Stapelia wächst zuverlässig, wenn viel Licht und sehr mineralisches Substrat vorhanden sind. Im Sommer legt die Pflanze deutlich an Masse zu, reagiert aber empfindlich auf stauende Feuchte. Blüten erscheinen bei älteren, gut durchwurzelten Pflanzen besonders reich. Der typische Geruch ist draußen kaum störend.
Stapelia – Pflege, Vermehrung & Arten

Allgemeine Infos über Stapelia
Stapelia umfasst sukkulente Pflanzen mit vier- bis fünfrippigen, oft samtig behaarten Trieben und auffälligen, sternförmigen Blüten. Typisch ist der aasähnliche Geruch vieler Arten, der Fliegen zur Bestäubung anzieht. Die Pflanzen sind pflegeleicht, sonnenliebend und entwickeln beeindruckende Einzelblüten, die je nach Art von gelb bis dunkelrot variieren.- Botanischer Name: Stapelia
- Trivialname: Aasblumen
- Gattung: Stapelia
- Familie: Apocynaceae (Unterfamilie Asclepiadoideae)
- Ordnung: Gentianales
- Herkunft: Trockene Savannen und Halbwüsten in Südafrika, Botswana, Namibia und angrenzenden Regionen.
- Verwendungszwecke: Zierpflanze für sonnige Fensterplätze, Wintergärten und warme Außenbereiche im Sommer.
- Arten: Ca. 50 bekannte Arten
- Preis: 6–35 €
- Seltenheitsgrad: verbreitet
- Giftig: Nein
Wie sehen Stapelia aus?
- Blüte: Große, sternförmige Einzelblüten mit feiner Behaarung; häufig mit marmorierten Mustern. Viele Arten verströmen einen starken Geruch, der Aas imitiert.
- Blütenfarben: Gelb, Creme, Braun, Rot, Purpur, marmoriert oder gestreift
- Blütezeit: Juli – Oktober (unter optimalen Bedingungen)
- Wuchsform: Aufrecht bis niederliegend, vierkantige sukkulente Triebe
- Wuchsgeschwindigkeit: mittel
- Höhe: 30 cm
- Durchmesser: 40 cm
Die Stapelia-Pflege in Kurzform
- Licht (Sommer): Viel Licht, leichte direkte Sonne möglich
- Licht (Winter): Heller Standort, zusätzliche Pflanzenlampe empfohlen
- Temperatur (Sommer): 20–32 °C
- Temperatur (Winter): 10–15 °C (kurzzeitig bis 5 °C möglich)
- Substrat: Sehr gut drainierte, mineralische Mischung: Bims, Lavalit, grober Sand, etwas Kakteenerde.
- Gießen: Sommer: moderat, durchdringend und dann vollständig trocknen lassen | Winter: fast trocken halten
- Schwierigkeit: mittel
- Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
Pflegeanleitung in 90 Sekunden
- Standort: Sehr hell, gerne sonnig, im Sommer auch draußen an einem geschützten Platz.
- Substrat: Sehr mineralisch mit Bims, Lava und Sand; Staunässe unbedingt vermeiden.
- Gießen: Im Sommer mäßig, erst nach vollständigem Abtrocknen. Im Winter fast trocken.
- Umtopfen: Alle 2–3 Jahre im Frühjahr, nur minimal größere Töpfe wählen.
- Warnsignale: Weiche Triebe = zu nass; faltige Triebe = zu trocken; ausbleibende Blüte = Lichtmangel.
Die Stapelia-Pflege im Detail
Licht & Standort
Stapelia benötigt einen sehr hellen Standort, idealerweise mit einigen Stunden direkter Sonne. Im Sommer eignet sich ein geschützter Platz im Freien. Zu wenig Licht führt zu weichem, vergeiltem Wachstum und ausbleibender Blüte.
Substrat
Das Substrat sollte extrem gut drainieren und überwiegend mineralisch sein. Eine Mischung aus Bims, Lava, Zeolith und einem kleinen Anteil Kakteenerde verhindert Staunässe und sorgt für kräftiges Wurzelwachstum.
Gießen
Während der Wachstumszeit regelmäßig, aber vorsichtig gießen: erst wässern, wenn das Substrat vollständig ausgetrocknet ist. Im Winter ruht die Pflanze und sollte fast völlig trocken stehen. Zu viel Feuchtigkeit führt schnell zu Fäulnis.
Temperatur
Im Sommer verträgt Stapelia warmes Wetter bis über 30 °C. Im Winter bevorzugt sie kühle 10–15 °C, kombiniert mit sehr hellem Licht. Kurzzeitige Kälte bis 5 °C wird überstanden, solange das Substrat trocken ist.
Düngung
Von Mai bis August kann alle vier bis sechs Wochen sparsam mit niedrig dosiertem Kakteendünger gedüngt werden. Ein zu hoher Stickstoffanteil mindert die Blühfreudigkeit und macht die Triebe instabil.
