Uncarina – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Uncarina – Botanische Illustration des Habitus

Allgemeine Infos über Uncarina

Uncarina ist eine markante, kaudexbildende Gattung aus Madagaskar. Die Pflanzen verbinden verdickte Stämme mit großen, oft dekorativ gelappten Blättern und auffälligen gelben Blüten.
  • Botanischer Name: Uncarina
  • Trivialname: Uncarina
  • Gattung: Uncarina
  • Familie: Pedaliaceae
  • Ordnung: Lamiales
  • Herkunft: Madagaskar. Uncarina wächst in saisonal trockenen, warmen Regionen mit ausgeprägter Ruhephase.
  • Verwendungszwecke: Fensterbank, Wohnraum, Gewächshaus, Wintergarten
  • Arten: Etwa 14 Arten
  • Preis: Moderat bis höher
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Uncarina aus?

Uncarina – Botanische Detailillustration
Uncarina – Botanische Illustration der Blüte
  • Blüte:

    Die Blüten sind trichterförmig, meist groß und leuchtend gelb, oft mit dunklerer Zeichnung im Schlund. Sie erscheinen vor allem in der warmen Wachstumszeit.

  • Blütenfarben: Gelb, Orange
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September
  • Wuchsform: Strauch
  • Wuchsgeschwindigkeit: Mittel
  • Höhe: 150 cm – Im Topf bleiben viele Arten lange kompakt, ältere Pflanzen können aber etwa 100 bis 150 cm erreichen.
  • Durchmesser: 80 cm – Mit Krone und belaubten Trieben sind bei älteren Exemplaren oft 50 bis 80 cm Breite möglich.

Die Uncarina-Pflege in Kurzform

  • Licht (Sommer): Volle Sonne
  • Licht (Winter): Vollsonne
  • Temperatur (Sommer): Warm (24–30 °C)
  • Temperatur (Winter): Mild (10–15 °C)
  • Substrat: Rein mineralisch, Sukkulenten-/Kakteenmischung, Sandig
  • Gießen: Sparsam, gut abtrocknen lassen
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Dünger (Häufigkeit): Monatlich
  • Dünger (Art): Spezieller Kakteen-Dünger
  • Vermehrung: Aussaat
  • Schädlinge: Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben
  • Krankheiten: Wurzelfäule, Stamm-/Kronenfäule, Sonnenbrand

Sehr hell und warm kultivieren, im Sommer durchdringend gießen und im Winter fast trocken halten. Ein mineralisches Substrat und eine klare Ruhephase sind entscheidend. Staunässe und Wintergüsse sind der klassische Endgegner.

Die Uncarina-Pflege im Detail

Uncarina braucht viel Licht, Wärme und ein sehr luftiges, schnell abtrocknendes Substrat. Während des aktiven Wachstums wird gründlich gegossen, dann aber wieder gewartet, bis das Substrat deutlich abgetrocknet ist. Im Herbst wird die Wassergabe reduziert, im Winter bleibt die Pflanze bei warmer, heller Haltung meist fast trocken. Regelmäßige, sparsame Düngung in der Saison fördert Blüten und Blattmasse. Große Töpfe sind unnötig; wichtiger ist eine sichere Drainage.

Vermehrung von Uncarina

Uncarina wird fast immer aus Samen vermehrt. Frisches Saatgut keimt in warmem, mineralischem Substrat meist am zuverlässigsten. Die Samen sollten nur leicht bedeckt werden und konstant warm stehen. Jungpflanzen brauchen früh viel Licht, damit sich der Stamm kompakt und kräftig entwickelt. Stecklingsvermehrung spielt bei dieser Gattung kaum eine Rolle.

Uncarina – Botanische Illustration der Vermehrung
Uncarina – Botanische Illustration von Frucht und Samen

Saison-Kalender

– = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
Jan Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Warm und trocken Laub kann fehlen
Feb Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Warm und trocken Nicht antreiben durch Nässe
Mär Wenig Nein Nein Sehr hell Nein Wärmer starten Langsam starten
Apr Mäßig Leicht Ja Sonnig Beginn Warm Umtopfen möglich
Mai Durchdringend Leicht Ja Sonnig Ja Warm Starker Lichtbedarf
Jun Durchdringend Leicht Nein Sonnig Ja Warm Nur in trockenes Substrat gießen
Jul Durchdringend Leicht Nein Sonnig Ja Warm Bei Hitze sehr luftig halten
Aug Durchdringend Leicht Nein Sonnig Ja Warm Nicht im Untersetzer stehen lassen
Sep Mäßig Leicht Ja Sonnig Ja Warm Düngung langsam beenden
Okt Wenig Nein Nein Sehr hell Auslaufend Trockener Auf Ruhe vorbereiten
Nov Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Mild und trocken Fast trocken halten
Dez Sehr wenig Nein Nein Sehr hell Nein Mild und trocken Ruhephase respektieren

Meine Erfahrungen mit Uncarina

Uncarina wächst am besten, wenn die Ruhephase wirklich ernst genommen wird. Zu frühes oder zu reichliches Gießen im Winter führt leicht zu Fäulnis. Sobald Wärme und Licht im Frühjahr zunehmen, reagieren gesunde Pflanzen jedoch oft mit kräftigem Austrieb und erstaunlich großen Blättern.

Beliebte Arten von Uncarina

Uncarina grandidieri

Besitzt große gelbe Blüten und einen markanten, verdickten Stamm.

Uncarina roeoesliana

Bleibt oft etwas kompakter und trägt dekorativ gelappte Blätter.

Uncarina decaryi

Ist bei Sammlern beliebt und zeigt den typischen kaudiciformen Wuchs.

Uncarina – Botanische Illustration des natürlichen Lebensraums

Häufige Probleme & Lösungen

SymptomUrsacheLösung
Stamm wird weich Zu viel Wasser in der Ruhephase Sofort trockener halten, faulige Stellen entfernen und in frisches, trockenes Substrat setzen Blätter fallen plötzlich ab

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Nützliches Zubehör

Wird ähnlich gepflegt wie Uncarina

Häufige Fragen

Warum verliert Uncarina im Winter Blätter

Das ist oft Teil der natürlichen Ruhephase und nicht sofort ein Problem.

Braucht Uncarina volle Sonne

Ja, viel Licht ist für kompakten Wuchs und Blüten sehr wichtig.

Wie gießt man Uncarina richtig

Im Sommer durchdringend, im Winter fast trocken.

Ist Uncarina für Anfänger geeignet

Mit gutem Licht ja, aber die Ruhephase muss verstanden werden.

Wann sollte ich umtopfen

Am besten im Frühjahr kurz vor dem Austrieb.