Picralima – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Picralima

  • Botanischer Name: Picralima
  • Trivialname: Akuamma
  • Gattung: Picralima
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Die Gattung stammt aus West- und Zentralafrika bis Uganda und wächst vor allem in feuchten tropischen Waldhabitaten.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
  • Arten: 1 Art
  • Preis: Saatgut wird gelegentlich gehandelt; lebende Pflanzen sind in Europa selten und eher Spezialware.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Picralima aus?

  • Blüte: Die Blüten sind hell, fünfzählig und apocynaceen-typisch; später können auffällige gelbe bis orange Früchte erscheinen.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Gelb
  • Blütezeit: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember
  • Wuchsform: Baumförmig
  • Höhe: 1000 cm – Am Naturstandort kann Picralima ein größerer Baum werden; in Kübelkultur sind eher 200 bis 1000 cm realistisch, sofern genügend Wärme und Raum vorhanden sind.
  • Durchmesser: 500 cm – Die Krone kann im Gewächshaus mehrere Meter Breite erreichen; als Kübelpflanze sollte langfristig mindestens 200 bis 500 cm Raum eingeplant werden.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Picralima-Pflege in Kurzform

    Picralima braucht ganzjährig Wärme, hohe Luftfeuchte und ein durchlässiges, humoses Substrat. Der Standort sollte hell bis halbschattig sein, direkte trockene Zimmerluft wird schlechter vertragen. Gegossen wird gleichmäßig, aber nie so, dass Wasser im Übertopf stehen bleibt. In Kultur bleibt die Gattung meist deutlich kleiner als am Naturstandort und ist eher ein Gewächshaus- als ein normales Fensterbankthema.

    Die Picralima-Pflege im Detail

    Picralima ist als tropische Baum- oder Strauchgattung keine einfache Zimmerpflanze. Entscheidend sind ein warmer Wurzelraum, gleichmäßige Feuchte und eine luftige, nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche Humusmischung. Kurze Trockenphasen werden besser vertragen als Staunässe, anhaltende Ballentrockenheit führt aber zu Blattfall und trockenen Triebspitzen. Im Sommer kann schwach organisch oder flüssig gedüngt werden. Im Winter sollte die Pflanze weiterhin hell und warm stehen, bei geringerem Licht aber weniger Wasser bekommen. Rückschnitt ist möglich, sollte aber wegen des giftigen Milchsafts vorsichtig erfolgen.

    Vermehrung von Picralima

    Picralima lässt sich in erster Linie durch frische Samen vermehren, bei manchen Arten auch durch Stecklinge von halb verholzten Trieben. Saatgut tropischer Apocynaceae verliert oft schnell an Keimfähigkeit und sollte warm ausgesät werden. Stecklinge benötigen gespannte Luft, Wärme und ein sehr sauberes, luftiges Substrat. Wegen des Milchsafts sollten Schnittstellen abtrocknen und Werkzeuge gereinigt werden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm und hell Luftfeuchte stabil halten
    Feb Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm und hell Luftfeuchte stabil halten
    Mär Mäßig Schwach Gut möglich Hell bis halbschattig Möglich Warm und hell Neuaustrieb beobachten
    Apr Regelmäßig Monatlich Gut möglich Hell bis halbschattig Möglich Warm und hell Langsam düngen
    Mai Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschattig Möglich Warm Keine Staunässe
    Jun Regelmäßig Monatlich Möglich Halbschattig Möglich Warm Lüften
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Halbschattig Möglich Warm Schattieren bei Hitze
    Aug Regelmäßig Monatlich Nein Halbschattig Möglich Warm Gleichmäßig gießen
    Sep Regelmäßig Schwach Möglich Hell Möglich Warm Düngung reduzieren
    Okt Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm und hell Wasser anpassen
    Nov Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm und hell Nicht kalt stellen
    Dez Mäßig Nein Nein Hell Möglich Warm und hell Nicht kalt stellen

    Meine Erfahrungen mit Picralima

    Meine Erfahrung mit tropischen Gehölzen dieser Art ist, dass sie im normalen Wohnraum selten dauerhaft schön bleiben. Ohne gleichmäßige Wärme, hohe Luftfeuchte und Platz entwickeln sie schnell Blattprobleme.

    Beliebte Arten von Picralima

    Picralima nitida

    Ist die bekannte west- bis zentralafrikanische Baumart mit auffälligen Früchten und alkaloidreichen Samen.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe Blätter Staunässe, kühle Erde oder Nährstoffmangel Drainage verbessern, wärmer stellen und in der Wachstumszeit schwach düngen Blattrand trocknet ein

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Picralima

    Häufige Fragen

    Ist Picralima giftig?

    Ja, wie bei vielen Hundsgiftgewächsen ist wegen Milchsaft und möglicher Inhaltsstoffe Vorsicht sinnvoll.

    Ist Picralima eine einfache Zimmerpflanze?

    Nein, die Gattung ist selten und eher für warme Spezialkultur geeignet.

    Welcher Standort passt zu Picralima?

    Ein heller, warmer Platz mit guter Luftbewegung und ohne Staunässe ist am sichersten.

    Wie wird Picralima gegossen?

    In der Wachstumszeit gleichmäßig, aber mit deutlichen Abtrocknungsphasen und nie dauerhaft nass.

    Kann Picralima draußen überwintern?

    Nein, die Gattung sollte frostfrei und je nach Herkunft warm bis mild überwintert werden.