Sedum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Sedum – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Sedum

Sedum ist eine sehr artenreiche Gattung sukkulenter Pflanzen, die von polsterbildenden Bodendeckern bis zu aufrechten Stauden reicht. Die meisten Arten sind robust, sonnenliebend und ausgesprochen vielseitig im Garten, Topf oder Steingarten einsetzbar.
  • Botanischer Name: Sedum
  • Trivialname: Fetthenne
  • Gattung: Sedum
  • Familie: Crassulaceae
  • Ordnung: Saxifragales
  • Herkunft: Sedum kommt in großen Teilen der Nordhalbkugel vor, darunter Europa, Asien und Nordamerika. Viele Arten wachsen in trockenen, steinigen oder flachgründigen Standorten mit intensiver Sonne.
  • Verwendungszwecke: Terrasse, Steingarten, Felsengarten, Freiland, Bodenbedecker
  • Arten: Mehrere hundert Arten
  • Preis: Sedum ist meist sehr günstig erhältlich, vor allem gängige Gartenarten und Bodendeckerformen.
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Nein

Wie sehen Sedum aus?

Sedum – Botanische Detailillustration
Sedum – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Sedum blüht meist sternförmig in dichten Blütenständen. Die Farben reichen häufig von Weiß über Gelb bis Rosa und Rot, bei vielen Gartenformen sehr reich und insektenfreundlich.

  • Blütenfarben: Weiß, Gelb, Rot, Pink, Creme
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Rosette, Polster, Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 40 cm – Je nach Art reicht die Wuchshöhe von wenigen Zentimetern bei Teppich-Sedum bis zu rund 40 cm oder mehr bei aufrechten Fetthennen.
  • Durchmesser: 50 cm – Polsterbildende oder horstige Sedum können sich im Laufe der Zeit auf 20 bis 50 cm und mehr ausbreiten.

Die Sedum-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Stark frosthart (unter -10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Langzeit-/Depotdünger
  • Vermehrung: Stecklinge, Teilung, Blattstecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schnecken
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Nährstoffmangel, Pilzkrankheiten allgemein

Sedum liebt Sonne, durchlässigen Boden und eher sparsame Wassergaben. Die meisten Arten sind sehr robust und mögen es mager statt fett. Staunässe ist das größte Problem, während Trockenheit meist gut vertragen wird.

Die Sedum-Pflege im Detail

Sedum ist ideal für alle, die eine pflegeleichte Sukkulente für draußen suchen. Wichtig ist vor allem ein sehr gut drainierter Standort. Schwere, nasse Böden sollten mit mineralischen Anteilen verbessert werden. Im Topf genügt ein lockeres, eher mageres Substrat. Gegossen wird nur bei längerer Trockenheit oder in Kübeln etwas regelmäßiger. Eine starke Düngung ist nicht nötig und führt oft zu mastigem, instabilem Wuchs. Viele Arten sind winterhart, besonders ausgepflanzt in drainierter Erde. In Schalen oder Töpfen sollte Winterfeuchte trotzdem nicht völlig ungebremst stehen bleiben.

Vermehrung von Sedum

Sedum lässt sich ausgesprochen leicht vermehren. Viele Arten bewurzeln aus Kopf- oder Triebstecklingen fast von selbst, wenn diese in lockeres, leicht trockenes Substrat gesteckt werden. Auch Blattstecklinge funktionieren bei etlichen Arten gut. Horstbildende Sedum können zusätzlich durch Teilung vermehrt werden, idealerweise im Frühjahr oder frühen Herbst. Aussaat ist möglich, spielt aber im Gartenalltag meist eine geringere Rolle als die vegetative Vermehrung, weil Stecklinge schneller und sortenecht zum Ziel führen.

Sedum – Botanische Illustration der Vermehrung
Sedum – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Vollsonnig Ruhe Draußen robust Staunässe vermeiden
Feb Wenig Nein Nein Vollsonnig Ruhe Draußen robust Kaum Pflege nötig
Mär Wenig Leicht Ja Vollsonnig Austrieb Abgestorbene Triebe entfernen Alte Horste teilen
Apr Mäßig Leicht Ja Vollsonnig Austrieb Neupflanzung möglich Lockerer Boden ideal
Mai Mäßig Nein Ja Vollsonnig Vorbereitung Normal kultivieren Nicht überdüngen
Jun Mäßig Nein Nein Vollsonnig Blütebeginn Trockenstress meist unkritisch Volle Sonne fördert Farbe
Jul Mäßig Nein Nein Vollsonnig Blüte Bei Topfkultur etwas achten Gut drainieren
Aug Mäßig Nein Nein Vollsonnig Blüte Normal kultivieren Bienenfreundlich
Sep Wenig Nein Ja Vollsonnig Blüte Teilung möglich Viele Arten sehr robust
Okt Wenig Nein Nein Vollsonnig Samenstände Rückschnitt möglich Samenstände dekorativ
Nov Wenig Nein Nein Vollsonnig Ruhe Winterruhe Laub je nach Art einziehen
Dez Wenig Nein Nein Vollsonnig Ruhe Winterruhe Frost meist unproblematisch

Meine Erfahrungen mit Sedum

Sedum ist eine herrlich unkomplizierte Gattung. Viel Sonne, ein magerer Boden und etwas Gelassenheit bringen meist bessere Ergebnisse als ständiges Verwöhnen. Besonders in zu nährstoffreicher oder zu nasser Erde werden die Pflanzen weich und kippen leichter auseinander. In trockenen Beeten, Mauerkronen, Schalen oder Trögen zeigen viele Arten dagegen ihre beste Form und blühen zuverlässig.

Beliebte Arten von Sedum

Sedum acre

Ist ein sehr niedriges, gelb blühendes Teppich-Sedum für trockene Flächen.

Sedum album

Bildet dichte Polster und färbt sich bei Sonne oft rötlich.

Sedum spurium

Ist ein robuster Bodendecker mit vielen Gartensorten.

Sedum kamtschaticum

Zeigt gelbe Blüten und eignet sich gut für Steingärten.

Sedum spectabile

Ist als hohe Fetthenne mit großen Blütenschirmen sehr beliebt.

Sedum – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Triebe Staunässe oder zu schwerer Boden Drainage verbessern und betroffene Teile entfernen Auseinanderfallender Wuchs

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Sedum

Häufige Fragen

Ist Sedum winterhart

Viele Arten sind sehr gut winterhart, besonders im Gartenbeet.

Kann Sedum im Topf wachsen

Ja, sehr gut, solange das Substrat durchlässig ist.

Wie oft muss Sedum gegossen werden

Nur sparsam. Im Beet oft fast gar nicht, im Topf bei längerer Trockenheit.

Braucht Sedum Dünger

Nur wenig. Zu viel Dünger macht den Wuchs weich.

Wie vermehrt man Sedum am einfachsten

Meist über Stecklinge oder Teilung.