Pycnanthemum wirkt in der Kultur am zuverlässigsten, wenn Standort und Substrat nicht zu fett und nicht dauerhaft nass sind. Besonders bei aromatischen Arten ist ein sonniger Platz oft entscheidend für kompakten Wuchs, intensiven Duft und viele Blüten. Im Zweifel lieber etwas trockener kultivieren und erst gießen, wenn die obere Substratschicht abgetrocknet ist.
Pycnanthemum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Pycnanthemum
- Botanischer Name: Pycnanthemum
- Trivialname: Bergminze
- Gattung: Pycnanthemum
- Familie: Lamiaceae
- Ordnung: Lamiales
- Herkunft: Nordamerika; Prärien, lichte Wälder, Waldsäume, Feuchtwiesen und trockene offene Standorte je nach Art.
- Verwendungszwecke: Freiland, Hochbeet, Schnittblume, Bodenbedecker
- Arten: Etwa 20 Arten
- Preis: 5-13 €
- Seltenheitsgrad: Selten
- Giftig: Nein
Wie sehen Pycnanthemum aus?
- Blüte: Viele Arten bilden dichte, helle Blütenstände mit kleinen weißen bis rosafarbenen Lippenblüten. Die Hochblätter können silbrig oder hell wirken.
- Blütenfarben: Weiß, Pink, Lila, Creme
- Blütezeit: Juli, August, September
- Wuchsform: Strauch, Polster
- Höhe: 100 cm – Viele Bergminzen erreichen 40 bis 100 cm Höhe.
- Durchmesser: 70 cm – Horste und kurze Ausläufer können 40 bis 70 cm Breite bilden.
Die Pycnanthemum-Pflege in Kurzform
Pycnanthemum braucht vor allem Licht, Luft und ein durchlässiges Substrat. Im Beet nach dem Anwachsen nur bei Trockenheit gießen, im Topf regelmäßiger, aber nie staunass. Sparsam düngen, Verblühtes entfernen und empfindliche Arten im Winter kühl und eher trocken schützen.
Die Pycnanthemum-Pflege im Detail
Pycnanthemum sollte hell bis sonnig stehen und in ein gut drainiertes Substrat gesetzt werden. Wichtig ist ein Boden, der Feuchtigkeit kurz speichern kann, aber nicht dauerhaft nass bleibt. Nach dem Anwachsen kommen viele Arten mit kurzen Trockenphasen gut zurecht. Im Topf wird häufiger gegossen als im Beet, überschüssiges Wasser muss aber sofort ablaufen. Gedüngt wird sparsam während der Wachstumszeit; zu viel Stickstoff macht die Triebe weich und reduziert oft die Blütenfülle. Ein Rückschnitt nach der Blüte hält die Pflanzen kompakt und kann eine Nachblüte fördern. Im Winter entscheidet die Art über den Schutzbedarf: winterharte Stauden bleiben im Beet, wärmeliebende oder seltene Arten überwintert man kühl, hell und eher trocken.
Vermehrung von Pycnanthemum
Pycnanthemum lässt sich je nach Art über Aussaat, Teilung oder Stecklinge vermehren. Samen werden meist im Frühjahr flach ausgesät und nur dünn bedeckt, weil viele Arten bei Wärme und Licht besser keimen. Stauden können im Frühjahr geteilt werden, sobald der Austrieb sichtbar ist. Stecklinge gelingen am besten mit jungen, noch nicht blühenden Trieben im späten Frühjahr oder Frühsommer. Wichtig sind sauberes Werkzeug, ein mageres, luftiges Vermehrungssubstrat und gleichmäßige, aber nicht nasse Feuchtigkeit. Sorten und Auslesen sollten vegetativ vermehrt werden, weil Sämlinge in Farbe, Wuchs und Duft abweichen können.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Sehr wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Ruhephase | Nicht vernässen |
| Feb | Sehr wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Ruhephase | Nicht vernässen |
| Mär | Mäßig | Nein | Möglich | Sonnig | Selten | Übergang | Rückschnitt prüfen |
| Apr | Mäßig | Leicht | Ideal | Sonnig | Möglich | Nein | Austrieb schützen |
| Mai | Regelmäßig | Leicht | Möglich | Sonnig | Möglich | Nein | Gleichmäßig feucht halten |
| Jun | Regelmäßig | Leicht | Nein | Sonnig | Häufig | Nein | Blüten fördern |
| Jul | Regelmäßig | Leicht | Nein | Sonnig | Häufig | Nein | Verblühtes entfernen |
| Aug | Regelmäßig | Leicht | Nein | Sonnig | Häufig | Nein | Bei Hitze gießen |
| Sep | Mäßig | Nein | Möglich | Sonnig | Häufig | Übergang | Samenstände prüfen |
| Okt | Mäßig | Nein | Nein | Hell | Möglich | Vorbereitung | Winterschutz planen |
| Nov | Wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Ruhephase | Trocken halten |
| Dez | Sehr wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Ruhephase | Trocken halten |
Meine Erfahrungen mit Pycnanthemum
Beliebte Arten von Pycnanthemum
Pycnanthemum muticum
Beliebte Bergminze mit silbrig wirkenden Hochblättern und starkem Bestäuberwert.
Pycnanthemum virginianum
Aufrechte Art mit schmalem Laub und weißen bis rosafarbenen Blüten.
Pycnanthemum tenuifolium
Feinblättrige Art mit luftigem Wuchs und kleinen weißen Blüten.
Pycnanthemum incanum
Graulaubige Bergminze mit aromatischem Laub und hellen Blütenständen.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Symptom | Ursache | Lösung Gelbe Blätter |
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Häufige Fragen
Ist Pycnanthemum winterhart?
Das hängt stark von Art, Herkunft und Standort ab. Viele Staudenarten sind im Beet winterhart, wärmeliebende oder selten kultivierte Arten sollten im Topf geschützt überwintert werden.
Wie viel Sonne braucht Pycnanthemum?
Die meisten Arten wachsen am besten sonnig bis halbschattig. Je trockener und kompakter der Standort sein soll, desto wichtiger sind Sonne und ein durchlässiger Boden.
Kann Pycnanthemum im Topf kultiviert werden?
Ja, viele Arten eignen sich für Töpfe, wenn Wasser gut ablaufen kann. Im Topf ist Winterschutz wichtiger als im Beet.
Wann blüht Pycnanthemum?
Die Hauptblüte liegt je nach Art meist zwischen Frühsommer und Spätsommer. Wärme, Licht und regelmäßiges Entfernen verblühter Triebe verlängern die Blüte.
Ist Pycnanthemum für Insekten wertvoll?
Ja, die Blüten werden häufig von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen oder anderen Bestäubern besucht, besonders bei ungefüllten Blütenformen.
