Stichorkis – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Stichorkis – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Stichorkis

  • Botanischer Name: Stichorkis
  • Gattung: Stichorkis
  • Familie: Orchidaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Indischer Subkontinent, Südostasien, Neuguinea sowie Inseln im Indischen und Pazifischen Ozean.
  • Verwendungszwecke: Wohnraum, Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Etwa 10
  • Preis: 20–50 €
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Stichorkis aus?

  • Blüte: Die Blüten sind meist eher klein bis mittelgroß, oft grünlich, gelblich, bräunlich oder purpur überhaucht und erscheinen in lockeren bis mäßig dichten Blütenständen. Der Zierwert liegt häufig eher im botanischen Charakter als in spektakulärer Fernwirkung.
  • Blütenfarben: Gelb, Grün, Braun, Violett
  • Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Pseudobulben, Kriechend
  • Höhe: 20 cm – Die meisten kultivierten Arten bleiben eher kompakt und erreichen ungefähr 10 bis 25 cm Höhe.
  • Durchmesser: 18 cm – Je nach Art und Alter bildet eine Pflanze mit mehreren Trieben oft Horste von etwa 12 bis 25 cm Breite.

Die Stichorkis-Pflege in Kurzform

    Stichorkis mag warme bis milde Temperaturen, helles gefiltertes Licht und ein luftiges Orchideensubstrat. Während der Wachstumszeit wird regelmäßig gegossen und schwach gedüngt, im Winter etwas vorsichtiger. Das Substrat darf antrocknen, sollte aber nie lange völlig austrocknen. Hohe Luftfeuchte und Luftbewegung verbessern die Kultur deutlich.

    Die Stichorkis-Pflege im Detail

    Stichorkis wird am besten hell bis halbschattig ohne harte Mittagssonne kultiviert. Viele Arten stammen aus feuchten Tropenwäldern und mögen deshalb ein luftiges, aber feuchtes Umfeld. Als Substrat eignet sich eine Mischung aus feiner bis mittlerer Rinde mit etwas Sphagnum oder lockeren Zuschlagstoffen. Während des aktiven Wachstums wird gleichmäßig gegossen; überschüssiges Wasser muss rasch ablaufen können. Gedüngt wird schwach und regelmäßig während des Neuaustriebs. Im Winter wird das Gießen reduziert, ohne die Pflanze komplett trocken zu halten. Wichtig sind gute Luftbewegung, saubere Wurzeln und ein heller Stand, damit die Pflanze nicht vergeilt oder stockt.

    Vermehrung von Stichorkis

    Stichorkis wird in Kultur am einfachsten durch Teilung größerer Horste vermehrt. Jede Teilpflanze sollte mehrere vitale Triebe oder Pseudobulben und möglichst aktive Wurzeln besitzen. Der beste Zeitpunkt liegt im Frühjahr bis Frühsommer, wenn neue Wurzeln erscheinen. Frisch geteilte Pflanzen sollten zunächst etwas schattiger und gleichmäßig leicht feucht gehalten werden, bis der Neuaustrieb sicher etabliert ist.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Mittagssonne Selten Warm und hell halten Staunässe vermeiden
    Feb Mäßig Nein Nein Hell ohne direkte Mittagssonne Selten Warm und hell halten Luftfeuchte erhöhen
    Mär Regelmäßig Schwach Ja Hell bis halbschattig Möglich Normal weiterpflegen Guter Zeitpunkt zum Umtopfen
    Apr Regelmäßig Schwach Ja Hell bis halbschattig Häufig Normal weiterpflegen Neutriebe beobachten
    Mai Regelmäßig Schwach Ja Hell bis halbschattig Häufig Wachstumszeit Nicht austrocknen lassen
    Jun Regelmäßig Schwach Nein Hell bis halbschattig Häufig Wachstumszeit Luftbewegung wichtig
    Jul Regelmäßig Schwach Nein Hell bis halbschattig Möglich Wachstumszeit Bei Hitze öfter kontrollieren
    Aug Regelmäßig Schwach Nein Hell bis halbschattig Möglich Wachstumszeit Schädlingskontrolle
    Sep Mäßig Schwach Nein Hell bis halbschattig Selten Etwas trockener Düngung langsam reduzieren
    Okt Mäßig Schwach Nein Hell Selten Etwas trockener Wassergaben anpassen
    Nov Etwas weniger Nein Nein Hell Selten Hell und leicht trockener Weniger düngen
    Dez Etwas weniger Nein Nein Hell Selten Hell und leicht trockener Nicht zu dunkel stellen

    Meine Erfahrungen mit Stichorkis

    Stichorkis wirkt in der Kultur meist robuster, als die unscheinbaren Blüten zunächst vermuten lassen. Entscheidend sind gleichmäßige Feuchte ohne Staunässe, eine gute Luftbewegung und ein luftiges Substrat. Zu dunkle Haltung bremst das Wachstum deutlich, während pralle Sonne schnell zu Blatt- oder Bulbenschäden führen kann.

    Beliebte Arten von Stichorkis

    Stichorkis gibbosa

    Weit verbreitete Art mit typischem stichorkisartigen Wuchs und eher kleinen grünlichen Blüten.

    Stichorkis disticha

    Insulare Art mit kompaktem Wuchs und botanischem Sammlerwert.

    Stichorkis compressa

    Asiatische Art mit schlankem Habitus und eher zierlicher Blüte.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Weiche Pseudobulben und faulige Wurzeln Zu nasses Substrat ohne Luft an den Wurzeln Sofort trockener kultivieren, faules Material entfernen und in luftiges Orchideensubstrat setzen Silbrige Flecken oder deformierte Blätter

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Stichorkis

    Häufige Fragen

    Ist Stichorkis für Anfänger geeignet

    Mit etwas Orchideenerfahrung ja, weil die Gattung gleichmäßige Feuchte und ein gutes Gefühl für luftiges Substrat verlangt.

    Braucht Stichorkis direkte Sonne

    Nein, helles gefiltertes Licht ist deutlich besser als pralle Mittagssonne.

    Wie oft soll ich Stichorkis gießen

    Während des Wachstums regelmäßig, aber immer so, dass das Substrat luftig bleibt und nicht vernässt.

    Wann topfe ich Stichorkis um

    Am besten zum Beginn des Neuaustriebs, wenn frische Wurzeln erscheinen.

    Warum blüht meine Stichorkis nicht

    Meist liegt es an zu wenig Licht, zu dunklem Winterstand oder an dauerhaft geschwächten Wurzeln.