Stapelia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Stapelia – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Stapelia

Stapelia ist eine berühmte sukkulente Gattung aus dem südlichen Afrika, bekannt für vierkantige Triebe und auffällige, oft sternförmige Blüten. Viele Arten locken Bestäuber mit Aasgeruch und zählen zu den spektakulärsten Sukkulenten für Sammler.
  • Botanischer Name: Stapelia
  • Trivialname: Aasblume
  • Gattung: Stapelia
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Stapelia stammt aus trockenen bis halbtrockenen Regionen des südlichen Afrika. Die Pflanzen wachsen in gut drainierten Böden, oft mit zeitweiser sommerlicher Feuchtigkeit und viel Licht.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Etwa 30 bis 50 Arten
  • Preis: Viele Stapelia-Arten sind moderat bepreist, größere blühfähige Sammlerpflanzen kosten mehr.
  • Seltenheitsgrad: Verbreitet
  • Giftig: Ja

Wie sehen Stapelia aus?

Stapelia – Botanische Detailillustration
Stapelia – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind meist groß, sternförmig und häufig behaart oder gemustert. Farben reichen von Gelb über Rotbraun bis Purpur, oft mit Punkten, Streifen oder netzartigen Zeichnungen. Viele Arten riechen deutlich nach Aas oder fauligem Fleisch.

  • Blütenfarben: Gelb, Orange, Rot, Braun, Creme, Mehrfarbig, Gestreift, Gepunktet
  • Blütezeit: Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Polster, Strauch
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 25 cm – Stapelia bleibt meist niedrig und erreicht häufig etwa 10 bis 25 cm Höhe.
  • Durchmesser: 40 cm – Gut gewachsene Gruppen können etwa 20 bis 40 cm Durchmesser erreichen, manche Arten auch mehr.

Die Stapelia-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Stapelia hell bis sonnig, warm und in lockerem, mineralisch durchsetztem Substrat kultivieren. Zwischen den Wassergaben soll das Substrat gut abtrocknen. Im Winter deutlich trockener halten und kalte Nässe vermeiden.

Die Stapelia-Pflege im Detail

Stapelia bevorzugt einen hellen bis sonnigen Platz, gern mit etwas Schutz vor extremer Mittagshitze hinter Glas. Das Substrat sollte sehr gut drainieren und weder zu humos noch zu dicht sein. Während der warmen Monate wird moderat gegossen, immer mit Trockenphasen dazwischen. Im Winter reduziert man stark und hält die Pflanzen eher kühl bis mild. Gedüngt wird nur sparsam. Gute Luftbewegung, saubere Töpfe und ein wachsames Auge für Wollläuse helfen enorm, diese Gattung langfristig gesund zu halten.

Vermehrung von Stapelia

Stapelia lässt sich gut über Triebstecklinge vermehren. Einzelne Triebe werden sauber abgenommen, mehrere Tage trocken gelagert und danach in leicht trockenes, luftiges Substrat gesetzt. Erst nach etwas Zeit wird vorsichtig gegossen. Bei Wärme bewurzeln viele Arten zuverlässig. Auch Aussaat ist möglich und im Sammlerbereich interessant, insbesondere zur Erhaltung seltener Arten. Sämlinge wachsen anfangs langsam und brauchen gute Belüftung, damit keine Fäulnis entsteht.

Stapelia – Botanische Illustration der Vermehrung
Stapelia – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Hell bis sonnig Ruhe Fast trocken Kühle Ruhe fördert Stabilität
Feb Sehr wenig Nein Nein Hell bis sonnig Ruhe Fast trocken Nicht zu dunkel
Mär Wenig Nein Ja Hell bis sonnig Austrieb Langsam mehr Wasser Frisches Substrat
Apr Mäßig Leicht Ja Hell bis sonnig Wachstum Nur bei Wärme gießen Wurzeln vorsichtig
Mai Mäßig Monatlich Ja Hell bis sonnig Knospen Luftig halten Sonnig für Blüten
Jun Mäßig Monatlich Nein Hell bis sonnig Blütebeginn Keine Staunässe Geruch normal
Jul Mäßig Monatlich Nein Hell bis sonnig Blüte Blüten beobachten Schädlingskontrolle
Aug Mäßig Monatlich Nein Hell bis sonnig Blüte Regelmäßig kontrollieren Nicht vernässen
Sep Mäßig Leicht Nein Hell bis sonnig Blüte Langsam reduzieren Blüten nicht nass halten
Okt Wenig Nein Nein Hell Nachblüte Ruhe einleiten Weniger Wasser
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Ruhe Hell überwintern Spinnmilben prüfen
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Ruhe Trocken halten Keine kalte Nässe

Meine Erfahrungen mit Stapelia

Stapelia macht Spaß, solange man ihre Wurzeln nicht ersäuft. Die Triebe wirken saftig und robust, faulen aber im falschen Moment erstaunlich schnell weg. Viel Licht, warme Sommer und ein lockeres Substrat sind die halbe Miete. Für die Blüte brauchen viele Pflanzen eine gute Sommerkultur und ausreichend Reife. Der Duft mancher Blüten ist kein Defekt, sondern das evolutionäre Marketingteam der Pflanze auf Maximalstufe.

Beliebte Arten von Stapelia

Stapelia gigantea

Ist berühmt für sehr große, sternförmige Blüten.

Stapelia grandiflora

Zeigt große, behaarte Blüten mit kräftiger Zeichnung.

Stapelia hirsuta

Fällt durch dicht behaarte Blüten auf.

Stapelia leendertziae

Besitzt ungewöhnlich glockenartige, dunkle Blüten.

Stapelia flavopurpurea

Ist für ungewöhnliche Farben und weniger starken Geruch bekannt.

Stapelia – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Triebe an der Basis Zu nasses Substrat oder kalte Feuchte Faules Gewebe entfernen und deutlich trockener halten Keine Blüten

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Stapelia

Häufige Fragen

Warum riecht Stapelia so stark

Viele Arten locken Aasfliegen als Bestäuber an.

Wie oft soll Stapelia gegossen werden

Mäßig in der Wachstumszeit und sehr sparsam im Winter.

Braucht Stapelia volle Sonne

Viel Licht ist wichtig, volle Sonne nach Gewöhnung meist gut.

Wie vermehrt man Stapelia

Am einfachsten über Stecklinge.

Warum fault Stapelia so schnell

Weil kalte Nässe und schlecht drainiertes Substrat die Wurzeln stark belasten.


Autor: Stefan – Zuletzt aktualisiert: 24.03.2026 · Über mich