Tulista – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Tulista – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Tulista

Tulista ist eine kleine südafrikanische Gattung großer, rosettiger Blattsukkulenten, die früher zu Haworthia gerechnet wurde. Die Pflanzen wirken robust, langsam wachsend und sehr ornamental.
  • Botanischer Name: Tulista
  • Trivialname: Tulista
  • Gattung: Tulista
  • Familie: Asphodelaceae
  • Ordnung: Asparagales
  • Herkunft: Kapregion in Südafrika, meist trockene, sonnige bis halboffene Standorte.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Büro, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: 3
  • Preis: Je nach Art moderat bis höher, besonders schöne Altpflanzen deutlich teurer.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Nein

Wie sehen Tulista aus?

Tulista – Botanische Detailillustration
Tulista – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Tulista bildet lange, aufrechte Blütenstände mit zahlreichen eher kleinen, röhrigen Blüten in hellen Weiß- und Grüntönen mit rosigem oder bräunlichem Hauch.

  • Blütenfarben: Weiß, Pink, Grün, Creme
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August
  • Wuchsform: Rosette
  • Wuchsgeschwindigkeit: Langsam
  • Höhe: 20 cm – Tulista bleibt als Rosette meist etwa 10 bis 20 cm hoch, mit Blütenstand deutlich höher.
  • Durchmesser: 25 cm – Ausgewachsene Rosetten erreichen häufig etwa 15 bis 25 cm Durchmesser, ältere Exemplare teils mehr.

Die Tulista-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Mild (18–24 °C)
  • Temperatur (Winter): Kühl (5–10 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Flüssigdünger im Gießwasser
  • Vermehrung: Aussaat, Kindel
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Sonnenbrand, Chlorose

Hell bis sonnig kultivieren, aber langsam an starke Sonne gewöhnen. Mäßig gießen und immer abtrocknen lassen. Im Winter sparsamer und hell halten.

Die Tulista-Pflege im Detail

Tulista bevorzugt eine sehr helle Kultur mit Morgen- oder Abendsonne und nach Gewöhnung auch mehr direkter Sonne. Ein durchlässiges Substrat mit hohem mineralischem Anteil verhindert Wurzelfäule. Gegossen wird während des aktiven Wachstums durchdringend, danach wartet man auf klares Abtrocknen. Im Winter muss nicht völlig trocken gehalten werden, aber deutlich zurückhaltender. Dauerhafte Nässe bei Kühle ist ebenso unerquicklich wie dunkle Warmhaltung mit zu viel Wasser. Dann wird aus edler Rosette schnell ein trauriger Salatstern.

Vermehrung von Tulista

Tulista wird meist über Samen oder bei geeigneten Pflanzen über Kindel vermehrt. Kindel sollten erst getrennt werden, wenn sie ein brauchbares Eigenvolumen haben. Nach dem Abnehmen lässt man die Schnittstelle gut antrocknen und setzt den Ableger anschließend in ein luftiges, eher trockenes Substrat. Aussaat gelingt warm, hell und mit moderater Feuchte. Sämlinge wachsen langsam, belohnen dafür aber mit widerstandsfähigen Pflanzen.

Tulista – Botanische Illustration der Vermehrung
Tulista – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Wenig Nein Nein Hell Nein Zurückhaltend gießen Keine Staunässe
Feb Wenig Nein Nein Hell Nein Hell und luftig Wasser im Herz vermeiden
Mär Wenig Nein Ja Sehr hell Nein Langsam starten Umtopfen möglich
Apr Mäßig Wenig Ja Sehr hell Wenig Wachstum beobachten An Sonne gewöhnen
Mai Mäßig Mäßig Ja Sonnig Ja Blütenstände möglich Wurzelaktivität steigt
Jun Mäßig Mäßig Nein Sonnig Ja Gleichmäßig pflegen Düngen sparsam
Jul Mäßig Mäßig Nein Sonnig Ja Hitze beobachten Keine pralle Hitze ohne Gewöhnung
Aug Mäßig Wenig Nein Sonnig Ja Weiter hell halten Kindel prüfen
Sep Wenig Wenig Ja Sehr hell Wenig Langsam reduzieren Blütenstiele entfernen
Okt Wenig Nein Nein Hell Nein Ruhephase Weniger Wasser
Nov Wenig Nein Nein Hell Nein Nicht zu nass Kühler gut
Dez Wenig Nein Nein Hell Nein Hell überwintern Lichtmangel vermeiden

Meine Erfahrungen mit Tulista

Tulista ist im Grunde eine gemütliche, langlebige Blattsukkulente. Wer sie nicht ersäuft und hell hält, bekommt sehr dankbare Pflanzen. Im Vergleich zu kleineren Haworthien kommt Tulista mit mehr Sonne zurecht, wächst aber ebenfalls langsam. Zu dunkle Haltung macht die Rosetten weich und blass, während gut eingewurzelte Pflanzen erstaunlich robust und jahrzehntelang haltbar sind.

Beliebte Arten von Tulista

Tulista pumila

Dicht besetzte Blätter mit markanten weißen Warzen und besonders dekorativer Rosette.

Tulista marginata

Glattere, große Rosette mit edler, architektonischer Wirkung.

Tulista kingiana

Kräftige Art mit robustem Laub und sammlerischer Ausstrahlung.

Tulista – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Matschige Blattbasis Zu viel Wasser oder Wasser im Rosettenzentrum Trockener halten und nur ins Substrat gießen Blasse, gestreckte Rosette

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Tulista

Häufige Fragen

Ist Tulista noch Haworthia

Nein, die Gattung wird heute meist getrennt geführt.

Kann Tulista in die volle Sonne

Nach Gewöhnung oft ja, besonders ältere Pflanzen.

Wie schnell wächst Tulista

Langsam.

Wie gieße ich richtig

Durchdringend gießen und danach gut abtrocknen lassen.

Ist Tulista für die Fensterbank geeignet

Ja, besonders an sehr hellen Fenstern.