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Sempervivum – Allgemeine Informationen

Diese Gattung mit etwa 40 immergrünen, ausdauernden, sukkulenten Arten ist in Europa und Westasien heimisch. Fast alle produzieren kleine gelbe, rosa oder weiße sternförmige Blüten, doch die eigentliche Besonderheit der Pflanzen sind ihre schönen, symmetrischen Blattrosetten, die sich zu dichten Polstern ausbreiten und sie zum idealen Bewuchs für Steingärten, Mauern und Hänge machen. Wie alle Sukkulenten vertragen sie Trockenheit sehr gut. Ihren Namen verdanken sie einem alten römischen Aberglauben, demzufolge Hexen mit ihrem Besen nicht auf einem Dach landen können, auf dem die Hauswurz wächst.

Sempervivum – Pflege und Vermehrung

Immer eine interessante Pflanze und relativ leicht im Container oder im Steingarten zu züchten, aber sie verträgt keinen Winter. Das „Spinnennetz“ fängt den Regen auf und hält ihn fest, so dass die Fäulnis sich wahrscheinlich einstellt. Frost-Toleranz: Mindestens bis -12°C (oder weniger) winterhart. Nach der Blüte und der Aussaat stirbt die Pflanze ab, aber es gibt viele Versätze, die ihren Platz einnehmen. Sie braucht volle Sonne bis zu leichtem Schatten und verträgt Schatten, aber ein sonniger Standort ist am schönsten, obwohl sie in wärmeren Klimazonen vor zu viel Sonne geschützt werden muss, da sie nicht sehr hitzeverträglich ist.
Erfordert eine gut dränierte sukkulente Bodenmischung. Sie benötigt wenig Wasser und könnte bei zu häufigem Gießen verfaulen. Während der Wachstumssaison werden die Pflanzen gegossen und leicht getrocknet, bevor sie wieder gegossen werden. Obwohl sie viel Trockenheit vertragen können, scheinen sie mit regelmäßiger (aber gemäßigter) Bewässerung besser zurechtzukommen. Während der Wintermonate werden die Pflanzen nur sehr wenig gegossen.
Im Freien breitet sie sich durch schmale Standorte zwischen Steinen aus. Sie bevorzugt keine reiche lehmige Erde; kiesige Erde mit Erbsenkies passt zu ihr. Überschüssige Feuchtigkeit kann die Pflanze im Winter beschädigen, und sie wird davon profitieren, wenn sie in den Schutz des Gewächshauses oder des Kühlhauses gebracht wird.
Vermehrung: Wird sehr leicht durch Teilung größerer Pflanzen oder durch Ableger vermehrt.

Sempervivum – Arten

Sempervivum tectorum – Dachwurz

Herkunft und Lebensraum: Sein Ursprungsland ist unbekannt; er ist jedoch in vielen Teilen Mitteleuropas auf dem Balkan auf Felsen als Lithophytikum und auf den Dächern von Gebäuden verbreitet.
Beschreibung: Sempervivum tectorum ist das bekannteste kultivierte Sempervivum sehr variabel und lässt sich leicht mit vielen anderen Arten für neue Sorten kreuzen. Es gibt sogar Zwerg-, Monster- und Kamm-Formen, und sie alle hybridisieren. Es ist eine sehr variable Art, die unzählige morphologische und lokale Formen umfasst. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Rosettengröße, der Farbe, der Anzahl und Länge der Blätter und der Länge des Blütenstandes.
Standort: Kleine, immergrüne, mehrjährige Sukkulenten, die in sehr dichten Rosetten mit ausladenden Absetzungen wachsen. Sie bildet Matten mit einem Durchmesser von bis zu 50 cm (oder mehr).
Rosetten: 2-8 cm (selten bis 18 cm) im Durchmesser, flach und offen.
Die Blätter: Verkehrt eiförmig-lanzettlich, unbehaart, aber am Rand wimpernförmig, scharf spitz zulaufend, sehr fleischig, hell- bis dunkelgrün, manchmal rotbraun oder violett, am Grund rot oder weiß und häufig mit violettbrauner Spitze.
Ausläufer: bis zu 4 cm, kräftig, rötlich.
Wurzeln: Sie hat eine mehrjährige faserige Wurzel Wurzelblätter in Form einer vollblühenden Doppelrose.
Blütezeit: Blühender Stängel stämmig, aufrecht von 20-40 cm (selten bis 50 oder mehr cm) Höhe, rund, fleischig mit abwechselnd lanzettlichen, dünneren Blättern darauf von rötlicher Farbe (nur die oberen Stängelblätter sind an der Oberfläche behaart), an der Spitze verzweigt und bilden eine Art große und flache Doldentraube, wobei die Zweige sich ausbreiten und zurückbiegen. Blüten pro Doldentraube 40 bis 100.
Blüten: In Büscheln, jeder ca. 2,5 cm breit, aufrecht, behaart, fleischfarben. Blütenblätter 12-16, stumpfes Rosa oder Violett. Staubbeutel orange-bräunlich. Sempervivum tectorum zeigt fast ständig das einzigartige Phänomen, dass Staubbeutel (des inneren Wirtels der Staubblätter) steril sind und statt Pollen Teppiche (Eizellen) tragen.
Blütezeit: Sommer, der bis in den Frühherbst andauert. Die blühende Rosette stirbt dann nach dem Setzen der Samen ab.

