Stapeliopsis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Stapeliopsis – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Stapeliopsis

Stapeliopsis ist eine kleine Gattung sukkulenter Triebpflanzen aus Afrika. Die Arten bilden meist kantige, niedrige Triebe und sind für ihre teils auffällig gemusterten, sternförmigen Blüten bekannt.
  • Botanischer Name: Stapeliopsis
  • Gattung: Stapeliopsis
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Stapeliopsis stammt aus trockenen bis saisonal trockenen Regionen im südlichen und östlichen Afrika. Die Pflanzen wachsen meist in steinigen, sehr durchlässigen Böden mit rascher Abtrocknung.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Etwa 10
  • Preis: Kleine Pflanzen liegen oft im unteren bis mittleren Preisbereich, seltene Arten deutlich höher.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Stapeliopsis aus?

Stapeliopsis – Botanische Detailillustration
Stapeliopsis – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten erscheinen meist bodennah oder an den unteren Triebbereichen. Sie sind sternförmig, oft gelblich, braun, purpurn oder mehrfarbig und können je nach Art fein behaart oder gemustert sein.

  • Blütenfarben: Gelb, Rot, Braun, Mehrfarbig, Gepunktet
  • Blütezeit: Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Bodendecker
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 10 cm – Die Triebe bleiben meist niedrig und erreichen oft etwa 5 bis 10 cm Höhe.
  • Durchmesser: 30 cm – Ein Horst kann mit der Zeit rund 20 bis 30 cm Breite erreichen.

Die Stapeliopsis-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat, Stecklinge
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell stellen, in mineralisches Substrat setzen und nur gießen, wenn alles wieder trocken ist. Im Winter fast trocken und eher kühl halten.

Die Stapeliopsis-Pflege im Detail

Stapeliopsis braucht einen sehr hellen bis sonnigen Standort mit guter Luftbewegung. Das Substrat sollte überwiegend mineralisch und extrem durchlässig sein. Während der Wachstumszeit wird gründlich gegossen, danach aber erst wieder, wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist. Im Winter hält man die Pflanzen deutlich trockener. Dauerhafte Feuchte, schwere Erde und kalte Temperaturen in Verbindung mit Nässe sind die häufigsten Ausfallursachen. Gedüngt wird nur schwach und in der warmen Jahreszeit.

Vermehrung von Stapeliopsis

Stapeliopsis lässt sich meist gut über Stecklinge vermehren. Dazu werden gesunde Triebstücke sauber abgenommen und mehrere Tage trocken abgeheilt, bevor sie in ein sehr luftiges, mineralisches Substrat gelegt oder nur leicht eingesteckt werden. Erst nach dem Anwurzeln sollte vorsichtig gegossen werden. Auch eine Aussaat ist möglich, sie erfordert jedoch frisches Saatgut, Wärme und viel Geduld. Wichtig ist in beiden Fällen ein luftiger Stand ohne Staunässe.

Stapeliopsis – Botanische Illustration der Vermehrung
Stapeliopsis – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Trocken und hell Nicht kalt und nass halten
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Trocken und hell Auf Schädlinge achten
Mär Mäßig Nein Ja Hell bis sonnig Nein Aus dem Wintermodus holen Erste Wassergaben vorsichtig
Apr Mäßig Ja Ja Sonnig Möglich Wachstumszeit Nur in durchlässigem Substrat
Mai Mäßig Ja Ja Sonnig Möglich Wachstumszeit Staunässe vermeiden
Jun Mäßig Ja Nein Sonnig Ja Wachstumszeit Warmer Standort fördert Blüte
Jul Mäßig Ja Nein Sonnig Ja Wachstumszeit Gut lüften
Aug Mäßig Ja Nein Sonnig Ja Wachstumszeit Bei Hitze nicht vernässen
Sep Mäßig Ja Nein Sonnig Ja Langsam reduzieren Wassermengen reduzieren
Okt Wenig Nein Nein Hell bis sonnig Möglich Trockener stellen Sehr sparsam gießen
Nov Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Trocken halten Fast trocken
Dez Sehr wenig Nein Nein Hell Nein Trocken halten Fast trocken

Meine Erfahrungen mit Stapeliopsis

Stapeliopsis wächst am besten, wenn die Pflanze während der warmen Monate gründlich gegossen, danach aber wieder komplett abtrocknen darf. In zu humosem oder dauerhaft feuchtem Substrat faulen die Triebe erstaunlich schnell. Viel Licht fördert einen kompakten Wuchs und verbessert die Blühfreude deutlich. Nach meiner Erfahrung reagieren viele stapeliadische Pflanzen empfindlich auf kalte Nässe, während sie kurze Trockenphasen gut wegstecken.

Beliebte Arten von Stapeliopsis

Stapeliopsis saxatilis

Bleibt niedrig und zeigt markante, sternförmige Blüten.

Stapeliopsis pillansii

Bildet gedrungene Triebe und interessante, teils dunkel gezeichnete Blüten.

Stapeliopsis pepliformis

Ist in Kultur wegen ihres kompakten Wuchses und der dekorativen Blüten geschätzt.

Stapeliopsis – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Weiche oder schwarze Triebe Zu nasses Substrat oder kalte Nässe Sofort trockener stellen, faulige Teile entfernen und in frisches, sehr durchlässiges Substrat setzen. Schrumpelige Triebe trotz Gießen

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Stapeliopsis

Häufige Fragen

Ist Stapeliopsis für Anfänger geeignet?

Stapeliopsis ist eher für leicht fortgeschrittene Sukkulentenfreunde geeignet, weil die Gattung empfindlich auf Staunässe reagiert.

Wie oft sollte ich Stapeliopsis gießen?

Während der Wachstumszeit wird durchdringend gegossen, danach muss das Substrat wieder komplett abtrocknen.

Warum riechen manche Blüten unangenehm?

Einige Arten locken Bestäuber durch aasähnliche Gerüche an, was bei stapeliadischen Pflanzen normal ist.

Kann Stapeliopsis im Winter warm stehen?

Warm geht nur bei sehr viel Licht, sicherer ist ein heller, trockener und eher kühler Winterstand.

Wie vermehrt man Stapeliopsis am einfachsten?

Am einfachsten gelingt die Vermehrung über gut abgetrocknete Triebstecklinge.