Pleiospilos – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Pleiospilos – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Pleiospilos

Pleiospilos ist eine kleine Gattung südafrikanischer Mesembs mit dicken, gesprenkelten Blattpaaren und großen, auffälligen Blüten. Die Pflanzen wirken skulptural und verlangen eine vorsichtige, saisonal angepasste Wasserversorgung.
  • Botanischer Name: Pleiospilos
  • Trivialname: Spaltpflanze, Lebender Stein
  • Gattung: Pleiospilos
  • Familie: Aizoaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Südafrika, meist in trockenen, steinigen Habitaten mit intensiver Sonne und stark drainierenden Böden.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Wenige Arten
  • Preis: Meist mittelpreisig, größere oder seltene Formen teurer.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Pleiospilos aus?

Pleiospilos – Botanische Detailillustration
Pleiospilos – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind im Verhältnis zur Pflanze sehr groß, margeritenartig und oft gelb oder orangefarben. Sie erscheinen meist an reiferen, gut kultivierten Pflanzen.

  • Blütenfarben: Gelb, Orange
  • Blütezeit: August, September, Oktober, November
  • Wuchsform: Rosette
  • Wuchsgeschwindigkeit: Sehr langsam
  • Höhe: 10 cm – Pleiospilos bleibt sehr niedrig und wird meist nur etwa 5 bis 10 cm hoch.
  • Durchmesser: 12 cm – Einzelpflanzen erreichen häufig etwa 6 bis 12 cm Durchmesser.

Die Pleiospilos-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sandig
  • Gießen: Sehr sparsam, lange Trockenphasen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Vollsonnig und sehr hell halten. Nur sehr sparsam gießen und Staunässe strikt vermeiden. Rein mineralisches Substrat verwenden. Im Jahresverlauf die Bildung neuer Blattpaare beachten und dann besonders zurückhaltend gießen. Kühl bis mild und hell überwintern.

Die Pleiospilos-Pflege im Detail

Pleiospilos benötigt maximale Helligkeit und ein stark mineralisches Substrat. Die Pflanze wird nur dann gegossen, wenn die Blätter deutlich an Spannkraft verlieren und die Jahresphase dafür geeignet ist. Während die neuen Blätter aus dem alten Blattpaar versorgt werden, sollte zusätzliche Nässe meist vermieden werden. Im Hochsommer kann es je nach Art zu einer Ruhephase kommen, in der praktisch trocken gehalten wird. Gedüngt wird nur sehr schwach und selten. Der Topf sollte tief genug sein und Wasser schnell abführen.

Vermehrung von Pleiospilos

Pleiospilos wird fast immer aus Samen vermehrt. Die Aussaat erfolgt in sehr mineralischem, feinem Substrat bei Wärme, Licht und vorsichtiger Feuchte. Sämlinge wachsen anfangs langsam und sind empfindlich gegenüber Staunässe. Teilung spielt kaum eine Rolle, weil viele Pflanzen einzeln bleiben. Wer aus Samen kultiviert, sollte früh auf Luftbewegung und sparsames Gießen achten, damit die Jungpflanzen kompakt bleiben und nicht faulen.

Pleiospilos – Botanische Illustration der Vermehrung
Pleiospilos – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Selten Hell und fast trocken Nicht aus Gewohnheit gießen
Feb Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Selten Hell und fast trocken Alte Blätter einziehen lassen
Mär Wenig Nein Ja Vollsonnig Selten Vorsichtig beginnen Nur bei Bedarf gießen
Apr Wenig Nein Ja Vollsonnig Selten Ruhig Mineralisch halten
Mai Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Selten Sommerruhe möglich Hitze trocken überstehen lassen
Jun Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Selten Sommerruhe möglich Kein Wasserstau
Jul Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Möglich Sommerruhe möglich Auf Falten achten, aber nicht übergießen
Aug Wenig Nein Nein Vollsonnig Ja Wachstum nimmt zu Jetzt vorsichtig wässern
Sep Mäßig Ja Nein Vollsonnig Ja Hauptzeit Blüte möglich
Okt Mäßig Nein Nein Vollsonnig Ja Hauptzeit Nach Blüte sparsamer
Nov Wenig Nein Nein Vollsonnig Möglich Ausklingen Neue Blattpaare beobachten
Dez Sehr wenig Nein Nein Vollsonnig Selten Fast trocken Sehr hell halten

Meine Erfahrungen mit Pleiospilos

Pleiospilos scheitert in Kultur meist nicht an zu wenig Wasser, sondern an zu viel Fürsorge. Die Pflanzen speichern genug in ihren dicken Blättern und reagieren empfindlich auf dauerhaft feuchtes Substrat. Besonders kritisch ist die Phase, in der neue Blattpaare gebildet werden, denn dann sollte meist nicht zusätzlich gegossen werden, solange alte Blätter noch nicht weitgehend eingetrocknet sind.

Beliebte Arten von Pleiospilos

Pleiospilos nelii

Ist die bekannteste Art mit gesprenkelten Blattpaaren und großen gelben Blüten.

Pleiospilos bolusii

Bleibt kompakt und zeigt attraktive Blattzeichnung.

Pleiospilos simulans

Besitzt kräftige Blätter und wirkt besonders massiv.

Pleiospilos – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Aufplatzende Blätter Zu häufiges Gießen während der Erneuerungsphase Wassergaben stark reduzieren und nur bei echtem Bedarf gießen Weiche Pflanze an der Basis

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Pleiospilos

Häufige Fragen

Warum hat Pleiospilos oft nur ein Blattpaar?

Die Gattung erneuert ihre Blätter paarweise und bleibt dabei sehr kompakt.

Muss ich Pleiospilos oft gießen?

Nein, meist ist eher zu viel als zu wenig Wasser das Problem.

Warum schrumpeln die alten Blätter?

Das ist oft normal, weil sie die neuen Blätter versorgen.

Kann Pleiospilos in normaler Blumenerde wachsen?

Das ist riskant, mineralisches Substrat ist deutlich sicherer.

Ist Pleiospilos für Anfänger geeignet?

Nur bedingt, weil das richtige Gießtiming etwas Übung verlangt.