Pterichis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Pterichis – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Pterichis

  • Botanischer Name: Pterichis
  • Gattung: Pterichis
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Von Jamaika und Costa Rica bis in die Anden Südamerikas, oft in montanen bis subalpinen Lagen.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Mehrere Dutzend Arten.
  • Preis: Selten im Handel; meist nur über Spezialisten oder botanische Sammlungen erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Pterichis aus?

  • Blüte: Die Blüten stehen dicht bis locker an aufrechten Ähren und sind meist eher klein, grünlich, weißlich, cremefarben oder bräunlich. Der Reiz liegt mehr im Gesamtbild als in einzelnen großen Blüten.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Grün, Braun, Sonstige
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Rosette, Knollengewächs
  • Höhe: 45 cm – Je nach Art liegen die Blütenstände meist bei etwa 20 bis 45 cm, in Einzelfällen auch darüber.
  • Durchmesser: 18 cm – Die Blattrosette bleibt meist relativ kompakt und erreicht oft etwa 10 bis 18 cm Durchmesser.

Die Pterichis-Pflege in Kurzform

    Kühl bis mild, hell ohne harte Sonne und gleichmäßig frisch kultivieren. Ein humoses, luftiges Erdorchideen-Substrat mit gutem Wasserabzug ist ideal. Nie austrocknen lassen, aber auch nie sumpfig halten. Im Winter etwas kühler und etwas sparsamer gießen.

    Die Pterichis-Pflege im Detail

    Pterichis bevorzugt helle, diffuse Lichtverhältnisse und frische Temperaturen. Direkte, heiße Sonne ist ungeeignet. Das Substrat sollte humos, locker und zugleich stabil sein, etwa mit feiner Rinde, Laubhumus, mineralischen Anteilen und etwas sandiger Struktur. Während der Wachstumszeit bleibt der Ballen gleichmäßig frisch. Trockene Phasen sollten nur kurz sein, Staunässe ist jedoch ebenso problematisch. Im Winter oder in Ruhephasen wird etwas sparsamer gegossen, das Substrat darf aber nicht komplett austrocknen. Gedüngt wird schwach und nur im aktiven Wachstum. Entscheidend sind kühle Luft, gute Hygiene und ein möglichst stressfreier Wurzelbereich.

    Vermehrung von Pterichis

    Pterichis lässt sich in Kultur am ehesten durch Teilung älterer Pflanzen vermehren, sofern mehrere kräftige Triebe oder Speicherorgane vorhanden sind. Dabei sollte möglichst nur in der beginnenden Wachstumsphase geteilt werden. Die generative Vermehrung über Samen ist wie bei fast allen Orchideen nur steril und mit viel Aufwand möglich. Nach dem Teilen brauchen die Pflanzen ein lockeres, frisches Substrat und konstant hohe, aber nicht staunasse Feuchte, bis neue Wurzeln aktiv wachsen.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell indirekt Selten Kühl und eher ruhiger Keine Hitze
    Feb Mäßig Selten Nein Hell indirekt Selten Kühl und eher ruhiger Auf Pilzbefall achten
    Mär Mäßig Selten Ja Hell indirekt Möglich Austrieb beobachten Bei Austrieb umtopfen
    Apr Regelmäßig Monatlich Ja Halbschatten Möglich Normale Kultur Gute Drainage
    Mai Regelmäßig Monatlich Ja Halbschatten Häufig Frisch und gleichmäßig feucht Hohe Luftfeuchte
    Jun Regelmäßig Monatlich Nein Halbschatten Häufig Frisch und gleichmäßig feucht Keine Staunässe
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Hell indirekt Häufig Nicht austrocknen lassen Schnecken kontrollieren
    Aug Regelmäßig Monatlich Nein Hell indirekt Häufig Nicht austrocknen lassen Blütenstände stützen
    Sep Regelmäßig Selten Ja Hell indirekt Häufig Wassergaben senken Salze ausspülen
    Okt Mäßig Selten Ja Hell indirekt Möglich Kühler halten Wassermenge reduzieren
    Nov Mäßig Nein Nein Hell indirekt Selten Ruhiger Kühl überwintern
    Dez Mäßig Nein Nein Hell indirekt Selten Ruhiger Substrat nur leicht feucht

    Meine Erfahrungen mit Pterichis

    Pterichis wirkt wie eine klassische Erdorchidee aus kühleren Bergregionen und mag keine heiße Fensterbank. In humosem, lockeren Substrat mit mineralischem Anteil bleibt der Wurzelbereich stabiler als in reiner, dichter Erde. Die Pflanzen danken gleichmäßige Feuchte, vertragen aber keine Staunässe. Besonders im Sommer ist ein kühler, luftiger Standort wichtig. Bleibt das Substrat warm und nass, treten schnell Pilzprobleme auf.

    Beliebte Arten von Pterichis

    Pterichis galeata

    Weit verbreitete Art aus Mittel- und nördlichem Südamerika.

    Pterichis habenarioides

    Montane Art mit typischem aufrechtem Blütenstand.

    Pterichis pauciflora

    Blüht lockerer und wächst in kühleren Andenlagen.

    Pterichis triloba

    Andine Art mit charakteristisch geformter Lippe.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Gelbe, weich werdende Basis Substrat zu nass und zu dicht Lockerer topfen, Wassergaben anpassen und kühlere Kultur bieten. Pilzflecken auf Blättern

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Pterichis

    Häufige Fragen

    Ist Pterichis eine epiphytische Orchidee

    Nein, die Gattung ist überwiegend terrestrisch und wächst in Boden oder humusreichem Substrat.

    Kann ich Pterichis warm im Wohnzimmer halten

    Dauerhaft warme Zimmerkultur ist meist ungünstig, kühle bis milde Bedingungen passen besser.

    Wie nass darf Pterichis stehen

    Das Substrat soll frisch bleiben, aber niemals dauerhaft staunass sein.

    Braucht Pterichis viel Licht

    Ja, aber eher helles, gefiltertes Licht statt praller Sonne.

    Warum bekommt Pterichis Pilzprobleme

    Zu warme, feuchte und schlecht belüftete Kultur ist die häufigste Ursache.