Setaria – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Setaria

  • Botanischer Name: Setaria
  • Trivialname: Borstenhirsen
  • Gattung: Setaria
  • Familie: Poaceae
  • Ordnung: Poales
  • Herkunft: Kosmopolitisch in tropischen, subtropischen und gemäßigten Regionen.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Hochbeet, Schnittblume, Solitärpflanze
  • Arten: 137
  • Preis: Etwa 2 bis 8 € für Saatgut; ausgewählte Zier- oder Futterpflanzen können teurer sein.
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Nein

Wie sehen Setaria aus?

  • Blüte: Die dichten, walzenförmigen bis lockeren Rispen tragen kleine Ährchen, die von einer oder mehreren rauen Borsten begleitet werden. Die Blütenstände können grün, gelblich, rötlich oder braun ausreifen.
  • Blütenfarben: Grün, Gelb, Rot, Braun, Creme
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Rasenbildend
  • Höhe: 250 cm – Kleine Arten bleiben unter 30 cm, während kräftige Arten etwa 150 bis 250 cm erreichen können.
  • Durchmesser: 100 cm – Je nach Art entstehen schmale Einzelhalme oder Horste von ungefähr 30 bis 100 cm Breite.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Setaria-Pflege in Kurzform

    Setaria umfasst Arten mit unterschiedlichen Ansprüchen. Die üblichen einjährigen Borstenhirsen werden warm und vollsonnig kultiviert, bis zur Keimung gleichmäßig feucht gehalten und danach mäßig gegossen. Sparsam düngen. Samenstände vor der Vollreife entfernen, wenn Selbstaussaat unerwünscht ist.

    Die Setaria-Pflege im Detail

    Setaria umfasst sowohl einjährige Kultur- und Wildgräser als auch ausdauernde tropische Arten, weshalb die Pflege der gewählten Art angepasst werden muss. Die verbreiteten einjährigen Borstenhirsen bevorzugen volle Sonne, Wärme und einen durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden. Nach der Aussaat bleibt der Boden bis zur Keimung gleichmäßig feucht; etablierte Pflanzen vertragen kurze Trockenphasen. Von Frühjahr bis Sommer wird nur mäßig gedüngt, damit die Halme standfest bleiben. Reife Rispen können sich stark aussäen und werden bei Bedarf vor dem Ausfallen geschnitten. Tropische Stauden werden frostfrei überwintert und während der warmen Saison regelmäßiger gegossen.

    Vermehrung von Setaria

    Die Vermehrung von Setaria ist durch Aussaat und Teilung etablierter Horste im Frühjahr oder frühen Herbst möglich. Reife Samen werden in ein feines, gut drainiertes Substrat gesät und nur leicht bedeckt. Bis zur Keimung bleibt die Aussaat gleichmäßig feucht und wird nach dem Auflaufen zunehmend luftiger gehalten. Für die Teilung werden vitale Randstücke mit mehreren Trieben und ausreichend Wurzeln abgetrennt. Die Teilstücke sollten nach dem Einsetzen gründlich angegossen und bis zum Anwachsen vor Trockenstress geschützt werden.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Wenig Nein Nein Hell Samenruhe Saatgut lagern
    Feb Wenig Nein Nein Hell Samenruhe Saatgut lagern
    Mär Wenig Nein Nein Vollsonne Samenruhe Aussaat vorbereiten
    Apr Mäßig Leicht Geeignet Vollsonne Aussaat möglich
    Mai Regelmäßig Monatlich Geeignet Vollsonne Bestände auslichten
    Jun Regelmäßig Monatlich Nein Vollsonne Blüte Wasser sichern
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Vollsonne Blüte Borsten beachten
    Aug Regelmäßig Leicht Nein Vollsonne Blüte Samenreife prüfen
    Sep Mäßig Nein Nein Vollsonne Blüte Saatgut sammeln
    Okt Wenig Nein Nein Vollsonne Blüte Samenruhe Fläche räumen
    Nov Wenig Nein Nein Hell Samenruhe Saatgut lagern
    Dez Wenig Nein Nein Hell Samenruhe Saatgut lagern

    Meine Erfahrungen mit Setaria

    Bei Setaria unterscheiden sich die Ansprüche zwischen einjährigen Kulturhirsen, Wildarten und tropischen Stauden deutlich. Für die üblichen einjährigen Arten bewähren sich volle Sonne, Wärme und ein durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden. Die Aussaat gelingt nach Erwärmung des Bodens zuverlässig, wenn das Saatbett bis zur Keimung gleichmäßig feucht bleibt. Borstige Samenstände sollten vor der Vollreife kontrolliert werden, wenn Selbstaussaat oder Kontakt mit Haustieren unerwünscht ist.

    Beliebte Arten von Setaria

    Setaria italica

    Ist die Kolbenhirse und wird weltweit als Nahrungs-, Futter- und Vogelfutterpflanze angebaut.

    Setaria viridis

    Ist eine häufige einjährige Grüne Borstenhirse und nahe Verwandte der Kolbenhirse.

    Setaria pumila

    Bildet gelbliche Borstenrispen und wächst häufig auf Äckern und Ruderalflächen.

    Setaria verticillata

    Besitzt rückwärts raue, leicht haftende Borsten und kann sich stark versamen.

    Setaria palmifolia

    Ist eine großblättrige tropische Art mit auffällig gefalteten, palmenähnlichen Blättern.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Keimlinge fallen um Zu nasse, dichte Aussaat begünstigt Pilzbefall Dünner säen, luftiger stellen und mäßig feucht halten Halme wachsen weich und kippen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Setaria

    Häufige Fragen

    Ist Setaria winterhart?

    Die Winterhärte variiert stark. Einjährige Arten überdauern als Samen, während tropische ausdauernde Arten frostfrei stehen müssen.

    Welcher Standort eignet sich für Setaria?

    Für die meisten kultivierten Arten ist ein warmer, vollsonniger Platz mit durchlässigem, mäßig nährstoffreichem Boden geeignet.

    Wie oft muss Setaria gegossen werden?

    Während Keimung, Austrieb und Blüte wird gleichmäßig gegossen, danach kann die Wassermenge reduziert werden.

    Wie lässt sich Setaria vermehren?

    Die Gattung lässt sich durch Aussaat und bei älteren, vitalen Pflanzen auch durch Teilung des Horstes vermehren.

    Ist Setaria giftig?

    Borstenhirsen gelten nicht allgemein als Giftpflanzen. Raue oder widerhakige Borsten können jedoch Haut, Augen und Schleimhäute von Tieren mechanisch reizen.