Sceletium – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Sceletium – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Sceletium

Sceletium ist eine südafrikanische Sukkulentengattung mit kriechendem bis buschigem Wuchs und dekorativen, margeritenartigen Blüten. Die Pflanzen mögen viel Licht, lockeres Substrat und eine vorsichtige Wasserführung.
  • Botanischer Name: Sceletium
  • Trivialname: Kanna
  • Gattung: Sceletium
  • Familie: Aizoaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Sceletium stammt aus Südafrika, besonders aus trockenen bis saisonal trockenen Küsten- und Binnenregionen. Die Pflanzen wachsen dort auf sandigen oder steinigen Böden mit viel Licht und rascher Abtrocknung.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Wenige anerkannte Arten
  • Preis: 8–25 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Sceletium aus?

Sceletium – Botanische Detailillustration
Sceletium – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind strahlenförmig und erscheinen häufig in Weiß, Gelb oder zart rosa Tönen. Bei guten Bedingungen blühen ältere Pflanzen recht zuverlässig.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Pink
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Strauch, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 20 cm – Sceletium bleibt meist niedrig bis locker aufrecht und erreicht in Kultur oft etwa 10 bis 20 cm Höhe.
  • Durchmesser: 35 cm – Die Pflanzen können mit der Zeit ungefähr 20 bis 35 cm Breite erreichen.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Sceletium-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben, Trauermücken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Sceletium hell, warm und in lockerem, sandigem Substrat kultivieren. Nur mäßig gießen und zwischen den Wassergaben gut abtrocknen lassen. Im Winter heller und etwas trockener halten.

Die Sceletium-Pflege im Detail

Sceletium bevorzugt viel Licht und ein durchlässiges Substrat mit mineralischem Anteil. Gegossen wird mäßig, aber nicht ständig. Das Substrat darf zwischen den Wassergaben deutlich abtrocknen. Gedüngt wird in der warmen Jahreszeit sparsam. Ein Rückschnitt fördert buschigeren Wuchs. Im Winter stehen die Pflanzen hell und werden zurückhaltender gegossen. Dauerhafte Dunkelheit oder schwere Erde sind die häufigsten Kulturfehler.

Vermehrung von Sceletium

Sceletium wird häufig über Stecklinge vermehrt. Junge, gesunde Triebe werden geschnitten, einige Tage angetrocknet und dann in lockeres, eher trockenes Substrat gesetzt. Auch Aussaat ist möglich, braucht aber mehr Geduld. Während der Bewurzelung ist Zurückhaltung beim Gießen wichtig. Zu nasses Substrat führt schnell zu Fäulnis an der Schnittstelle.

Sceletium – Botanische Illustration der Vermehrung
Sceletium – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Fast trocken
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Nicht dunkel halten
Mär Wenig Leicht Ja Hell bis sonnig Nein Start Stecklinge möglich
Apr Mäßig Leicht Ja Hell bis sonnig Möglich Wachstum Luftig kultivieren
Mai Mäßig Leicht Ja Hell bis sonnig Ja Wachstum Nicht vernässen
Jun Mäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Ja Wachstum Schwach düngen
Jul Mäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Ja Wachstum Bei Hitze gut lüften
Aug Mäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Ja Wachstum Schnitt möglich
Sep Wenig Nein Ja Hell bis sonnig Möglich Ausklang Wassergaben senken
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Fast trocken
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Hell halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Ruhiger Zu warme Nässe vermeiden

Meine Erfahrungen mit Sceletium

Sceletium wächst erstaunlich willig, wenn der Topf nicht permanent nass ist. In heller Kultur bleibt der Wuchs kompakter, während dunklere Standorte zu längeren Trieben führen. Die Gattung mag es luftig und locker. Zu schwere Erde macht aus einer interessanten Sammelpflanze schnell ein fauliges Lehrstück.

Beliebte Arten von Sceletium

Sceletium tortuosum

Ist die bekannteste Art und wird häufig kultiviert.

Sceletium expansum

Zeigt einen flacheren, ausgebreiteten Wuchs.

Sceletium emarcidum

Wirkt etwas zarter und bleibt ebenfalls niedrig.

Sceletium – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche Triebe Zu viel Wasser Substrat stärker abtrocknen lassen und mineralischer kultivieren. Lange, blasse Triebe

Sceletium kaufen

Hier findest du zuverlässige Bezugsquellen in Partner-Shops.

  • Sceletium bei Amazon *
    Aktuelle Preise & Verfügbarkeit direkt bei Amazon

Hinweis: Bei externen Links mit * erhalte ich ggf. eine kleine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Sceletium

Häufige Fragen

Ist Sceletium pflegeleicht?

Mit sehr hellem Platz und zurückhaltendem Gießen ja, ganz anspruchslos ist die Gattung aber nicht.

Wie oft wird Sceletium gegossen?

Mäßig und nur nach deutlicher Abtrocknung des Substrats.

Braucht Sceletium volle Sonne?

Viel Licht ist wichtig, volle Sonne wird nach Gewöhnung meist gut vertragen.

Kann man Sceletium über Stecklinge vermehren?

Ja, das ist eine der einfachsten Methoden.

Warum wird Sceletium weich?

Meist durch zu viel Wasser oder zu schwere Erde.