Sinochasea verlangt in Kultur weniger Wärme als vielmehr einen kühlen, luftigen und äußerst gut drainierten Standort. Eine mineralische Deckschicht hält die Halmbasis trocken und reduziert Fäulnis nach Niederschlägen. Im Sommer sollte der Wurzelballen nicht vollständig austrocknen, zugleich darf sich keine Hitze im Substrat stauen. Die kritischste Phase ist häufig ein milder, nasser Winter und nicht der eigentliche Frost.
Sinochasea – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Sinochasea
- Botanischer Name: Sinochasea
- Gattung: Sinochasea
- Familie: Poaceae
- Ordnung: Poales
- Herkunft: Hochlagen des tibetischen Plateaus und des östlichen Himalaya in China, Nepal, Bhutan, Sikkim und Arunachal Pradesh.
- Verwendungszwecke: Steingarten, Felsengarten, Freiland
- Arten: 1
- Seltenheitsgrad: Nicht erhältlich
- Giftig: Nein
Wie sehen Sinochasea aus?
- Blüte: Die schmale Rispe trägt kleine, meist grünliche bis violett überlaufene Ährchen. Zur Reife verfärben sich die Blütenstände strohbraun.
- Blütenfarben: Grün, Violett, Braun, Creme
- Blütezeit: Juli, August
- Wuchsform: Rasenbildend
- Höhe: 80 cm – Die Halme erreichen in alpinen Lebensräumen ungefähr 30 bis 80 cm Höhe.
- Durchmesser: 40 cm – Ein Horst wird voraussichtlich etwa 20 bis 40 cm breit.
Die Sinochasea-Pflege in Kurzform
Sinochasea an einen kühlen, vollsonnigen Platz mit mineralischem, sehr gut drainiertem Substrat setzen. Mäßig gießen, Staunässe und sommerliche Überhitzung vermeiden. Auf Dünger weitgehend verzichten. Die winterharten Pflanzen vor anhaltender Winternässe schützen.
Die Sinochasea-Pflege im Detail
Sinochasea benötigt einen kühlen, luftigen Platz in voller Sonne und ein sehr gut drainiertes, überwiegend mineralisches Substrat. Der Wurzelraum darf in der Wachstumszeit mäßig feucht sein, muss nach Regen aber rasch abtrocknen. Nährstoffreiche Erde und häufige Düngung führen zu weichem, wenig widerstandsfähigem Wuchs. Eine dünne mineralische Abdeckung schützt die Halmbasis vor anhaltender Feuchtigkeit. Im Sommer sollte der Standort nicht überhitzen. Die Pflanzen sind frosthart, reagieren jedoch empfindlich auf milde, dauerhaft nasse Winter.
Vermehrung von Sinochasea
Die Vermehrung von Sinochasea ist durch Aussaat und Teilung etablierter Horste im Frühjahr oder frühen Herbst möglich. Reife Samen werden in ein feines, gut drainiertes Substrat gesät und nur leicht bedeckt. Bis zur Keimung bleibt die Aussaat gleichmäßig feucht und wird nach dem Auflaufen zunehmend luftiger gehalten. Für die Teilung werden vitale Randstücke mit mehreren Trieben und ausreichend Wurzeln abgetrennt. Die Teilstücke sollten nach dem Einsetzen gründlich angegossen und bis zum Anwachsen vor Trockenstress geschützt werden.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Wenig | Nein | Nein | Vollsonne | – | Sehr winterhart | Winternässe meiden |
| Feb | Wenig | Nein | Nein | Vollsonne | – | Sehr winterhart | Winternässe meiden |
| Mär | Wenig | Nein | Geeignet | Vollsonne | – | Sehr winterhart | Drainage prüfen |
| Apr | Mäßig | Sehr leicht | Geeignet | Vollsonne | – | – | Langsam wässern |
| Mai | Mäßig | Nein | Nein | Vollsonne | – | – | Kühl halten |
| Jun | Mäßig | Nein | Nein | Vollsonne | – | – | Überhitzung meiden |
| Jul | Mäßig | Nein | Nein | Vollsonne | Blüte | – | Überhitzung meiden |
| Aug | Mäßig | Nein | Nein | Vollsonne | Blüte | – | Samenreife prüfen |
| Sep | Wenig | Nein | Geeignet | Vollsonne | – | – | Teilung möglich |
| Okt | Wenig | Nein | Nein | Vollsonne | – | Sehr winterhart | Trocken halten |
| Nov | Wenig | Nein | Nein | Vollsonne | – | Sehr winterhart | Drainage prüfen |
| Dez | Wenig | Nein | Nein | Vollsonne | – | Sehr winterhart | Winternässe meiden |
Meine Erfahrungen mit Sinochasea
Beliebte Arten von Sinochasea
Sinochasea trigyna
Ist die einzige Art und wächst in alpinen Regionen des tibetischen Plateaus und Himalaya.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Gelbe oder weiche Blätter | Zu häufiges Gießen oder schlecht drainierter Boden | Wassergaben reduzieren und das Substrat durchlässiger gestalten Schwacher, lockerer Wuchs |
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Wird ähnlich gepflegt wie Sinochasea
Häufige Fragen
Ist Sinochasea winterhart?
Ja. Die Hochgebirgsarten vertragen starke Fröste, reagieren aber empfindlich auf anhaltende Winternässe.
Welcher Standort eignet sich für Sinochasea?
Ein kühler, vollsonniger Steingartenplatz mit mineralischem, sehr gut drainiertem Substrat ist ideal.
Wie oft muss Sinochasea gegossen werden?
Nach dem Anwachsen wird eher sparsam bis mäßig gegossen; zwischen den Wassergaben darf die obere Substratschicht abtrocknen.
Wie lässt sich Sinochasea vermehren?
Die Gattung lässt sich durch Aussaat und bei älteren, vitalen Pflanzen auch durch Teilung des Horstes vermehren.
Ist Sinochasea giftig?
Für die Gattung sind keine typischen Giftwirkungen bekannt. Raue Blätter, scharfe Blattränder oder Grannen können jedoch mechanisch reizen.
