Rauhiella – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Rauhiella – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Rauhiella

  • Botanischer Name: Rauhiella
  • Gattung: Rauhiella
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Nördliches Südamerika bis Brasilien, überwiegend in warmen, feuchten Tiefland- und Waldregionen.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Wohnraum
  • Arten: 4
  • Preis: Sehr selten und meist nur bei spezialisierten Orchideengärtnereien zu finden.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Rauhiella aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein bis mittelgroß und erscheinen meist an zarten Blütentrieben. Farblich überwiegen helle bis rosige Töne, teils mit feiner Zeichnung.
  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Zweifarbig
  • Blütezeit: März, April, Mai, Juni, Juli
  • Wuchsform: Pseudobulben
  • Höhe: 8 cm – Die Pflanzen bleiben in der Regel klein und erreichen oft nur etwa 5 bis 8 cm Höhe ohne Blütentriebe.
  • Durchmesser: 15 cm – Ein kleiner Horst kann ungefähr 10 bis 15 cm Breite erreichen.

Die Rauhiella-Pflege in Kurzform

    Rauhiella hell, warm und luftfeucht kultivieren, aber nicht in direkter praller Sonne. Das Substrat muss fein und sehr locker sein, damit die Wurzeln nicht faulen. Gleichmäßig, aber vorsichtig gießen, schwach düngen und für gute Luftbewegung sorgen.

    Die Rauhiella-Pflege im Detail

    Rauhiella bevorzugt eine klassische feucht-warme Orchideenkultur mit viel diffusem Licht. Ein Platz im temperierten Gewächshaus oder im hellen Wintergarten ist ideal. Die Wurzeln brauchen Luft, deshalb sollte das Substrat aus feiner Rinde, etwas Sphagnum und lockeren Zuschlägen bestehen. Gegossen wird regelmäßig, doch das Material darf nie dauerhaft nass und abgestanden sein. Hohe Luftfeuchte, kleine Töpfe und vorsichtige Düngung sind wichtig. Im Winter wird etwas zurückhaltender gegossen, aber nicht komplett trocken gehalten.

    Vermehrung von Rauhiella

    Rauhiella lässt sich bei gut eingewachsenen, älteren Exemplaren durch Teilung vermehren. Da die Pflanzen langsam wachsen, sollte jede Teilung genügend Triebe und Wurzeln besitzen. Kleinere Teilstücke stagnieren oft lange. Direkt nach dem Teilen sind hohe Luftfeuchte und eine nur vorsichtig feuchte Kultur günstig. Die generative Vermehrung über Aussaat ist möglich, bleibt aber Laborarbeit.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Sparsam Nein Hell ohne direkte Sonne Selten Warm und leicht trockener Hohe Luftfeuchte
    Feb Mäßig Sparsam Nein Hell ohne direkte Sonne Möglich Warm und leicht trockener Staunässe vermeiden
    Mär Regelmäßig Monatlich Ja Hell und absonnig Häufig Wachstum beginnt Neues Wurzelwachstum nutzen
    Apr Regelmäßig Monatlich Ja Hell und absonnig Häufig Gleichmäßig feucht Schwach düngen
    Mai Regelmäßig Monatlich Ja Hell und absonnig Häufig Gleichmäßig feucht Luftbewegung sichern
    Jun Regelmäßig Monatlich Nein Hell und absonnig Häufig Gleichmäßig feucht Kleine Töpfe bevorzugen
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Hell und absonnig Möglich Nicht vernässen Nicht überhitzen
    Aug Regelmäßig Monatlich Nein Hell und absonnig Möglich Feuchte kontrollieren Schädlingskontrolle
    Sep Mäßig Sparsam Nein Hell ohne direkte Sonne Selten Etwas reduzieren Wassergaben anpassen
    Okt Mäßig Sparsam Nein Hell ohne direkte Sonne Selten Mild warm halten Sehr dunkle Plätze meiden
    Nov Mäßig Sparsam Nein Hell ohne direkte Sonne Selten Mild warm halten Substrat locker halten
    Dez Mäßig Sparsam Nein Hell ohne direkte Sonne Selten Mild warm halten Salzansammlungen vermeiden

    Meine Erfahrungen mit Rauhiella

    Rauhiella reagiert vor allem auf dauerhaft nasses, altes Substrat empfindlich. Kleine Pflanzen kippen dann schnell in Wurzelprobleme, obwohl die Blätter noch eine Zeit lang gut aussehen. Am besten wächst die Gattung in sehr luftiger, feiner Mischung bei stabiler Luftfeuchte. Wer regelmäßig kontrolliert und lieber etwas zu luftig als zu kompakt topft, hat die besseren Ergebnisse.

    Beliebte Arten von Rauhiella

    Rauhiella brasiliensis

    Die Typusart aus Brasilien steht stellvertretend für den kompakten Wuchs der Gattung.

    Rauhiella seehaweri

    Eine seltene Sammlerart mit kühlerem Einschlag im Anspruch.

    Rauhiella silvana

    Wird gelegentlich in Sammlungen gezeigt und gilt als besonders rar.

    Rauhiella sp.

    Unbestimmte Pflanzen tauchen selten im Spezialhandel auf und sind meist nur etwas für fortgeschrittene Sammler.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Faulige Wurzeln Zu nasse Kultur und altes Substrat Umtopfen, faule Teile entfernen und künftig luftiger halten Schrumpfende Triebe

    Rauhiella kaufen

    Hier findest du zuverlässige Bezugsquellen in Partner-Shops.

    • Rauhiella bei Amazon *
      Aktuelle Preise & Verfügbarkeit direkt bei Amazon

    Hinweis: Bei externen Links mit * erhalte ich ggf. eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Rauhiella

    Häufige Fragen

    Ist Rauhiella schwer zu kultivieren?

    Sie ist eher für fortgeschrittene Orchideenfreunde geeignet, weil die Wurzeln empfindlich auf Staunässe reagieren.

    Welches Licht braucht Rauhiella?

    Helles, gefiltertes Licht ohne harte Mittagssonne ist ideal.

    Wie oft sollte umgetopft werden?

    Am besten nur bei Bedarf und vorzugsweise zum Beginn neuen Wurzelwachstums.

    Kann Rauhiella aufgebunden werden?

    Ja, aber nur bei ausreichend hoher Luftfeuchte und sehr regelmäßiger Wasserversorgung.

    Warum schrumpfen die Triebe trotz Gießen?

    Häufig liegt ein verdeckter Wurzelschaden vor, sodass die Pflanze Wasser nicht mehr richtig aufnehmen kann.