Satyrium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Satyrium – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Satyrium

  • Botanischer Name: Satyrium
  • Gattung: Satyrium
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Vor allem Südafrika und tropisches bis subtropisches Afrika
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Schnittblume
  • Arten: Über 90 Arten
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Satyrium aus?

  • Blüte: Typisch sind aufrechte Blütenstände mit oft dicht stehenden, teils duftenden Blüten. Farblich kommen Weiß, Rosa, Rot, Orange und Gelbtöne vor, je nach Art auch auffällige zweifarbige Blüten.
  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Rot, Orange, Gelb, Zweifarbig
  • Blütezeit: September, Oktober, November, Dezember, Januar, Februar
  • Wuchsform: Zwiebelgewächs, Knollengewächs
  • Höhe: 50 cm – Je nach Art reicht die Höhe meist von etwa 20 bis 50 cm, einzelne Arten können mit Blütenstand auch höher werden.
  • Durchmesser: 18 cm – Die grundständigen Blätter und der Wurzelbereich beanspruchen oft etwa 10 bis 18 cm Durchmesser.

Die Satyrium-Pflege in Kurzform

    Hell bis sonnig, in sehr gut drainiertem Substrat kultivieren und während der Wachstumszeit regelmäßig gießen. Viele Arten brauchen nach der Blüte eine trockenere oder deutlich ruhigere Phase. Staunässe an Knollen und Wurzeln unbedingt vermeiden.

    Die Satyrium-Pflege im Detail

    Satyrium ist terrestrisch und benötigt ein lockeres, luftiges Substrat mit guter Drainage. Viele Arten mögen viel Licht und vertragen sogar sanfte Sonne, solange der Wurzelbereich nicht überhitzt. Während Austrieb, Blattwachstum und Blüte wird regelmäßig gegossen und schwach gedüngt. Nach der Blüte beginnt je nach Art eine ruhigere Phase, in der Wasser reduziert wird. Die Kunst liegt darin, weder aktive Pflanzen auszutrocknen noch ruhende Knollen zu vernässen. Ein kühleres, helles Umfeld in der Ruhephase kann die Entwicklung fördern.

    Vermehrung von Satyrium

    Satyrium wird hauptsächlich über Samen vermehrt, was sterile Bedingungen voraussetzt. Eine Teilung ist nur dann möglich, wenn mehrere kräftige Speicherorgane vorhanden sind und sich die Pflanze sicher aufteilen lässt. Nach dem Umtopfen oder Teilen sollte das Substrat nur leicht feucht gehalten werden, bis ein frischer Austrieb sichtbar wird. Besonders wichtig ist, die artspezifische Ruhezeit zu respektieren, damit neue Triebe und Blüten angelegt werden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Hauptzeit Viele Arten im Wachstum Kühlere Nächte oft günstig
    Feb Mäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Hauptzeit Viele Arten im Wachstum Gleichmäßig feucht halten
    Mär Mäßig Leicht Ja nach Blüte Hell bis sonnig Ausklang Langsam ruhiger Nach der Blüte beobachten
    Apr Weniger Nein Ja Hell Selten Ruhephase möglich Wasser reduzieren
    Mai Weniger Nein Nein Hell Selten Ruhephase möglich Knollen nicht vernässen
    Jun Trocken nach Art Nein Nein Hell Selten Ruhephase möglich Artabhängig fast trocken
    Jul Trocken nach Art Nein Nein Hell Selten Ruhephase möglich Ruhe beachten
    Aug Weniger Nein Nein Hell Beginn bei frühen Arten Austrieb vorbereiten Ersten Austrieb kontrollieren
    Sep Beginnend mehr Leicht Ja bei Austrieb Hell bis sonnig Möglich Mehr Wasser bei Austrieb Neu topfen möglich
    Okt Regelmäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Möglich Normale Kultur Licht maximieren
    Nov Regelmäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Hauptzeit Normale Kultur Auf Schnecken achten
    Dez Regelmäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Hauptzeit Normale Kultur Blüten stützen

    Meine Erfahrungen mit Satyrium

    Satyrium ist keine typische Dauerfeucht-Orchidee für die Fensterbank. Viele Arten folgen einem saisonalen Rhythmus und reagieren empfindlich, wenn in der Ruhephase zu viel gegossen wird. Umgekehrt dürfen aktive Pflanzen im Wachstum nicht austrocknen. Wer den Rhythmus aus Austrieb, Wachstum, Blüte und Ruhe beobachtet, kommt meist besser zurecht als mit pauschalen Gießregeln.

    Beliebte Arten von Satyrium

    Satyrium carneum

    Trägt dichte Blütenstände in kräftigen Rosa- bis Purpurtönen.

    Satyrium coriifolium

    Ist für auffällige, teils leuchtend gefärbte Blüten bekannt.

    Satyrium bicorne

    Gehört zu den markanten Arten mit typischem doppelspornigem Blütenbau.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Faulende Knollen oder Wurzeln Zu nasse Ruhephase oder zu dichter Boden In sehr gut drainiertes Substrat setzen und außerhalb des Wachstums sparsamer gießen Kein Austrieb nach der Ruhe

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Satyrium

    Häufige Fragen

    Ist Satyrium eine Erdorchidee?

    Ja, Satyrium wächst terrestrisch und bildet unterirdische Speicherorgane.

    Braucht Satyrium eine Ruhezeit?

    Viele Arten ja, die Ausprägung ist jedoch je nach Art unterschiedlich stark.

    Wie viel Licht ist sinnvoll?

    Sehr hell bis sonnig, sofern das Substrat gut drainiert ist.

    Warum fault Satyrium so schnell?

    Meist wird in der Ruhephase zu viel gegossen oder das Substrat ist zu dicht.

    Ist Satyrium für Anfänger geeignet?

    Eher nur mit etwas Erfahrung bei saisonal wachsenden Erdorchideen.