Sarcocornia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Sarcocornia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Sarcocornia

Sarcocornia ist eine sukkulente Halophyten-Gattung salzreicher Küsten- und Marschstandorte. Die gegliederten, fleischigen Triebe machen die Pflanzen zu spannenden Spezialisten für feuchte, sonnige und oft salzhaltige Bedingungen.
  • Botanischer Name: Sarcocornia
  • Trivialname: Glaskraut
  • Gattung: Sarcocornia
  • Familie: Amaranthaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Sarcocornia wächst in Küstenzonen, Salzmarschen und salzbeeinflussten Böden verschiedener Kontinente. Die Pflanzen sind an nasse Phasen, Sonne, Wind und Salz angepasst.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Freiland, Bodenbedecker
  • Arten: Wenige bis mehrere Arten
  • Preis: 4–15 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Sarcocornia aus?

Sarcocornia – Botanische Detailillustration
Sarcocornia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind klein und unscheinbar in die fleischigen Sprosse eingebettet. Der Zierwert liegt mehr in der ungewöhnlichen Wuchsform und oft in rötlichen Herbstfarben.

  • Blütenfarben: Grün, Creme, Sonstige
  • Blütezeit: Juli, August, September
  • Wuchsform: Polster, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 35 cm – Sarcocornia bleibt meist niedrig bis mittelhoch und erreicht oft etwa 15 bis 35 cm Höhe.
  • Durchmesser: 50 cm – Mit der Zeit können sich dichte Polster von etwa 30 bis 50 cm Breite bilden.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Sarcocornia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Kühl (10–18 °C)
  • Temperatur (Winter): Frosthart (bis ca. -10 °C)
  • Substrat: Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig, Humos
  • Gießen: Regelmäßig feucht, aber nicht nass
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Langzeit-/Depotdünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge, Teilung
  • Schädlinge: Spinnmilben, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Chlorose, Pilzkrankheiten allgemein

Sarcocornia sonnig und eher feucht kultivieren. Das Substrat darf sandig sein, sollte aber nicht permanent austrocknen. Salz wird gut vertragen, Stauluft dagegen weniger.

Die Sarcocornia-Pflege im Detail

Sarcocornia bevorzugt volle Sonne und einen offenen, gut belüfteten Platz. Das Substrat darf sandig bis leicht humos sein, sollte aber Feuchtigkeit halten können. Viele Arten wachsen am besten mit gleichmäßiger, mäßiger bis hoher Bodenfeuchte. Ein wenig Salz schadet nicht, bei Süßwasserkultur ist aber ebenfalls eine Haltung möglich. Rückschnitt abgestorbener Triebe fördert einen gepflegten Bestand. Für klassische trockene Sukkulentenschalen ist die Gattung meist ungeeignet.

Vermehrung von Sarcocornia

Sarcocornia kann über Aussaat, Teilung oder weiche Stecklinge vermehrt werden. Stecklinge bewurzeln am besten in feuchtem, sandigem Substrat. Teilstücke mit Wurzelansatz lassen sich im Frühjahr gut neu setzen. Die Aussaat gelingt bei gleichmäßiger Feuchtigkeit und viel Licht. Anders als klassische Trockensukkulenten darf das Substrat in der Anzucht nicht vollständig austrocknen.

Sarcocornia – Botanische Illustration der Vermehrung
Sarcocornia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig bis feucht Nein Nein Viel Nein Ruhig Nicht austrocknen lassen
Feb Wenig bis feucht Nein Nein Viel Nein Ruhig Salz wird toleriert
Mär Mäßig Leicht Ja Viel Nein Start Ideal zum Teilen
Apr Regelmäßig Nein Ja Viel Nein Wachstum Feuchte Standorte gut
Mai Regelmäßig Nein Ja Viel Nein Wachstum Volle Sonne wichtig
Jun Regelmäßig Nein Nein Viel Möglich Wachstum Wind unproblematisch
Jul Regelmäßig Nein Nein Viel Ja Wachstum Kübel nie staubtrocken
Aug Regelmäßig Nein Nein Viel Ja Wachstum Rötung möglich
Sep Regelmäßig Nein Ja Viel Ja Ausklang Noch aktiv
Okt Mäßig Nein Nein Viel Möglich Ruhiger Wassergaben senken
Nov Wenig Nein Nein Viel Nein Ruhig Standort offen halten
Dez Wenig Nein Nein Viel Nein Ruhig Nässe meist gut toleriert

Meine Erfahrungen mit Sarcocornia

Sarcocornia ist ein hübscher Sonderling aus der salzigen Ecke der Botanik. Anders als viele Sukkulenten mag sie keine totale Dürre, sondern eher gleichmäßige Feuchtigkeit bei guter Belichtung. Wer sie wie einen Wüstenkaktus behandelt, bekommt ziemlich schnell ein runzeliges Drama im Topf.

Beliebte Arten von Sarcocornia

Sarcocornia perennis

Bildet dichte, fleischige Bestände an salzigen Standorten.

Sarcocornia quinqueflora

Zeigt gegliederte Triebe und kompakte Polster.

Sarcocornia fruticosa

Wächst etwas strauchiger und ist aus Küstenhabitaten bekannt.

Sarcocornia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Schrumpelige Triebe Zu trocken gehalten Gleichmäßiger feucht kultivieren und Standort prüfen. Schwarze Stellen an der Basis

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Sarcocornia

Häufige Fragen

Ist Sarcocornia eine typische Trockensukkulente?

Nein, die Gattung ist zwar sukkulent, mag aber meist deutlich mehr Feuchtigkeit.

Braucht Sarcocornia Salz?

Nicht zwingend in jeder Kultur, sie verträgt Salz aber sehr gut.

Kann Sarcocornia draußen wachsen?

Ja, an sonnigen, feuchten und geschützten Stellen sehr gut.

Warum schrumpeln die Triebe?

Oft durch Austrocknung oder zu heiße, trockene Topfkultur.

Wie vermehrt man Sarcocornia?

Über Aussaat, Teilung oder Stecklinge.