Thymus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Thymus

  • Botanischer Name: Thymus
  • Trivialname: Thymian
  • Gattung: Thymus
  • Familie: Lamiaceae
  • Ordnung: Lamiales
  • Herkunft: Die Gattung Thymus ist vor allem in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet, mit einem Schwerpunkt im Mittelmeerraum und in trockenen Gebirgslagen.
  • Verwendungszwecke: Freiland, Hochbeet, Steingarten, Felsengarten, Terrasse
  • Arten: Etwa 200 bis 300
  • Preis: Thymus ist in vielen Arten und Sorten sehr gut verfügbar und meist günstig erhältlich.
  • Seltenheitsgrad: Häufig
  • Giftig: Nein

Wie sehen Thymus aus?

  • Blüte: Thymus bildet unzählige kleine Lippenblüten, die je nach Art und Sorte dicht über dem Laub stehen. Während der Blüte wirken viele Pflanzen wie farbige Polster und sind eine hervorragende Insektenweide.
  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Lila, Violett
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Polster, Strauch, Bodendecker
  • Höhe: 30 cm – Die meisten Thymus-Arten bleiben niedrig und erreichen ungefähr 5 bis 30 cm Höhe, aufrechte Formen auch etwas mehr.
  • Durchmesser: 40 cm – Je nach Art und Sorte entstehen meist 20 bis 40 cm breite Polster oder niedrige Büsche.
  • Nutzpflanze: Ja

Die Thymus-Pflege in Kurzform

    Thymus braucht vor allem Sonne, Wärme und einen Boden, der Wasser schnell abführt. Die Gattung ist deutlich empfindlicher gegen Staunässe als gegen kurze Trockenphasen. Wer sparsam gießt und regelmäßig leicht schneidet, bekommt dichte, aromatische Pflanzen.

    Die Thymus-Pflege im Detail

    Thymian steht idealerweise vollsonnig und warm. Das Substrat sollte locker, eher sandig und nicht zu nährstoffreich sein. Gegossen wird nur bei längerer Trockenheit oder in Topfkultur etwas regelmäßiger. Gedüngt wird sehr sparsam, am besten im Frühjahr. Ein Schnitt nach der Blüte oder im Frühjahr fördert die Verzweigung und hält die Pflanzen in Form. In Kübeln ist Winterschutz sinnvoll, vor allem um Staunässe und Durchfrieren des Ballens zu vermeiden.

    Vermehrung von Thymus

    Thymus lässt sich gut durch Stecklinge, Teilung oder Aussaat vermehren. Sorten werden meist über Stecklinge erhalten, damit Aroma, Blattfarbe und Wuchsform stabil bleiben. Polsterbildende Arten können zusätzlich geteilt werden. Für Stecklinge eignet sich halbverholztes, gesundes Material. Die Bewurzelung gelingt am besten in luftiger, eher magerer Erde. Jungpflanzen werden hell kultiviert und nur vorsichtig gegossen, damit keine Fäulnis entsteht.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan wenig nein nein voll nein trocken halten Staunässe vermeiden
    Feb wenig nein nein voll nein trocken halten Hell halten
    Mär wenig wenig möglich voll wenig ausputzen Verjüngungsschnitt möglich
    Apr mäßig ja ja voll ja normal Austrieb startet
    Mai mäßig ja ja voll ja normal Ernte gut möglich
    Jun mäßig wenig nein voll ja normal Bienenweide
    Jul wenig wenig nein voll ja normal Nicht überdüngen
    Aug wenig nein nein voll wenig normal Nachblüte möglich
    Sep wenig nein möglich voll wenig Wasser reduzieren Teilung möglich
    Okt wenig nein nein voll nein Leicht zurückschneiden Winterschutz im Topf
    Nov wenig nein nein voll nein ruhig Ruhephase
    Dez wenig nein nein voll nein ruhig Ruhephase

    Meine Erfahrungen mit Thymus

    Thymus ist eine der dankbarsten Kräutergattungen für sonnige, trockene Plätze. Entscheidend ist, dass der Boden wirklich durchlässig bleibt. Viele Kulturprobleme entstehen nicht durch Trockenheit, sondern durch zu viel Wasser und zu fette Erde. Regelmäßiger, aber vorsichtiger Rückschnitt hält die Polster schön dicht und verhindert, dass sie in der Mitte verholzen oder auseinanderfallen.

    Beliebte Arten von Thymus

    Thymus vulgaris

    Küchenthymian mit aufrechtem Wuchs und starkem Aroma.

    Thymus serpyllum

    Kriechender Feldthymian für Trockenflächen und Steinfugen.

    Thymus praecox

    Polsterbildender Teppichthymian mit reicher Blüte.

    Thymus citriodorus

    Zitronenthymian mit frischem Duft und Zierwert.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Faulende Wurzeln Zu nasser oder verdichteter Boden Sehr durchlässig pflanzen und weniger gießen Verkahlung in der Mitte

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    Nützliches Zubehör

    Wird ähnlich gepflegt wie Thymus

    Häufige Fragen

    Ist Thymus winterhart

    Viele Arten und Sorten sind winterhart, besonders in gut drainierten Böden.

    Wie oft muss man Thymus gießen

    Nur sparsam, denn zu viel Wasser ist problematischer als Trockenheit.

    Warum verholzt Thymus

    Mit den Jahren verkahlen ältere Triebe ohne Rückschnitt zunehmend.

    Kann Thymus im Topf wachsen

    Ja, wenn das Substrat sehr durchlässig ist.

    Welche Lichtverhältnisse braucht Thymus

    Volle Sonne ist für gesunden, aromatischen Wuchs ideal.