Sempervivum calcareum

Herkunft und Lebensraum: Südwestliche Alpen von Triora in Italien bis zum Devoluy-Massiv, nördlich von Gap in Frankreich.
Höhenunterschied: 500-1600 Meter über dem Meeresspiegel.
Lebensraum: Sempervivum calcareum ist eine Steinbrechpflanze, die Felsen und steinige Gebiete besiedelt und normalerweise auf Kalksteinfelsen (oder kalkhaltig, daher der Name) vorkommt, aber nur selten auf kieselhaltigen Substraten zu finden ist. Daher kalkhaltig, aber nicht streng kalkhaltig. Sie wächst verstreut in vielen kleinen, isolierten Populationen, aber die Entfernungen, die sie trennen, reichen nicht aus, um den genetischen Fluss von einer zur anderen vollständig zu blockieren. S. calcareum ist eine ausgesprochen xerophile, heliophile und thermophile Pflanze (viel thermophiler als Sempervivum tectorum), die auch in niedrig gelegenen Gebieten mit einem sengenden Klima volle Sonneneinstrahlung bevorzugt. Einige seiner Standorte sind echte „Sonnenöfen“, wo die Hitze so hoch ist, dass nur wenige andere Hauswurz überleben würden: Unter den westlichen Hauswurz ist S. calcareum die Art, die der sommerlichen Hitze besser widersteht.

