Portulacaria – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Portulacaria – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Portulacaria

Portulacaria ist eine sukkulente Strauchgattung aus dem südlichen Afrika, deren bekannteste Art Portulacaria afra als äußerst robuste Zimmer- und Bonsaipflanze geschätzt wird. Sie verträgt Sonne, Trockenheit und Rückschnitt sehr gut.
  • Botanischer Name: Portulacaria
  • Trivialname: Speckbaum, Elefantenbusch
  • Gattung: Portulacaria
  • Familie: Didiereaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Südafrika und angrenzende Regionen, oft in trockenen Buschlandschaften und felsigen Habitaten.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Fensterbank, Wohnraum, Büro, Wintergarten
  • Arten: Wenige Arten
  • Preis: Sehr verbreitet und meist günstig erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Nein

Wie sehen Portulacaria aus?

Portulacaria – Botanische Detailillustration
Portulacaria – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind klein, meist rosa bis pink und erscheinen in Kultur nur selten an älteren Pflanzen. Wichtiger ist der dichte, verzweigte Wuchs mit kleinen fleischigen Blättern.

  • Blütenfarben: Pink
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 200 cm – In Kultur erreicht Portulacaria oft 50 bis 200 cm Höhe, mit Schnitt auch deutlich kompakter.
  • Durchmesser: 120 cm – Ältere, stark verzweigte Pflanzen können etwa 50 bis 120 cm Breite entwickeln.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Portulacaria-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand

Sehr hell bis sonnig stellen. Sparsam bis mäßig gießen und stets gut abtrocknen lassen. Durchlässiges Substrat verwenden. In der Wachstumszeit schwach düngen. Schnitt wird sehr gut vertragen.

Die Portulacaria-Pflege im Detail

Portulacaria bevorzugt einen sehr hellen bis sonnigen Platz und ein luftiges, schnell trocknendes Substrat. Gegossen wird erst, wenn die Erde weitgehend trocken ist. In der warmen Jahreszeit wächst die Pflanze am kräftigsten und kann dann etwas regelmäßiger Wasser erhalten. Im Winter wird deutlich sparsamer gegossen. Rückschnitt fördert die Verzweigung und macht die Art besonders attraktiv für Bonsaiformen. Ein Sommeraufenthalt im Freien ist bei langsamer Gewöhnung sehr förderlich.

Vermehrung von Portulacaria

Portulacaria lässt sich sehr leicht über Stecklinge vermehren. Abgeschnittene Triebe sollten kurz antrocknen, bevor sie in trockenes bis leicht feuchtes, lockeres Substrat gesteckt werden. Die Bewurzelung erfolgt bei Wärme und Licht meist zügig. Auch stärkere Rückschnitte liefern oft brauchbares Material. Für einen dichten Aufbau werden junge Pflanzen mehrmals entspitzt oder gezielt verzweigt.

Portulacaria – Botanische Illustration der Vermehrung
Portulacaria – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Selten Ruhiger Nicht vernässen
Feb Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Selten Ruhiger Auf Schädlinge achten
Mär Wenig Nein Ja Sehr hell Selten Mehr Licht Rückschnitt möglich
Apr Mäßig Monatlich Ja Vollsonnig Möglich Wachstum Jetzt umtopfen
Mai Mäßig Monatlich Ja Vollsonnig Möglich Wachstum Draußen langsam eingewöhnen
Jun Mäßig Monatlich Nein Vollsonnig Ja Wachstum Sehr robust
Jul Mäßig Monatlich Nein Vollsonnig Ja Wachstum Stecklinge leicht möglich
Aug Mäßig Monatlich Nein Vollsonnig Möglich Wachstum Formschnitt gut verträglich
Sep Mäßig Nein Nein Vollsonnig Selten Weiter kultivieren Weniger düngen
Okt Wenig Nein Nein Sehr hell Selten Wasser senken Ins Haus holen
Nov Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Selten Ruhiger Trocken halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Selten Ruhiger Hell überwintern

Meine Erfahrungen mit Portulacaria

Portulacaria ist eine der dankbarsten sukkulenten Zimmerpflanzen überhaupt. Sie verzeiht Trockenphasen, treibt nach Rückschnitt zuverlässig wieder aus und eignet sich hervorragend für formale Gestaltung. Probleme entstehen meist durch dauerhaft nasse Erde oder zu dunkle Aufstellung, weniger durch gelegentliches Vergessen beim Gießen.

Beliebte Arten von Portulacaria

Portulacaria afra

Ist die bekannteste Art und sehr beliebt als Sukkulente und Bonsai.

Portulacaria afra Variegata

Zeigt panaschierte Blätter und wächst etwas langsamer.

Portulacaria afra Prostrata

Bleibt niedriger und eignet sich gut für hängende oder flache Formen.

Portulacaria – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Blätter und Triebe Zu nasses Substrat oder Wurzelschaden Trockener halten und Wurzeln kontrollieren Lange dünne Triebe

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Portulacaria

Häufige Fragen

Ist Portulacaria leicht zu pflegen?

Ja, sie gilt als sehr robust und anfängerfreundlich.

Kann ich Portulacaria als Bonsai ziehen?

Ja, die Art ist dafür hervorragend geeignet.

Wie oft muss ich gießen?

Immer erst dann, wenn das Substrat weitgehend trocken ist.

Verträgt Portulacaria volle Sonne?

Ja, nach Gewöhnung sehr gut.

Ist Portulacaria giftig?

Sie gilt meist nicht als stark problematisch, trotzdem sollte sie nicht verzehrt werden.