Rosularia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Rosularia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Rosularia

Rosularia ist eine rosettig wachsende Sukkulentengattung aus trockenen Gebirgs- und Felsregionen Westasiens. Die Pflanzen bleiben kompakt, bilden oft dichte Gruppen und sind für sonnige Steingärten, Tröge und mineralische Topfkultur sehr gut geeignet.
  • Botanischer Name: Rosularia
  • Trivialname: Rosularie
  • Gattung: Rosularia
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Rosularia wächst von der Türkei bis in den Iran und angrenzende Gebiete. Typisch sind steinige Hänge, Felsspalten und trockene, gut drainierte Standorte mit kühlen Wintern.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Steingarten, Felsengarten, Wintergarten, Freiland
  • Arten: Rund 25 bis 35 Arten
  • Preis: 5–15 €
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Nein

Wie sehen Rosularia aus?

Rosularia – Botanische Detailillustration
Rosularia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sitzen an aufrechten Stielen über den Rosetten und erscheinen meist in Weiß, Rosa oder zarten Rottönen. Die Einzelrosetten blühen oft nur einmal, während der Bestand über Seitensprosse erhalten bleibt.

  • Blütenfarben: Weiß, Rot, Pink
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette, Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 12 cm – Die Rosetten selbst bleiben niedrig und erreichen meist etwa 5 bis 12 cm Höhe; mit Blütenstand auch mehr.
  • Durchmesser: 15 cm – Einzelne Rosetten werden oft 5 bis 15 cm breit, ganze Horste mit der Zeit deutlich größer.

Die Rosularia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Kühl (10–18 °C)
  • Temperatur (Winter): Frosthart (bis ca. -10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Langzeit-/Depotdünger
  • Vermehrung: Aussaat, Teilung, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Rosularia sonnig bis hell und in gut drainiertem Substrat kultivieren. Mäßig gießen, aber keine Staunässe zulassen. Im Winter eher trocken halten, ausgepflanzte Pflanzen vor dauerhafter Winternässe schützen.

Die Rosularia-Pflege im Detail

Rosularia bevorzugt viel Licht, frische Luft und ein schnell abtrocknendes Substrat. Während der Wachstumszeit wird mäßig gegossen, aber nie dauerhaft feucht gehalten. Ein geringer Anteil Humus ist möglich, doch mineralische Bestandteile sollten überwiegen. Gedüngt wird nur schwach. Ältere Rosetten können nach der Blüte zurückgehen, der Bestand bleibt aber über Nebensprosse erhalten. Im Freiland ist ein regengeschützter, gut drainierter Platz im Winter ideal.

Vermehrung von Rosularia

Rosularia lässt sich sehr gut über Teilung und Seitensprosse vermehren. Kleine Tochterrosetten werden vorsichtig getrennt und in ein durchlässiges, eher mineralisches Substrat gesetzt. Auch Aussaat ist möglich, braucht aber mehr Zeit. Nach dem Einsetzen sollte zunächst nur sparsam gegossen werden, bis die Wurzeln wieder aktiv sind.

Rosularia – Botanische Illustration der Vermehrung
Rosularia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhig Staunässe meiden
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhig Nur bei Trockenheit gießen
Mär Wenig Leicht Ja Viel Nein Startet langsam Ideal zum Teilen
Apr Mäßig Leicht Ja Viel Möglich Wachstum Sehr gut drainieren
Mai Mäßig Leicht Ja Viel Ja Wachstum Blütenstände können erscheinen
Jun Mäßig Nein Nein Viel Ja Wachstum Nicht zu stickstoffreich
Jul Wenig Nein Nein Viel Ja Sommerpflege Bei Topfkultur hitzefrei lüften
Aug Wenig Nein Nein Viel Möglich Sommerpflege Vertrocknetes entfernen
Sep Wenig Nein Ja Viel Nein Ausklang Gut für Pflanzung
Okt Wenig Nein Ja Viel Nein Ruhig Noch gut umtopfbar
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Winterruhe Trocken halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Winterruhe Nässe im Frost vermeiden

Meine Erfahrungen mit Rosularia

Rosularia ist angenehm unkompliziert, solange das Substrat gut drainiert ist. Die Pflanzen vertragen Sonne, Wind und trockene Phasen erstaunlich gut. In zu humoser, dauerhaft feuchter Erde werden die Rosetten schnell weich. Besonders schön wirken sie in flachen Schalen, Trögen oder zwischen Steinen, wo Wasser rasch ablaufen kann.

Beliebte Arten von Rosularia

Rosularia platyphylla

Bildet dekorative, breitblättrige Rosetten in Gruppen.

Rosularia chrysantha

Zeigt kompakte Rosetten und helle Blütenstände.

Rosularia sempervivum

Erinnert im Wuchs an Hauswurz und eignet sich gut für Steingärten.

Rosularia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Rosetten Staunässe oder schwere Erde In trockeneres, mineralischeres Substrat setzen und weniger gießen. Fraßspuren an Blättern

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Rosularia

Häufige Fragen

Ist Rosularia winterhart?

Viele Arten sind recht frostverträglich, problematisch ist eher dauerhafte Winternässe.

Eignet sich Rosularia für den Steingarten?

Ja, die Gattung passt sehr gut in trockene, steinige Pflanzungen.

Wie wird Rosularia vermehrt?

Am einfachsten durch Teilung oder Tochterrosetten.

Warum wird Rosularia matschig?

Meist wegen Staunässe oder zu humoser Erde.

Braucht Rosularia volle Sonne?

Viel Sonne ist ideal, halbschattige Lagen werden oft ebenfalls vertragen.