Erfahrungswerte aus der Kultur sind wegen der großen Artenzahl sehr unterschiedlich. Gemeinsam ist vielen Arten die Empfindlichkeit gegenüber Kalk, Staunässe und nährstoffreicher Blumenerde. Wer Styphelia kultiviert, sollte eher wie bei australischen Heidepflanzen denken: mager, sauer, luftig, hell und vorsichtig im Winter.
Styphelia – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)
Allgemeine Infos über Styphelia
- Botanischer Name: Styphelia
- Gattung: Styphelia
- Familie: Ericaceae
- Ordnung: Ericales
- Herkunft: Indochina bis südwestlicher Pazifik, mit deutlichem Schwerpunkt in Australien, Tasmanien, Neuseeland, Neuguinea und Neukaledonien; typische Standorte sind Heide, Sandböden, lichte Wälder und Gebirge.
- Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Kalthaus, Terrasse, Steingarten, Felsengarten
- Arten: 190 akzeptierte Arten.
- Preis: Selten bis kaum erhältlich; einzelne australische Arten sind regional im Wildpflanzenhandel, in Europa aber fast nur über Spezialquellen zu finden.
- Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
- Giftig: Ja
Wie sehen Styphelia aus?
- Blüte: Die Blüten sind meist röhrig oder glockenförmig und können weiß, cremefarben, grünlich, rosa, rot oder zweifarbig sein. Viele Arten bilden nach der Blüte kleine fleischige Früchte oder Steinfrüchte.
- Blütenfarben: Weiß, Creme, Grün, Pink, Rot, Zweifarbig
- Blütezeit: April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November
- Wuchsform: Strauch, Kriechend
- Höhe: 300 cm – Die Spannweite reicht von niedrigen Zwergsträuchern bis zu etwa 300 cm hohen Sträuchern.
- Durchmesser: 200 cm – Viele Arten bleiben 30 bis 200 cm breit; kriechende oder dichte Arten können breitere Polster bilden.
Die Styphelia-Pflege in Kurzform
Styphelia braucht einen hellen, luftigen Standort und ein saures, mageres Substrat. Gießen nur mäßig und kalkarm, im Winter deutlich vorsichtiger. Die meisten Arten sind keine einfachen Zimmerpflanzen, sondern eher Kalthaus- oder Spezialpflanzen.
Die Styphelia-Pflege im Detail
Für Styphelia ist eine artspezifische Pflege wichtig, da die Gattung sehr groß ist. Australische Arten bevorzugen meist vollsonnige bis halbschattige, gut drainierte und kalkarme Bedingungen. Tropischere Arten brauchen mehr Wärme und gleichmäßigere Feuchte. In Töpfen sollte das Substrat sandig, sauer und strukturstabil sein. Staunässe führt schnell zu Wurzelschäden, während völlige Trockenheit bei feinen Wurzeln ebenfalls kritisch sein kann. Gedüngt wird nur schwach. Im Winter stehen nicht frostharte Arten hell, kühl und eher trocken, aber nicht knochentrocken.
Vermehrung von Styphelia
Die Vermehrung erfolgt je nach Art über Samen oder Stecklinge. Samen können eine ungleichmäßige Keimung zeigen und profitieren von frischem, gut gereinigtem Saatgut sowie saurem, sehr durchlässigem Substrat. Stecklinge werden aus halb ausgereiften Trieben genommen und bei hoher Luftfeuchte, aber guter Belüftung bewurzelt. Wegen feiner Wurzeln sollten Jungpflanzen nicht zu früh stark gedüngt oder in zu große, nasse Töpfe gesetzt werden.
Saison-Kalender
– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv
| Monat | Gießen | Düngen | Umtopfen | Sonne | Blüte | Winter | Hinweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jan | Sparsam | Nein | Nein | Sehr hell | Möglich | Kühl und hell | Trockenheit nur kurz |
| Feb | Sparsam | Nein | Nein | Sehr hell | Selten | Kühl und hell | Keine Kalkgabe |
| Mär | Mäßig | Nein | Möglich | Hell | Selten | Übergang | Drainage prüfen |
| Apr | Mäßig | Schwach | Optimal | Hell | Möglich | Geschützt stellen | Umtopfen vorsichtig |
| Mai | Mäßig | Schwach | Möglich | Halbschattig | Möglich | Geschützt stellen | Weichwasser nutzen |
| Jun | Regelmäßig | Schwach | Nein | Halbschattig | Möglich | Nein | Luftig halten |
| Jul | Regelmäßig | Nein | Nein | Halbschattig | Typisch | Nein | Wurzelballen nie nass |
| Aug | Mäßig | Nein | Nein | Halbschattig | Typisch | Nein | Bei Hitze schattieren |
| Sep | Mäßig | Nein | Möglich | Hell | Typisch | Nein | Wachstum beobachten |
| Okt | Sparsam | Nein | Möglich | Hell | Möglich | Übergang | Dünger stoppen |
| Nov | Sparsam | Nein | Nein | Sehr hell | Möglich | Kühl und hell | Frostschutz geben |
| Dez | Sparsam | Nein | Nein | Sehr hell | Möglich | Kühl und hell | Hell und luftig |
Meine Erfahrungen mit Styphelia
Beliebte Arten von Styphelia
Styphelia appressa
Ist eine südost-australische Art mit heideartigem Wuchs und kleinen röhrigen Blüten.
Styphelia tubiflora
Trägt auffällige rote Röhrenblüten und ist als Red Five Corners bekannt.
Styphelia concinna
Kommt aus Westaustralien und besitzt zierliche Blüten an dichten Trieben.
Styphelia xerophylla
Ist an trockene west-australische Standorte angepasst.
Styphelia malayana
Erweitert das Gattungsspektrum in tropischere Regionen Südostasiens.
Häufige Probleme & Lösungen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Symptom | Ursache | Lösung Braune Blattspitzen |
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Häufige Fragen
Ist Styphelia pflegeleicht?
Styphelia ist eher eine Spezialpflanze, weil saurer Boden, gute Drainage und eine kühle, helle Überwinterung zusammenpassen müssen.
Welche Erde braucht Styphelia?
Geeignet ist ein kalkarmes, sandig-humoses Substrat mit sehr guter Drainage und nur schwacher Düngung.
Wie viel Sonne verträgt Styphelia?
Viele Arten mögen sehr helle bis sonnige Standorte, profitieren in Töpfen aber von Schutz vor heißer Mittagssonne.
Warum stirbt Styphelia nach dem Umtopfen ab?
Feine Ericaceae-Wurzeln reagieren empfindlich auf Verletzung, Staunässe und Kalk. Der Wurzelballen sollte möglichst wenig gestört werden.
Wie vermehrt man Styphelia?
Die Vermehrung erfolgt über Samen oder halbharte Stecklinge, ist aber langsamer als bei gewöhnlichen Zimmerpflanzen.
