Solenocentrum – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Solenocentrum – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Solenocentrum

  • Botanischer Name: Solenocentrum
  • Gattung: Solenocentrum
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Spargelartige
  • Herkunft: Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien, vor allem in premontanen bis montanen Nebel- und Bergwäldern.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Solitärpflanze
  • Arten: Etwa 4–5 Arten
  • Preis: 25–55 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Solenocentrum aus?

  • Blüte: Die Blüten sind klein bis mittelgroß, meist grünlich, weißlich oder cremefarben und sitzen an schlanken, aufrechten Blütenständen. Der Gesamteindruck ist elegant und zurückhaltend.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Grün
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette, Kriechend
  • Höhe: 30 cm – Blühende Pflanzen erreichen meist etwa 20 bis 35 cm Höhe, das Laub bleibt deutlich niedriger.
  • Durchmesser: 18 cm – Eine Pflanze oder kleine Gruppe erreicht meist etwa 12 bis 20 cm Breite.

Die Solenocentrum-Pflege in Kurzform

    Hell ohne direkte Sonne, gleichmäßig leicht feucht und eher mild bis kühl kultivieren. Humoses, luftiges Substrat verwenden. Im Wachstum schwach düngen. Im Winter kühler halten, aber nie völlig austrocknen lassen.

    Die Solenocentrum-Pflege im Detail

    Solenocentrum stammt aus feuchten Berg- und Nebelwäldern und möchte in Kultur entsprechend behandelt werden. Das Substrat darf humoser sein als bei vielen epiphytischen Orchideen, muss aber trotzdem luftig bleiben. Ein Mix aus feiner Rinde, lockeren Humusanteilen und etwas Sphagnum ist oft geeignet. Gegossen wird regelmäßig, so dass der Wurzelraum niemals komplett austrocknet. Gleichzeitig muss überschüssiges Wasser schnell abfließen können. Die Gattung bevorzugt milde Temperaturen, hohe Luftfeuchte und gute Luftbewegung. Direkte Sonne sollte vermieden werden, da die Blätter sonst schnell leiden.

    Vermehrung von Solenocentrum

    Solenocentrum lässt sich am ehesten durch Teilung kräftiger Pflanzen mit mehreren Triebpunkten oder Rhizomabschnitten vermehren. Da terrestrische Orchideen auf Wurzelverletzungen empfindlich reagieren, sollte die Teilung nur im beginnenden Wachstum erfolgen. Kleine Teilstücke wachsen langsam an. Die Aussaat ist möglich, setzt jedoch sterile Bedingungen und Erfahrung voraus.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Sonne Nein Kühl und leicht feucht Keine Staunässe
    Feb Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Sonne Nein Kühl und leicht feucht Schnecken kontrollieren
    Mär Mäßig Leicht Ja Hell ohne direkte Sonne Nein Austrieb abwarten Bei Neutrieb umtopfen
    Apr Regelmäßig Leicht Ja Hell ohne direkte Sonne Teilweise Feuchter halten Luftfeuchte erhöhen
    Mai Regelmäßig Monatlich Ja Hell ohne direkte Sonne Ja Nebelwaldbedingungen simulieren Nur schwach düngen
    Jun Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne direkte Sonne Ja Gute Luftfeuchte Luftig halten
    Jul Regelmäßig Monatlich Nein Hell ohne direkte Sonne Ja Nicht austrocknen Pilzbefall vorbeugen
    Aug Regelmäßig Leicht Nein Hell ohne direkte Sonne Ja Weiter gleichmäßig Keine pralle Sonne
    Sep Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Sonne Teilweise Weniger düngen Wassergaben leicht senken
    Okt Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Sonne Nein Ruhiger halten Nicht zu warm
    Nov Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Sonne Nein Kühl und hell Substrat prüfen
    Dez Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Sonne Nein Kühl und hell Leicht feucht halten

    Meine Erfahrungen mit Solenocentrum

    Solenocentrum profitiert von Bedingungen, die an einen kühlen bis milden Nebelwald erinnern. Gleichmäßige Feuchtigkeit, humoses luftiges Substrat und Schutz vor direkter Sonne sind zentral. Die Pflanzen sind weniger für heiße Wohnräume geeignet als für kühle Vitrinen, Wintergärten oder temperierte Gewächshäuser. Besonders empfindlich reagieren sie auf völliges Austrocknen des Wurzelbereichs.

    Beliebte Arten von Solenocentrum

    Solenocentrum costaricense

    Bekannte Art aus Costa Rica, teils auch epiphytisch beschrieben.

    Solenocentrum maasii

    Seltene Art aus andinen Nebelwäldern.

    Solenocentrum lueri

    Attraktive Art mit schlankem Blütenstand.

    Solenocentrum oblongum

    Neuere Art und bemerkenswerter Fund aus Peru.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Blätter werden weich und matt Zu trockene Luft oder austrocknendes Substrat Gleichmäßiger feucht halten und Luftfeuchte erhöhen. Rhizom oder Wurzeln faulen

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Solenocentrum

    Häufige Fragen

    Ist Solenocentrum terrestrisch oder epiphytisch?

    Meist terrestrisch, einzelne Arten oder Populationen können auch epiphytisch auftreten.

    Braucht Solenocentrum humoses Substrat?

    Ja, meist deutlich humoser als klassische Epiphytenorchideen.

    Kann Solenocentrum warm im Wohnzimmer stehen?

    Dauerhaft warme, trockene Wohnraumluft ist eher ungünstig.

    Warum faulen die Wurzeln schnell?

    Zu nasses, verdichtetes Substrat ist die häufigste Ursache.

    Wie fördert man die Blüte?

    Mit hellem, kühlem bis mildem Standort und gleichmäßiger Kultur ohne Trockenstress.