Plumeria – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Plumeria – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Plumeria

Plumeria ist als Frangipani für ihre intensiv duftenden Blüten und den tropisch-exotischen Wuchs bekannt. Die Gattung liebt viel Sonne, Wärme und eine klare Ruhephase im Winter.
  • Botanischer Name: Plumeria
  • Trivialname: Frangipani
  • Gattung: Plumeria
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Mittelamerika, Karibik und nördliches Südamerika, heute in vielen Tropen weltweit kultiviert.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Wenige Arten und zahlreiche Sorten
  • Preis: Sämlinge und einfache Sorten sind moderat, benannte Blühsorten teils deutlich teurer.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Plumeria aus?

Plumeria – Botanische Detailillustration
Plumeria – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die großen, wachsartig wirkenden Blüten erscheinen in dichten Endständen und duften oft stark. Typisch sind weiße, gelbe, rosa, rote oder mehrfarbige Sorten.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Rot, Pink, Zweifarbig, Mehrfarbig
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 250 cm – In Kübelkultur erreicht Frangipani oft etwa 100 bis 250 cm Höhe, in Tropen deutlich mehr.
  • Durchmesser: 150 cm – Kräftige Kübelpflanzen können mit der Zeit etwa 80 bis 150 cm Kronenbreite entwickeln.

Die Plumeria-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Mäßig, leicht antrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Thripse
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Sehr sonnig und warm kultivieren. In der Wachstumszeit durchdringend gießen und zwischen den Gaben antrocknen lassen. Durchlässiges Substrat verwenden. Von Frühling bis Spätsommer regelmäßig düngen. Im Winter hell, kühler und deutlich trockener halten.

Die Plumeria-Pflege im Detail

Plumeria braucht einen heißen, sonnigen Standort und wächst in Kübeln am besten in sehr durchlässigem Substrat. Während der aktiven Saison wird kräftig gegossen, jedoch nie dauerhaft nass gehalten. Mit einsetzendem Herbst werden Wassergaben reduziert, bis die Pflanze in eine Ruhephase geht. Teilweiser oder vollständiger Laubfall ist dabei normal. Im Frühjahr beginnt man erst mit dem Gießen, wenn deutlicher Austrieb sichtbar ist. Regelmäßige Düngung während der Saison unterstützt Blütenansatz und Wachstum.

Vermehrung von Plumeria

Plumeria lässt sich sowohl aus Samen als auch aus Stecklingen vermehren. Stecklinge sollten nach dem Schnitt mehrere Tage bis Wochen antrocknen, damit die Schnittstelle sauber verheilt. Erst dann werden sie in sehr durchlässiges Substrat gesetzt und nur vorsichtig befeuchtet, bis neue Wurzeln entstehen. Samen keimen bei Wärme meist gut, führen aber nicht sortenecht zu benannten Kultivaren. Für kräftige Jungpflanzen sind hohe Temperaturen, viel Licht und Geduld beim Gießen entscheidend.

Plumeria – Botanische Illustration der Vermehrung
Plumeria – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell Selten Ruhephase Fast trocken halten
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell Selten Ruhephase Laubfall möglich
Mär Wenig Nein Ja Sehr hell Selten Austrieb möglich Langsam mehr Wasser
Apr Mäßig Monatlich Ja Vollsonnig Möglich Wachstumszeit Jetzt umtopfen
Mai Durchdringend Monatlich Ja Vollsonnig Ja Wachstumszeit Sonnenplatz optimal
Jun Durchdringend Monatlich Nein Vollsonnig Ja Wachstumszeit Regelmäßig düngen
Jul Durchdringend Monatlich Nein Vollsonnig Ja Wachstumszeit Warme Wurzeln fördern Wachstum
Aug Durchdringend Monatlich Nein Vollsonnig Ja Wachstumszeit Nicht im Untersetzer stehen lassen
Sep Mäßig Monatlich Nein Vollsonnig Möglich Ausklang Düngung beenden
Okt Wenig Nein Nein Sehr hell Selten Ruhe vorbereiten Wasser reduzieren
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Selten Ruhephase Trocken halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Selten Ruhephase Kühl und hell überwintern

Meine Erfahrungen mit Plumeria

Plumeria wächst am schönsten, wenn sie wirklich Hitze und Sonne bekommt. Halbherzige Kultur auf einer mäßig hellen Fensterbank führt oft zu langen Trieben und wenigen Blüten. Entscheidend ist außerdem die trockene Winterruhe, denn ohne diese bleibt die Pflanze häufig blühfaul oder reagiert im Folgejahr schwächer.

Beliebte Arten von Plumeria

Plumeria rubra

Umfasst viele farbige und duftende Sorten.

Plumeria alba

Trägt meist weiße Blüten mit gelber Mitte.

Plumeria pudica

Zeigt schmalere Blätter und oft lange Blühphasen.

Plumeria obtusa

Besitzt glänzende Blätter und elegante weiße Blüten.

Plumeria – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weicher Stammfuß Zu viel Wasser bei kühler Haltung Sofort trockener halten und faulige Teile entfernen Keine Blüte

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Plumeria

Häufige Fragen

Warum verliert meine Plumeria im Winter die Blätter?

Das ist in der Ruhephase oft normal.

Braucht Frangipani volle Sonne?

Ja, möglichst viel direkte Sonne fördert Wachstum und Blüte.

Wann darf ich nach dem Winter wieder gießen?

Erst wenn klarer Austrieb sichtbar ist und es wieder warm genug wird.

Kann ich Plumeria aus Stecklingen ziehen?

Ja, das gelingt gut, wenn die Schnittstelle vor dem Einsetzen trocken abheilt.

Ist Plumeria giftig?

Ja, der Milchsaft gilt als reizend und sollte nicht an Haut oder in Augen gelangen.