Rhodiola – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Rhodiola – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Rhodiola

Rhodiola ist eine sukkulente Gattung aus der Familie der Dickblattgewächse, die vor allem in kalten Gebirgs- und Polarregionen vorkommt. Viele Arten bilden kompakte Blattsprosse, dicke Wurzeln oder Rhizome und eignen sich gut für sehr helle, eher kühle Standorte mit guter Drainage.
  • Botanischer Name: Rhodiola
  • Trivialname: Rosenwurz
  • Gattung: Rhodiola
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Europa, Asien und Nordamerika in Gebirgs- und Kälteregionen
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Fensterbank, Steingarten, Felsengarten, Freiland
  • Arten: 50
  • Preis: Gewöhnliche Arten sind meist gut erhältlich, seltene Gebirgsformen können deutlich teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Rhodiola aus?

Rhodiola – Botanische Detailillustration
Rhodiola – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen in dichten endständigen Blütenständen. Häufig sind gelbe, cremefarbene, grünliche oder rötliche Töne zu sehen, je nach Art und Geschlecht.

  • Blütenfarben: Gelb, Rot, Pink, Grün, Creme
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Polster, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 25 cm – Je nach Art wachsen Rhodiola-Arten meist etwa 5 bis 25 cm hoch, einzelne kräftige Arten können etwas höher werden.
  • Durchmesser: 30 cm – Horste und Polster erreichen häufig etwa 10 bis 30 cm Breite, ältere Pflanzen mit Rhizomen auch mehr.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Rhodiola-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Kühl (10–18 °C)
  • Temperatur (Winter): Stark frosthart (unter -10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig, Humos
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Teilung
  • Schädlinge: Trauermücken, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell bis sonnig, durchlässig kultivieren, mäßig gießen und Staunässe besonders im Winter vermeiden.

Die Rhodiola-Pflege im Detail

Rhodiola bevorzugt einen sehr hellen bis sonnigen Standort mit kühlen Nächten und gut drainiertem Substrat. Im Beet eignen sich steinige, lockere Mischungen mit mineralischem Anteil, im Topf funktionieren ebenfalls luftige Mischungen mit Sand, Bims oder Splitt. Gegossen wird moderat, sodass das Substrat leicht antrocknen darf, aber nicht dauerhaft hart austrocknet. Gedüngt wird sparsam, da zu viele Nährstoffe weiches, weniger standfestes Wachstum fördern. Im Winter sollte die Pflanze eher trocken und kühl stehen, viele Arten sind dabei gut frosthart.

Vermehrung von Rhodiola

Rhodiola lässt sich durch Aussaat, Teilung älterer Horste und bei einigen Arten auch über Stecklinge vermehren. Die Aussaat gelingt oft besser nach einer kühlen Phase, weil viele Gebirgspflanzen eine natürliche Winterkälte kennen. Besonders einfach ist die Teilung kräftiger, etablierter Pflanzen im Frühjahr oder Frühherbst. Wichtig ist, dass jedes Teilstück genügend Wurzeln besitzt und nach dem Teilen nicht sofort vernässt wird.

Rhodiola – Botanische Illustration der Vermehrung
Rhodiola – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Nicht vernässen
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Frost wird meist gut vertragen
Mär Wenig Nein Ja Viel Sonne Nein Start Alte Triebe zurückschneiden
Apr Mäßig Leicht Ja Viel Sonne Möglich Wachstum Substrat locker halten
Mai Mäßig Leicht Ja Viel Sonne Ja Wachstum Nicht austrocknen lassen
Jun Mäßig Leicht Nein Viel Sonne Ja Wachstum Bei Topfkultur auf Drainage achten
Jul Mäßig Nein Nein Viel Sonne Ja Wachstum Nach Blüte ausputzen
Aug Mäßig Nein Nein Viel Sonne Ja Wachstum Teilung möglich
Sep Wenig Nein Ja Viel Sonne Nein Ausklang Wasser reduzieren
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Herbstruhe einleiten
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Sehr sparsam gießen
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhe Staunässe strikt vermeiden

Meine Erfahrungen mit Rhodiola

Meine Erfahrungen mit Rhodiola sind erstaunlich unkompliziert, solange die Pflanzen nicht in dichter, dauerhaft nasser Blumenerde stehen. In kühlen, sehr hellen Situationen wachsen sie deutlich harmonischer als in heißer Zimmerluft. Besonders robuste Arten machen sich im Steingarten hervorragend, während Topfkultur etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Drainage verlangt. Im Zweifel lieber mineralischer und luftiger kultivieren als zu schwer und zu feucht.

Beliebte Arten von Rhodiola

Rhodiola rosea

Die bekannte Rosenwurz bildet fleischige Triebe und gilt als robuste, kälteresistente Art.

Rhodiola pachyclados

Zeigt kompakte, blaugrüne Blätter und eignet sich gut für alpine Pflanzungen.

Rhodiola kirilowii

Bildet aufrechte Triebe mit sukkulenten Blättern und gelben Blütenständen.

Rhodiola – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Schwarze Triebe an der Basis Staunässe und verdichtetes Substrat Sofort trockener halten, faulige Teile entfernen und in lockeres, drainiertes Substrat umsetzen. Schwaches, langes Wachstum

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Rhodiola

Häufige Fragen

Ist Rhodiola winterhart?

Viele Arten sind sehr frostverträglich, solange sie nicht im Winter dauerhaft nass stehen.

Kann Rhodiola in normaler Blumenerde wachsen?

Kurzzeitig ja, dauerhaft ist ein lockeres, sehr drainiertes Substrat aber deutlich besser.

Braucht Rhodiola volle Sonne?

Meist ja bis halbschattig, besonders in kühlen Regionen funktioniert viel Sonne sehr gut.

Wie vermehrt man Rhodiola am einfachsten?

Am einfachsten meist durch Teilung älterer Horste im Frühjahr.

Warum kippen die Triebe um?

Zu dunkler Standort oder zu stickstoffreiche, zu feuchte Kultur führen oft zu weichem Wuchs.