ist meist winterliche Dauernässe.

Braucht Phedimus viel Sonne?

Ja, viel Licht sorgt für kompakten Wuchs und gute Blüte.

Wie oft gießt man Phedimus?

Mäßig und erst nach deutlichem Abtrocknen des Substrats.

Lässt sich Phedimus leicht vermehren?

Ja, Stecklinge oder Teilung funktionieren meist sehr gut.

Warum wird Phedimus weich?

Meist wegen Lichtmangel, zu viel Dünger oder zu nasser Erde.