Pherotrichis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Pherotrichis

  • Botanischer Name: Pherotrichis
  • Gattung: Pherotrichis
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Die Gattung ist vor allem aus Mexiko bekannt und reicht mit einzelnen Vorkommen bis Arizona; viele Standorte sind saisonal trocken.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Kalthaus
  • Arten: Etwa 3 Arten
  • Preis: Kaum im regulären Handel; realistische Preise lassen sich nur bei botanischen Spezialquellen oder Saatgutangeboten einschätzen.
  • Seltenheitsgrad: Nicht erhältlich
  • Giftig: Ja

Wie sehen Pherotrichis aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein, sternförmig bis radförmig und können grünliche, bräunliche oder violett getönte Farben zeigen.
  • Blütenfarben: Grün, Braun, Violett
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Kletternd, Strauch
  • Höhe: 150 cm – Mit Stütze sind in Kultur etwa 80 bis 180 cm lange, eher feine Triebe zu erwarten.
  • Durchmesser: 80 cm – Der Platzbedarf liegt meist bei etwa 60 bis 100 cm Breite, abhängig von der Rankhilfe.

Die Pherotrichis-Pflege in Kurzform

    Pherotrichis sollte sehr hell, warm und eher trocken kultiviert werden. Das Substrat muss locker, schnell abtrocknend und trotzdem leicht humos sein. Gegossen wird in der Wachstumszeit durchdringend, danach aber erst wieder nach deutlichem Abtrocknen. Im Winter ist ein heller, frostfreier Stand mit reduzierter Wassergabe sicherer als dauerhaft feuchte Wärme.

    Die Pherotrichis-Pflege im Detail

    Pherotrichis eignet sich in Mitteleuropa nur für geschützte Spezialkultur. Wichtig ist ein sehr heller Platz mit viel Luftbewegung, weil die feinen Triebe bei stehender, feuchter Luft schnell schwächeln. Das Substrat sollte mineralisch aufgelockert und nicht zu nährstoffreich sein; eine Mischung aus humoser Erde, Sand und groben Strukturanteilen ist sinnvoll. In der aktiven Wachstumsphase wird gründlich gegossen, anschließend muss der Ballen deutlich abtrocknen. Düngung erfolgt nur schwach und nur während kräftigen Wachstums. Temperaturen unter etwa 12 °C sollten mit trockenem Substrat kombiniert werden, Frost ist zu vermeiden.

    Vermehrung von Pherotrichis

    Die Vermehrung von Pherotrichis ist vor allem über frisches Saatgut und halb ausgereifte Stecklinge denkbar. Samen werden warm, hell und nur dünn bedeckt ausgesät; konstante, aber nicht nasse Feuchte ist wichtiger als hohe Düngung. Stecklinge sollten an den Schnittstellen kurz abtrocknen und in sehr luftiges Substrat gesetzt werden. Bei seltenen Wildarten ist die Erfolgsquote stark von Frische, Wärme und sauberer Kultur abhängig.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sehr sparsam Nein Nein Hell Selten Trocken und hell Keine Kälte mit nassem Substrat
    Feb Sehr sparsam Nein Nein Hell Selten Trocken und hell Keine Kälte mit nassem Substrat
    Mär Sparsam Nein Gut möglich Heller Standort Möglich Übergang Langsam steigern
    Apr Mäßig Schwach Gut möglich Viel Licht Möglich Übergang Mehr Licht geben
    Mai Mäßig Monatlich Möglich Viel Licht Möglich Warm Staunässe vermeiden
    Jun Mäßig Monatlich Möglich Viel Licht Wahrscheinlich Warm Lüften
    Jul Mäßig Monatlich Nein Viel Licht Wahrscheinlich Warm Vor Hitzestau schützen
    Aug Mäßig Schwach Nein Viel Licht Möglich Warm Gleichmäßig gießen
    Sep Mäßig Nein Möglich Heller Standort Möglich Warm Weniger düngen
    Okt Sparsam Nein Nein Heller Standort Selten Übergang Wasser reduzieren
    Nov Sehr sparsam Nein Nein Hell Selten Trocken und hell Ruhephase beachten
    Dez Sehr sparsam Nein Nein Hell Selten Trocken und hell Ruhephase beachten

    Meine Erfahrungen mit Pherotrichis

    Meine Erfahrung mit trockenheitsnahen Asclepiadoideae ist, dass sie mehr Licht vertragen als tropische Waldkletterer. Gleichzeitig dürfen die Wurzeln nicht dauerhaft trocken verholzen, weshalb kurze, gezielte Wassergaben besser funktionieren als seltene Extremgaben.

    Beliebte Arten von Pherotrichis

    Pherotrichis leptogenia

    Ist aus Mexiko bekannt und wächst in saisonal trockenen Lebensräumen.

    Pherotrichis mixtecana

    Ist eine mexikanische Art aus dem Verwandtschaftskreis der Gattung.

    Pherotrichis schaffneri

    Kommt in Mexiko und im südlichen Arizona vor.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Schlaffe Triebe Zu nasses Substrat oder beginnende Wurzelfäule Austopfen, Wurzeln prüfen und trockener in luftiges Substrat setzen Braune Blattstellen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Pherotrichis

    Häufige Fragen

    Ist Pherotrichis giftig?

    Ja, wie bei vielen Hundsgiftgewächsen ist wegen Milchsaft und möglicher Inhaltsstoffe Vorsicht sinnvoll.

    Ist Pherotrichis eine einfache Zimmerpflanze?

    Nein, die Gattung ist selten und eher für warme Spezialkultur geeignet.

    Welcher Standort passt zu Pherotrichis?

    Ein heller, warmer Platz mit guter Luftbewegung und ohne Staunässe ist am sichersten.

    Wie wird Pherotrichis gegossen?

    In der Wachstumszeit gleichmäßig, aber mit deutlichen Abtrocknungsphasen und nie dauerhaft nass.

    Kann Pherotrichis draußen überwintern?

    Nein, die Gattung sollte frostfrei und je nach Herkunft warm bis mild überwintert werden.