Vermehrung von Stapelia
Stecklinge
Stecklinge sind die einfachste Methode. Ein gesunder Trieb wird sauber abgetrennt und mehrere Tage trocknen gelassen, bis sich eine harte Schnittfläche gebildet hat. Anschließend in mineralisches Substrat setzen und nur leicht besprühen, bis erste Wurzeln erscheinen.
Aussaat
Die Aussaat erfolgt warm bei 22–28 °C in fein mineralischem Substrat. Die Samen keimen innerhalb weniger Wochen. Sämlinge sollten sehr hell stehen und nur minimal gegossen werden, um Fäulnis zu vermeiden.
Teilung
Ältere Pflanzen bilden Polster, die vorsichtig geteilt werden können. Jede Teilpflanze benötigt mehrere gesunde Triebe und sollte wie ein Steckling erst antrocknen, bevor sie eingetopft wird.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität + = gering ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar | - | - | - | + | - | ++ | Kühl und hell |
| Februar | - | - | - | + | - | ++ | Nur minimal gießen |
| März | -/+ | - | - | + | - | + | Langsam wässern |
| April | + | + | + | ++ | - | - | Start der Wachstumszeit |
| Mai | + | + | - | ++ | - | - | Perfekte Wachstumsbedingungen |
| Juni | + | + | - | ++ | - | - | Viel Licht fördert Knospen |
| Juli | + | + | - | ++ | + | - | Erste Blüten möglich |
| August | + | + | - | ++ | ++ | - | Hauptblüte |
| September | + | + | - | ++ | ++ | - | Weiter blütenreich |
| Oktober | +/- | - | - | + | + | + | Gießen reduzieren |
| November | - | - | - | + | - | ++ | Winterruhe beginnt |
| Dezember | - | - | - | + | - | ++ | Kühl und trocken halten |
Meine Erfahrungen mit Stapelia
Beliebte Arten von Stapelia
Stapelia gigantea
Sehr große, cremegelbe bis rotbraune Blüten mit bis zu 40 cm Durchmesser, weich behaart und intensiv duftend.
Stapelia grandiflora
Dunkelrote, gerippte und stark behaarte Blüten; markante Sternform und kräftiger Wuchs.
Stapelia leendertziae
Fast glockenförmige, dunkelpurpurne Blüten; ungewöhnliche Form und sehr intensive Farbe.
Stapelia flavopurpurea
Zitronengelbe, wachsartige Blüten ohne starken Geruch; kompakter Wuchs.
Stapelia gettliffei
Strahlige, hellrot gestreifte Blüten mit dichter Behaarung; robust und blühfreudig.
Stapelia engleriana
Kleine Blüten mit feiner Marmorierung, ideal für Sammler kleinerer Stapelien.
Stapelia hirsuta
Stark behaarte Blüten in rot-brauner Musterung; sehr charakteristische Sternform.
Stapelia paniculata
Fein gemusterte, sternförmige Blüten in Gelb- und Rottönen; widerstandsfähig.
Stapelia schinzii
Dunkelrot, fast schwarz erscheinende Blüten; kompakter Wuchs, sehr dekorativ.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Weiche, matschige Triebe | Wurzelfäule durch zu viel Wasser | Sofort trockenstellen, fauliges Gewebe entfernen, neu bewurzeln |
| Blätter schrumpeln stark | Zu trocken oder zu wenig Licht | Leicht gießen, Standort aufhellen |
| Keine Blüten | Zu wenig Licht / zu viel Stickstoff | Helle Position, magere Düngung |
| Schwarze Flecken | Kälte + Feuchtigkeit | Wärmer und trockener halten |
| Wollläuse | Trockene, warme Luft | Mit Alkohol oder systemischem Mittel behandeln |
Video
Dieses externe YouTube-Video zeigt anschaulich die Pflege von Stapelia. Es stammt nicht von sukkulenten-kaufen.de, sondern von einem unabhängigen YouTube-Kanal. Das Video wird erst geladen, wenn du aktiv auf „Abspielen“ klickst – dabei können Daten an YouTube (Google) übertragen werden.
Diese Gattungen werden ähnlich gepflegt wie Stapelia
Häufige Fragen
Wie pflege ich eine Stapelia?
Ist die Aasblume giftig?
Sie gilt als leicht giftig für Haustiere und sollte nicht gekaut oder angesabbert werden. Für Menschen ist sie unproblematisch, solange man nicht auf die Idee kommt, Portionsgrößen zu testen.
Wann blüht eine Stapelia?
Typischerweise im Spätsommer bis Herbst. Die Blüten erscheinen oft schlagartig, wenn der Sommer warm und trocken genug war.
Welche Erde für Stapelia?
Sind Huernia und Stapelia identisch?
Ist Stapelia selten?
Die gängigen Arten (S. gigantea, S. grandiflora) sind häufig erhältlich. Spezielle Lokalformen und ungewöhnliche Farbvarianten tauchen seltener im Handel auf.

