Prunus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Prunus

  • Botanischer Name: Prunus
  • Trivialname: Kirschen, Pflaumen, Mandeln und Verwandte
  • Gattung: Prunus
  • Familie: Rosaceae
  • Ordnung: Rosales
  • Herkunft: Gemäßigte und subtropische Regionen der Nordhalbkugel, mit Schwerpunkten in Eurasien und Nordamerika.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Solitärpflanze, Hecke / Sichtschutz, Schnittblume
  • Arten: Über 200 Arten, dazu zahlreiche Sorten und Hybriden.
  • Preis: Von günstigen Jungpflanzen bis zu teuren Obst- und Ziergehölzen erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Ja

Wie sehen Prunus aus?

  • Blüte: Die meist fünfzähligen Blüten erscheinen je nach Art vor oder mit dem Laubaustrieb. Sie sind häufig weiß bis rosa und werden später von Steinfrüchten abgelöst.
  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Pastell
  • Blütezeit: März, April, Mai
  • Wuchsform: Strauch, Baumförmig
  • Höhe: 1000 cm – Je nach Art reicht die Höhe von kleinen Sträuchern um 150 cm bis zu Bäumen von etwa 1000 cm oder mehr.
  • Durchmesser: 800 cm – Ausgewachsene Pflanzen können je nach Art und Schnitt etwa 200 bis 800 cm breit werden.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Prunus-Pflege in Kurzform

    Prunus braucht möglichst viel Licht, einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden und regelmäßige Wasserversorgung beim Anwachsen. Obstbäume werden je nach Art geschnitten, Zierformen eher zurückhaltend. Wichtig sind eine luftige Krone, wenig Staunässe und Kontrolle auf Pilzkrankheiten.

    Die Prunus-Pflege im Detail

    Die Pflege hängt stark von der Art ab. Obst-Prunus benötigt einen sonnigen Standort, gute Bodenvorbereitung und oft einen passenden Befruchter. Zierkirschen und Schlehen sind meist robuster, während Pfirsich und Aprikose wärmere, geschützte Plätze bevorzugen. Gedüngt wird im Frühjahr mit Kompost oder organischem Dünger. Schnittmaßnahmen sollten artgerecht erfolgen: Steinobst wird oft nach der Ernte oder im Sommer geschnitten, damit Wunden besser verheilen. Fallobst, Fruchtmumien und krankes Laub sollten entfernt werden, um Pilzdruck zu senken.

    Vermehrung von Prunus

    Wildarten lassen sich über Samen vermehren, wobei eine Kältephase nötig sein kann. Sortenechte Obst- und Zierformen werden meist veredelt, weil Sämlinge stark variieren. Stecklinge funktionieren nur bei manchen Arten zuverlässig. Bei Obstsorten ist die Unterlage entscheidend für Wuchsstärke, Bodenverträglichkeit und Ertrag.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Nur bei frostfreiem Boden Nicht düngen Kübel frostfrei prüfen Hell bis sonnig Keine Blüte Winterruhe Nicht bei Frost schneiden
    Feb Nur bei Trockenheit Nicht düngen Kübel vorbereiten Hell bis sonnig Knospenruhe Winterruhe Schnitt planen
    Mär Bei Neupflanzung gießen Kompost geben Pflanz- und Umtopfzeit Sonnig Frühblüte bei manchen Arten Spätfrostschutz bei empfindlichen Arten Monilia und Kräuselkrankheit beachten
    Apr Regelmäßig beim Anwachsen Bei Bedarf organisch düngen Nach der Blüte möglich Sonnig Hauptblüte Blüten frostgefährdet Bestäubung beachten
    Mai Regelmäßig nach Bedarf Leicht nachdüngen Noch möglich Sonnig bis halbschattig Späte Blüte möglich Keine Maßnahme Auf Blattläuse achten
    Jun Bei Trockenheit durchdringend Nicht überdüngen Nur bei Bedarf Sonnig Fruchtansatz Keine Maßnahme Fruchtbehang kontrollieren
    Jul Bei Hitze durchdringend Nicht mehr stark düngen Nicht ideal Sonnig Fruchtentwicklung Keine Maßnahme Wässern bei Trockenheit
    Aug Bei Trockenheit gießen Nicht düngen Nicht ideal Sonnig Fruchtreife je nach Art Keine Maßnahme Sommerschnitt möglich
    Sep Reduzieren Nicht düngen Pflanzzeit beginnt Sonnig Fruchtreife je nach Art Triebe ausreifen lassen Fallobst entfernen
    Okt Nur bei Trockenheit Nicht düngen Gute Pflanzzeit Hell Herbstphase Laubfall Laub entfernen bei Pilzdruck
    Nov Meist nicht nötig Nicht düngen Bei frostfreiem Boden möglich Hell Keine Blüte Winterruhe beginnt Stammschutz möglich
    Dez Meist nicht nötig Nicht düngen Nicht ideal Hell Keine Blüte Winterruhe Ruhig stehen lassen

    Meine Erfahrungen mit Prunus

    Prunus ist sehr vielseitig, aber nicht jede Art wird gleich gepflegt. Zierkirschen, Kirschlorbeer, Schlehen, Pfirsiche und Süßkirschen haben unterschiedliche Ansprüche, gemeinsam sind aber der Wunsch nach Licht, gutem Boden und luftiger Krone.

    Beliebte Arten von Prunus

    Prunus avium

    Die Süßkirsche ist ein großer Obstbaum mit weißen Blüten und essbaren Kirschen.

    Prunus cerasus

    Die Sauerkirsche bleibt oft kleiner und liefert säuerliche Früchte.

    Prunus persica

    Der Pfirsich bildet rosa Blüten und wärmeliebende Steinfrüchte.

    Prunus domestica

    Die Pflaume umfasst viele Obstsorten mit blauen, gelben oder roten Früchten.

    Prunus laurocerasus

    Der Kirschlorbeer ist ein immergrüner Heckenstrauch mit giftigen Pflanzenteilen.

    Prunus serrulata

    Die Japanische Zierkirsche wird wegen ihrer auffälligen Frühlingsblüte gepflanzt.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Blüten sterben ab Spätfrost oder Monilia-Spitzendürre Frostschutz bei kleinen Bäumen nutzen und befallene Triebe bis ins gesunde Holz schneiden Blätter kräuseln sich

    Prunus kaufen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Prunus

    Häufige Fragen

    Ist Prunus giftig?

    Viele Früchte sind essbar, aber Kerne, Blätter und andere Pflanzenteile enthalten bei vielen Arten problematische Inhaltsstoffe und sollten nicht verzehrt werden.

    Wann blüht Prunus?

    Die meisten Arten blühen im März, April oder Mai.

    Welche Prunus-Arten sind Obstgehölze?

    Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Aprikose, Mandel und Schlehe gehören zur Gattung Prunus.

    Braucht Prunus einen Befruchter?

    Viele Obstsorten profitieren von einer passenden zweiten Sorte, manche sind selbstfruchtbar.

    Kann Prunus im Kübel wachsen?

    Kleinwüchsige Sorten und junge Pflanzen können im Kübel wachsen, brauchen dort aber sehr gleichmäßige Pflege.