Seegeriella – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Seegeriella – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Seegeriella

  • Botanischer Name: Seegeriella
  • Trivialname: Seegeriella-Orchidee
  • Gattung: Seegeriella
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Westliches Südamerika, vor allem Peru und Bolivien, teils angrenzende Andenregionen.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Fensterbank
  • Arten: Wenige Arten
  • Preis: Seltene Gattung, meist kein stabiler Marktpreis.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Seegeriella aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein bis mittelgroß, meist hell gefärbt und zart gebaut. Je nach Art können Weiß, Creme, Gelb oder sanfte Mehrfarbigkeit auftreten.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Gelb, Mehrfarbig
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Pseudobulben
  • Höhe: 18 cm – Je nach Art erreichen die Pflanzen meist etwa 10 bis 18 cm Höhe, Blütenstände können darüber hinausreichen.
  • Durchmesser: 20 cm – Kleinere Horste können mit der Zeit etwa 15 bis 20 cm Breite einnehmen.

Die Seegeriella-Pflege in Kurzform

    Seegeriella braucht einen hellen, luftigen Standort ohne harte Mittagssonne, ein lockeres Orchideensubstrat und mäßige, gleichmäßige Feuchtigkeit. Im Winter wird etwas sparsamer gegossen. Hohe Luftfeuchte und gute Luftbewegung sind wichtig.

    Die Seegeriella-Pflege im Detail

    Die Kultur von Seegeriella orientiert sich an kleinen epiphytischen Andenorchideen. Ein heller Platz mit gefiltertem Licht ist ideal, direkte Mittagssonne sollte vermieden werden. Die Temperaturen liegen am besten im intermediären Bereich, mit leicht kühleren Nächten. Als Substrat eignet sich feine bis mittlere Rinde mit etwas Sphagnum, damit die Wurzeln gleichmäßig, aber nicht dauerhaft nass bleiben. Gegossen wird regelmäßig während des Wachstums, im Winter etwas zurückhaltender. Gedüngt wird schwach mit Orchideendünger. Umtopfen erfolgt nur bei Bedarf und vorzugsweise bei beginnender Wurzelaktivität. Gute Luftbewegung ist entscheidend, um Fäulnis und Pilzbefall zu vermeiden.

    Vermehrung von Seegeriella

    Seegeriella wird in Kultur am ehesten durch Teilung älterer, kräftiger Horste vermehrt. Jede Teilung sollte mehrere gesunde Triebe und aktive Wurzeln besitzen. Die frisch geteilten Pflanzen werden in luftiges, feuchtigkeitsausgleichendes Orchideensubstrat gesetzt und zunächst vorsichtig gegossen. Eine Aussaat ist nur unter sterilen Bedingungen möglich und für Hobbykultur kaum praktikabel.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Schwach Nur bei Bedarf Hell gefiltert Selten Etwas kühler möglich Nicht zu nass
    Feb Mäßig Schwach Nur bei Bedarf Hell gefiltert Selten Etwas kühler möglich Luftbewegung
    Mär Etwas mehr Alle 4 Wochen Guter Zeitpunkt Hell gefiltert Möglich Mild Austrieb beobachten
    Apr Regelmäßig Alle 3 bis 4 Wochen Guter Zeitpunkt Sehr hell ohne Mittagssonne Häufiger Mild Mehr Wasser
    Mai Regelmäßig Alle 3 bis 4 Wochen Gut möglich Sehr hell ohne Mittagssonne Hauptzeit Mild bis warm Regelmäßig kontrollieren
    Jun Regelmäßig Alle 3 bis 4 Wochen Möglich Sehr hell ohne Mittagssonne Hauptzeit Mild bis warm Blütentriebe schonen
    Jul Regelmäßig Alle 3 bis 4 Wochen Eher vermeiden Hell gefiltert Hauptzeit Mild bis warm Hitzestau vermeiden
    Aug Regelmäßig Alle 3 bis 4 Wochen Eher vermeiden Hell gefiltert Nachblüte Mild bis warm Schädlingskontrolle
    Sep Mäßig Alle 4 Wochen Möglich Hell gefiltert Vereinzelt Mild Düngung reduzieren
    Okt Mäßig Schwach Guter Zeitpunkt Hell gefiltert Selten Mild Abtrocknung zulassen
    Nov Etwas weniger Kaum Nur im Notfall Hell gefiltert Selten Etwas trockener Kühler und heller
    Dez Etwas weniger Kaum Nur im Notfall Hell gefiltert Selten Etwas trockener Staunässe vermeiden

    Meine Erfahrungen mit Seegeriella

    Seegeriella dürfte sich ähnlich wie andere kleine andine Epiphyten kultivieren lassen: hell, luftig, mit gleichmäßiger, aber nicht übertriebener Feuchte. Pflanzen reagieren wahrscheinlich empfindlich auf altes, zersetztes Substrat und auf stehende Nässe an den Wurzeln. Bei etwas kühleren Nächten und heller Haltung lassen sich Blüten am ehesten anregen. Wegen der Seltenheit sollte man Kulturwechsel vorsichtig und nicht zu häufig durchführen.

    Beliebte Arten von Seegeriella

    Seegeriella pinifolia

    Typische Art mit schmalem Laub und feinem, epiphytischem Habitus.

    Seegeriella crothersii

    Seltene Andenart mit zierlicher Blüte und botanischem Sammlerwert.

    Seegeriella senghasiana

    Kleine epiphytische Art aus dem westlichen Südamerika.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Wurzeln faulen Zu häufiges Gießen oder zersetztes Substrat Substrat erneuern und die Gießabstände besser anpassen. Blüte bleibt aus

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Seegeriella

    Häufige Fragen

    Ist Seegeriella häufig im Handel?

    Nein, die Gattung ist selten und meist nur bei Spezialisten zu finden.

    Wie hell sollte Seegeriella stehen?

    Sehr hell, aber ohne harte direkte Mittagssonne.

    Braucht Seegeriella eine kühle Ruhezeit?

    Eine ausgeprägte Ruhezeit nicht, aber etwas kühlere Nächte und weniger Wasser im Winter sind sinnvoll.

    Wie wird Seegeriella vermehrt?

    In Kultur vor allem durch Teilung größerer Horste.

    Woran scheitert die Kultur am häufigsten?

    Meist an altem, nassem Substrat und zu wenig Luftbewegung.