Tavaresia kaufen?

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Herkunft und Lebensraum: Tavaresia barklyi hat ein breites Verbreitungsgebiet im südlichen Afrika, Angola, Botswana, Südafrika (Freistaat, Limpopo und nördliche Kapprovinzen), Namibia und Simbabwe.
Lebensraum: Die Pflanzen wachsen auf felsigen Aufschlüssen und Hängen und auf Sandböden in Ebenen, meist in etwas geschützter Lage, in voller Sonne oder im leichten Schatten.
Ökologie: Die Pflanzen werden von Insekten bestäubt. Die Windverteilung der Samen erklärt wahrscheinlich die weite räumliche Verteilung der Pflanzen in einer Gemeinschaft.

Beschreibung: Tavaresia barklyi ist eine dicht büschelige, sukkulente Staude mit vielgerippten, mit Borsten versehenen Stängeln, die zunächst an einen Kaktus erinnert. Diese Art produziert charakteristische lange trompetenförmige Blüten, sowohl kleine als auch große, die diese Art sofort von jeder anderen bekannten Stapeliad im südlichen Afrika unterscheiden. Die größer blühende Form war früher als eigenständige Art bekannt: Tavaresia grandiflora.
Stängel: Zylindrisch, aufrecht, kahl, blaugrün oder gefärbt mit violetten 40-60 mm Länge und etwa 15 mm Durchmesser, (5-)10-12(-14)-gerippt, eckig mit sehr kurzen, eng stehenden Warzen, die von drei scharfen Borsten gekippt werden. Es wird berichtet, dass der Stiel, wenn er verletzt oder gequetscht wird, einen seltsamen muffigen Geruch abgibt. Die Stängel nehmen in sonniger Lage eine dramatische dunkle Färbung an, die mit den Stacheln kontrastiert.
Stacheln: Borstig 3-teilig, sehr spitz. Zentrale Borste horizontal bis aufrecht, die beiden seitlichen eher kürzer, deformiert und fast rechtwinklig voneinander abweichend oder nach unten und ± parallel zur Stielfläche ausgerichtet. Technisch gesehen stellen diese Stacheln einen modifizierten Blattdorn mit 2 seitlichen Nebenblättern dar, der für diese Gattung einzigartig ist.
Blütenstand: An der Basis der jungen Stängel mit ein bis vier Blüten, die sich nacheinander öffnen.
Blüht: Großer trompetenförmiger (röhrenförmiger) und auffälliger, 35-110 mm langer und 25 mm Durchmesser.
Blassgelb bis cremefarben bis fleischfarben mit dunkelroten Flecken und Streifen auf der Außenseite, innen dunkler und fast ganz kastanienbraun bis violett an der Basis im Inneren. Korona 2-seriate, von der Stammsäule ausgehend; äußere Lappen in 10 fadenförmigen Segmenten; innere Lappen 5, linear, kürzer als die Staubbeutel am Grund verwachsen, fadenförmig werdend und an den Spitzen in einem kugelförmigen Knauf endend. Pollinien horizontal, mit kurzen Schwanzflügeln.
Blütezeit: Mittsommer.
Frucht: Längliche Follikel. Wenn die Follikel voll ausgereift sind, platzen sie auf, um die Samen freizusetzen, die jeweils ein Haarbüschel haben. Wenn das Haarbüschel (Koma) an der Spitze des Samens austrocknet, entfaltet es sich zu einer fallschirmähnlichen Struktur, die den Samen bei der geringsten Brise abträgt.
Anmerkungen: Tavaresia hybridisiert leicht mit Stapelia gigantea, was zu einer Hybridpflanze namens Tavaresia meintjiesii führt. Einige Taxonomen sind der Meinung, dass Tavaresia thompsoniorum auch hybriden Ursprungs sein kann.

Kultivierung und Vermehrung: Tavaresien werden hauptsächlich von Pflanzensammlern, Sukkulentenliebhabern und Liebhabern, die gerne unorthodox aussehende Pflanzen anbauen, angebaut. Sie stammen aus sommerlichen Regengebieten, sind intolerant gegenüber überschüssigem Wasser, Feuchtigkeit und niedrigen Wintertemperaturen und werden leicht von Schimmelpilzen zerstört. Blütenknospen fallen bei der geringsten Berührung oder ungünstigen Bedingungen leicht ab.
Wachstumsrate: Für eine Stapeliade ist es ein vergleichsweise schnelles Wachstum.
Der Boden. Sie wachsen gut in leichtem, kiesigem Boden mit einer sehr freien Drainage.
Bewässerung: Sie sollten immer sparsam bewässert werden (am besten Regenwasser mit gelegentlichem Dünger), im Winter benötigen sie kaum Wasser.
Belichtung: Sie bevorzugen hellen Schatten statt voller Sonne, obwohl sich die Stängel unter schattigen Bedingungen möglicherweise nicht verfärben.
Widerstandsfähigkeit: Eine minimale Wintertemperatur von 5-10°C ist akzeptabel, vorausgesetzt, dass die Pflanzen absolut trocken gehalten werden. Sie benötigen eine Freilandkultur oder ein warmes, dichtes Gewächshaus, während sie im Frühsommer wachsen, und können danach reifen und in einem Gewächshaus aufbewahrt werden.
Schädlinge und Krankheiten: Halten Sie ihre Wurzeln frei von mehligen Wanzen, da der Pilzbefall oft als Folge der Beschädigung der Stängel durch Insekten auftritt. Eine Streuschicht auf der Oberfläche des Komposts verhindert die Ansammlung von Feuchtigkeit um die Basis der Stängel und minimiert die Chance eines Pilzbefalls der Wurzeln.
Traditionelle Verwendung: Über andere Verwendungsmöglichkeiten ist nicht viel bekannt. Diese Art wird sporadisch von den Einheimischen als Nahrung gesammelt, die Stängel werden gekaut, möglicherweise zur Ernährung oder zur Gewinnung von Flüssigkeiten. Zuerst wird die Außenhaut der Stängel geschält und dann gekaut, so wie Hoodia weit verbreitet ist. Es ist jedoch nicht erwiesen, dass Tavaresia als Appetitzügler wirkt. Es wurde berichtet, dass die Pflanze zerdrückt und äußerlich auf schmerzhafte und schmerzende Körperteile als eine Art Verband zur Linderung von Schmerzen aufgetragen wird.
Vermehrung: Die Pflanzen werden normalerweise durch Stecklinge vermehrt, die, da sie sehr sukkulent sind, eine Woche nach der Entnahme trocknen sollten, wenn sie sofort einzeln in Töpfe gesetzt werden können. Die Veredelung der Tavaresia auf Stapelien ist oft nützlich und kann empfohlen werden.