Schlechterella ist ein klassisches Sammlerstück: selten, eigensinnig und mit null Interesse an übertriebenem Gießverhalten. Wer warm, hell und luftig kultiviert, hat die besten Karten. Die größten Probleme entstehen fast immer im Wurzelbereich, wenn Feuchtigkeit zu lange im Topf stehen bleibt.
Schlechterella – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Schlechterella
Schlechterella ist eine seltene, kaum verbreitete Gattung aus dem Umfeld sukkulenter Apocynaceae. In Kultur gilt sie als Spezialität für Sammler, die warme, helle und sehr luftige Bedingungen bieten können.- Botanischer Name: Schlechterella
- Trivialname: Schlechterella
- Gattung: Schlechterella
- Familie: Apocynaceae
- Ordnung: Gentianales
- Herkunft: Schlechterella stammt aus trockenen Regionen des südlichen Afrikas. Die Pflanzen wachsen dort in gut drainierten, steinigen Böden mit viel Licht und ausgeprägten Trockenphasen.
- Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
- Arten: Sehr wenige anerkannte Arten
- Preis: 20–70 €
- Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
- Giftig: Ja
Wie sehen Schlechterella aus?


- Blüte:
Die Blüten sind eher klein, aber für Sammler botanisch interessant. Je nach Art und Kultur erscheinen helle bis grünlich-cremefarbene Töne, teils mit feiner Zeichnung.
- Blütenfarben: Grün, Creme, Sonstige
- Blütezeit: Juni, Juli, August
- Wuchsform: Strauch, Kletternd
- Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
- Höhe: 60 cm – Schlechterella bleibt in Kultur oft überschaubar, kann mit rankenden oder aufstrebenden Trieben aber etwa 30 bis 60 cm erreichen.
- Durchmesser: 30 cm – Der Platzbedarf liegt je nach Führung der Triebe oft bei etwa 20 bis 30 cm Breite.
Die Schlechterella-Pflege in Kurzform
- Licht (Sommer): Volle Sonne
- Licht (Winter): Vollsonne
- Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
- Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
- Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
- Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
- Schwierigkeit: Schwer
- Dünger (Häufigkeit): Monatlich
- Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
- Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
- Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
- Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein
Schlechterella sehr hell, warm und extrem luftig halten. Nur vorsichtig gießen und das Substrat zwischen den Wassergaben gut austrocknen lassen. Im Winter deutlich trockener und niemals kalt kultivieren.
Die Schlechterella-Pflege im Detail
Schlechterella bevorzugt einen sehr hellen Platz mit viel Wärme und Luftbewegung. Das Substrat sollte stark mineralisch und schnell abtrocknend sein. Gegossen wird in der warmen Jahreszeit mäßig, aber immer erst nach deutlicher Trockenphase. Gedüngt wird nur schwach. Im Winter steht die Pflanze heller und trockener, ohne auskühlende Nässe. Bei rankendem Wuchs kann eine kleine Stütze sinnvoll sein. Umtopfen nur vorsichtig und möglichst zu Beginn einer aktiven Phase.
Vermehrung von Schlechterella
Schlechterella wird meist über Aussaat und in Einzelfällen über Stecklinge vermehrt. Samen benötigen Wärme, Licht und ein sehr luftiges, keimfähiges Substrat. Stecklinge sollten gründlich abtrocknen, bevor sie in trockenes Substrat kommen. Die Bewurzelung ist nicht immer schnell oder sicher. Entsprechend ist Geduld wichtiger als Aktionismus.


Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Sehr wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Sehr trocken | Nicht auskühlen lassen |
| Feb | Sehr wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Sehr trocken | Wurzeln trocken halten |
| Mär | Wenig | Nein | Ja | Sehr hell | Nein | Start | Erst warm starten |
| Apr | Mäßig | Leicht | Ja | Sehr hell | Möglich | Wachstum | Sehr luftig kultivieren |
| Mai | Mäßig | Leicht | Ja | Sehr hell | Möglich | Wachstum | Nicht überdüngen |
| Jun | Mäßig | Leicht | Nein | Sehr hell | Ja | Wachstum | Rankhilfe möglich |
| Jul | Mäßig | Leicht | Nein | Sehr hell | Ja | Wachstum | Schädlingskontrolle |
| Aug | Mäßig | Leicht | Nein | Sehr hell | Ja | Wachstum | Keine Staunässe |
| Sep | Wenig | Nein | Ja | Sehr hell | Möglich | Ausklang | Wasser senken |
| Okt | Wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Ruhiger | Warm überwintern |
| Nov | Sehr wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Ruhiger | Auf Wollläuse achten |
| Dez | Sehr wenig | Nein | Nein | Hell | Nein | Ruhiger | Hell halten |
Meine Erfahrungen mit Schlechterella
Beliebte Arten von Schlechterella
Schlechterella africana
Gilt als die bekannteste Art der Gattung.
Schlechterella sp.
Wird gelegentlich nur als Sammlerklon ohne sichere Zuordnung geführt.
Schlechterella Jungpflanzen
Sind selten im Handel und wachsen anfangs oft langsam.

Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Schwarze Triebabschnitte | Kalte Nässe oder Pilzbefall | Geschädigte Partien entfernen und trockener, wärmer kultivieren. Ausbleibender Neuaustrieb |
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Wird ähnlich gepflegt wie Schlechterella
Häufige Fragen
Ist Schlechterella für Anfänger geeignet?
Nein, die Gattung ist eher etwas für erfahrene Sammler.
Wie oft muss Schlechterella gegossen werden?
Nur vorsichtig und erst nach guter Abtrocknung des Substrats.
Braucht Schlechterella Wärme im Winter?
Ja, kalte Nässe sollte unbedingt vermieden werden.
Warum ist Schlechterella so selten?
Die Gattung ist botanisch klein und nur selten in Kultur verfügbar.
Kann man Schlechterella vermehren?
Ja, meist über Aussaat, Stecklinge sind schwieriger.
