Tribulocarpus – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Tribulocarpus – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Tribulocarpus

Tribulocarpus ist eine sehr kleine afrikanische Sukkulentengattung aus der Familie Aizoaceae. Die Pflanzen bleiben niedrig, besitzen kompakte sukkulente Triebe und sind vor allem für Sammler ungewöhnlicher Mesembs interessant.
  • Botanischer Name: Tribulocarpus
  • Trivialname: Tribulocarpus
  • Gattung: Tribulocarpus
  • Familie: Aizoaceae
  • Ordnung: Caryophyllales
  • Herkunft: Ost- bis südliches Afrika, vor allem trockene und offene Habitate.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 2
  • Preis: Meist selten und für Sammler eher höherpreisig.
  • Seltenheitsgrad: Kaum erhältlich
  • Giftig: Nein

Wie sehen Tribulocarpus aus?

Tribulocarpus – Botanische Detailillustration
Tribulocarpus – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind relativ klein und unauffällig, meist hell gefärbt. Auffälliger als die Blüten sind bei der Gattung oft die Fruchtmerkmale und der gedrungene Wuchs.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Creme
  • Blütezeit: April, Mai, Juni
  • Wuchsform: Polster
  • Wuchsgeschwindigkeit: Sehr langsam
  • Höhe: 5 cm – Tribulocarpus bleibt sehr niedrig und erreicht meist nur etwa 2 bis 5 cm Höhe.
  • Durchmesser: 10 cm – Einzelpflanzen oder kleine Gruppen erreichen häufig etwa 4 bis 10 cm Durchmesser.

Die Tribulocarpus-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): 1x pro Quartal
  • Dünger (Art): Spezieller Sukkulenten-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat
  • Schädlinge: Wollläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Pilzkrankheiten allgemein

Sehr hell, mineralisch und mit ruhiger Hand pflegen. Nur maßvoll gießen und zwischen den Wassergaben deutlich abtrocknen lassen. Im Winter fast trocken.

Die Tribulocarpus-Pflege im Detail

Tribulocarpus verlangt ein sehr durchlässiges, stark mineralisches Substrat und möglichst viel Licht. Im Wachstum wird sparsam, aber nicht rein symbolisch gegossen. Das Ziel ist eine kurze Feuchtephase mit anschließender rascher Abtrocknung. Staunässe, große Töpfe und humusreiche Mischungen sind schlechte Ideen. Im Winter stehen die Pflanzen trocken, hell und eher kühl bis mild. Geduld gehört bei dieser Gattung zum Inventar, denn kräftiger Zuwachs ist nicht der Stil des Hauses.

Vermehrung von Tribulocarpus

Die Vermehrung erfolgt in der Regel über Samen. Diese sollten auf sehr feines, mineralisches Substrat ausgesät und nur oberflächlich angedrückt werden. Helles Licht ohne extreme Verbrennung, gute Belüftung und vorsichtige Feuchtigkeit sind entscheidend. Sämlinge wachsen langsam und sind in den ersten Monaten besonders empfindlich gegenüber Pilzen und Übernässung. Deshalb ist ein sauberer, luftiger Aufbau wichtiger als ständiges Feuchthalten.

Tribulocarpus – Botanische Illustration der Vermehrung
Tribulocarpus – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Fast trocken Fäulnisgefahr hoch
Feb Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Fast trocken Nicht warm und nass
Mär Wenig Nein Ja Vollsonnig Nein Vorsichtig beginnen Topf kontrollieren
Apr Wenig Nein Ja Vollsonnig Wenig Wachstum prüfen Mineralisch halten
Mai Mäßig Wenig Nein Vollsonnig Ja Moderat gießen Kein Düngerüberschuss
Jun Mäßig Wenig Nein Vollsonnig Ja Gut lüften Hitzetolerant
Jul Wenig Nein Nein Vollsonnig Wenig Nicht übergießen Wurzeln prüfen
Aug Wenig Nein Nein Vollsonnig Nein Wieder reduzieren Keine Staunässe
Sep Wenig Nein Nein Sehr hell Nein Ruhe vorbereiten Saatgut ernten
Okt Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Sehr trocken Ruhezeit
Nov Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Sehr trocken Hell halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Sehr trocken Trocken halten

Meine Erfahrungen mit Tribulocarpus

Tribulocarpus ist eher etwas für Mesemb-Fans mit ruhiger Hand. Die Pflanzen verzeihen Übermut beim Gießen schlecht und profitieren enorm von kleinen Töpfen, mineralischem Substrat und viel Licht. Wer sie wie einen durstigen Zimmergenossen behandelt, produziert schnell Matsch statt Botanik. Bei zurückhaltender Pflege bleiben sie dagegen stabil und eigenwillig schön.

Beliebte Arten von Tribulocarpus

Tribulocarpus dimorphanthus

Sammlerart mit ungewöhnlicher Fruchtbildung und gedrungenem Habitus.

Tribulocarpus retusus

Seltene Art mit kompakter Gestalt und mesembtypischer Anpassung an Trockenheit.

Tribulocarpus – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Basis Zu viel Wasser in dichter Erde Sofort trockener halten und in rein mineralisches Substrat setzen Eingesunkener Körper ohne Wachstum

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Tribulocarpus

Häufige Fragen

Ist Tribulocarpus für Anfänger geeignet

Eher nicht, weil die Gattung auf Überwässerung empfindlich reagiert.

Braucht Tribulocarpus rein mineralisches Substrat

Das ist meist die sicherste Wahl.

Wie schnell wächst die Gattung

Sehr langsam.

Kann Tribulocarpus im Wohnzimmer stehen

Nur an sehr hellem Platz, besser im Gewächshaus oder Südfenster.

Warum ist die Gattung so selten

Es gibt nur wenige Arten und sie ist im Handel kaum verbreitet.