Beschreibung: Sempervivum calcareum ist eine große, sehr beliebte und schöne Art mit Rosetten aus blaugrünen Blättern, die mit lebhaftem Mahagoni bestückt sind. Diese Pflanze wird oft unter dem Namen S. californicum in Gärten angebaut. Eine Sorte des Gewöhnlichen Hauswurz wird auch unter diesem Namen angebaut. Einige Lieblingssorten sind ‚Mrs. Giuseppe, die bezaubernde ‚Pink Pearl‘ und ‚Sir William Lawrence‘.
Wuchsform: Es handelt sich um eine immergrüne, mehrjährige Sukkulente, die in dichten, regelmäßigen und sehr dichten Rosetten wächst, die sich seitlich ausdehnen, indem sie reichlich und kurze Ausläufer bilden, die jeweils mit einer Rosette enden; diese Ausläufer sind fast unsichtbar, da sie von den Rosetten verdeckt werden. Wenn die Rosetten reif sind, produzieren die Rosetten im Jahr der Blüte keine Ausläufer. Sie bilden sehr kompakte Matten mit einem Durchmesser von bis zu 50 cm (oder mehr).
Rosetten: 5-15 cm (selten mehr) im Durchmesser, gemästet, kugelförmig, manchmal eingedrückt. Die Blätter sind zahlreich, dicht überlappend (mehr als Sempervivum tectorum). Trockene Blätter bilden an der Basis eine dicke und harte Schicht. Jede Rosette ist streng monokarpisch und stirbt nach der Blüte ab, wie bei allen Hauswurzeln, aber sie wird im Büschel bald durch die im Jahr zuvor entstandenen Versätze ersetzt.
Die Blätter: Breit, dick, starr, mit spitz zulaufender Spitze, hart und ziemlich stachelig, auch an ausgewachsenen Pflanzen behaart, aber die Haare sind sehr klein, so dass das Blatt kahl aussieht. Sie sind am unteren Ende graugrün bis blaugrün, am oberen Teil mit einem gut ausgeprägten, kontrastierenden, purpurbraunen Fleck mit deutlichem Rand auf beiden Seiten der Blätter markiert. Die Blattränder sind von einer Reihe nicht drüsenförmiger Flimmerhärchen gesäumt. Die abgestorbenen Blätter behalten teilweise ihre ursprüngliche Festigkeit und sind deutlich faltig, wie Rosinen, und zerfallen dann sehr langsam.
Blütenstand (panaschierte Cymes): Terminal, kleiner als die des Kleinen Hauswurz (Sempervivum tectorum). Blütenstiel 15 bis 25 cm hoch, rötlich-purpur, aufrecht, minarettartig mit sehr kurzen Seitenzweigen, ziemlich an den Hauptstiel gepresst.
Blüten: Aktinomorph, eher klein, 4-16 mm Durchmesser, ausgesprochen polymorph (ein Dutzend Blütenteilungen, aber die Anzahl ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich). Die Blumenkrone ist weit geöffnet, mit ziemlich schmutzig-weißen oder rosafarbenen, linearen Blütenblättern, die durch dicke und starre Kelchblätter getrennt sind, die zwischen den Blütenblättern eingefügt sind. Die Basis der Blütenblätter ist sichtbar purpurrot. Die Staubfäden sind purpurrot, kahl.
Blütezeit: Blüht im Spätsommer (Juli-August am Standort), aber es werden nur selten Blüten produziert.

Sempervivum arachnoideum – Spinnweb Hauswurz

Dem Geflecht weißer Härchen, das die Rosetten aus grünen, dreieckigen Blätter bedeckt, verdankt diese Art ihren Namen. Sie wird knapp 2,5 cm hoch und bis zu 60 cm breit und bringt den ganzen Sommer hindurch entständige rosa bis rote Blütenbüschel hervor. Diese Sukkulente ist weitverbreitet und in der Natur variabel; es ist die einzige Art mit spinnwebenartigen Haaren von den Blattspitzen über den ganzen Scheitel. Die Haare sind im Sommer am stärksten ausgebildet und können im Winter verschwinden.
Höhe: 2,5 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. -15°C

Sempervivum x fauconnetti

Diese kleine, rosettenbildende Hybride breitet sich nur 5 cm aus. Charakteristisch sind die spinnwebartigen Härchen, von denen sie bedeckt ist. Im Frühjahr erscheinen rosafarbene, sternförmige Blüten.

Sempervivum x funckii

Die etwas über 3 cm breiten Rosetten dieser Pflanze bestehen aus Blättern mit behaarten Rändern. Die rosa bis rotvioletten Blüten werden im Sommer an bis zu 20 cm langen Stengeln gebildet.

Sempervivum „Oddity“

Die in den USA zufällig gezogene Hybride wird wegen ihrer ungewöhnlichen Blätter geschätzt, die im Sommer violette Spitzen haben und an Echeveria erinnern. Blühend unbekannt.
Höhe: 2,5 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. -15 °C

Sempervivum „Emerson’s Giant“

Im Sommer färben sich die grünen, schuppenartigen Blätter der symmetrischen Rosette rötlich-violett.
Höhe: 2,5 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. -15 °C

Sempervivum „Bellot’s Pourpre“

Die dichtstehenden Blätter dieser Hybride sind in sommerlicher Hitze rot überhaucht, schließlich tiefviolett. Wie alle mit weichen Härchen besetzten Arten im Winter vor feuchter Kälte schützen.
Höhe: 2,5 cm
Breite: 60 cm
Temperatur: mind. -15 °C

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