Vallaris – Pflege, Vermehrung & Arten (aus eigener Kultur)

Allgemeine Infos über Vallaris

  • Botanischer Name: Vallaris
  • Trivialname: Brotblume
  • Gattung: Vallaris
  • Familie: Apocynaceae
  • Ordnung: Gentianales
  • Herkunft: Süd- und Südostasien, Malesien und Südchina je nach Art; vor allem feuchte tropische bis subtropische Wälder und Waldränder.
  • Verwendungszwecke: Gewächshaus, Wintergarten, Terrasse, Solitärpflanze
  • Arten: Mehrere akzeptierte Arten.
  • Preis: In Mitteleuropa selten erhältlich; in tropischen Regionen als Zierliane deutlich bekannter.
  • Seltenheitsgrad: Selten
  • Giftig: Ja

Wie sehen Vallaris aus?

  • Blüte: Die Blüten sind meist weiß bis cremefarben, fünfzählig und oft angenehm bis stark duftend. Sie erscheinen an kletternden Trieben und erinnern im Habitus an andere tropische Apocynaceae-Lianen.
  • Blütenfarben: Weiß, Creme, Gelb
  • Blütezeit: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober
  • Wuchsform: Kletternd, Strauch
  • Höhe: 400 cm – Vallaris kann als kräftige Kletterpflanze mehrere Meter erreichen; im Kübel sind etwa 300 bis 400 cm mit Rankhilfe realistisch.
  • Durchmesser: 150 cm – Bei geführter Kultur liegt die Breite meist um 100 bis 150 cm, ohne Schnitt deutlich darüber.

Die Vallaris-Pflege in Kurzform

    Warm, hell und mit stabiler Rankhilfe kultivieren. Im Sommer regelmäßig gießen und schwach düngen, im Winter warm und etwas trockener halten. Vallaris mag keine kalten Wurzeln und keine dauerhafte Staunässe. Helle, gefilterte Sonne und hohe Luftfeuchte fördern kräftige Triebe und Blüten.

    Die Vallaris-Pflege im Detail

    Vallaris braucht tropisch warme Kultur und genügend Raum. Ein lockeres, humoses Substrat mit Rinde, Bims oder Blähton verhindert Wurzelfäule. Die Pflanze darf während aktiven Wachstums nicht austrocknen, sollte aber nach jeder Wassergabe gut ablaufen. Ein Rückschnitt nach der Blüte hilft, die Liane im Kübel kontrollierbar zu halten.

    Vermehrung von Vallaris

    Vallaris lässt sich über halbverholzte Stecklinge und vermutlich auch über Samen vermehren. Stecklinge sollten warm, hell und mit hoher Luftfeuchte bewurzelt werden. Wegen des Milchsafts sind saubere Schnitte wichtig; das Substrat sollte feucht, aber sehr luftig bleiben.

    Saison-Kalender

    – = keine Aktivität · + = gering · ++ = aktiv/intensiv

    Monat Gießen Düngen Umtopfen Sonne Blüte Winter Hinweise
    Jan Sparsam Nein Nein Sehr hell Selten Warm hell Nicht kalt stellen
    Feb Sparsam Nein Nein Sehr hell Selten Warm hell Nicht kalt stellen
    Mär Mäßig Nein Möglich Hell Möglich Übergang Langsam steigern
    Apr Mäßig Schwach Optimal Hell Möglich Übergang Rankhilfe prüfen
    Mai Regelmäßig Schwach Optimal Hell gefiltert Möglich Sommerpflege Luftfeuchte halten
    Jun Regelmäßig Schwach Möglich Hell gefiltert Möglich Sommerpflege Gleichmäßig gießen
    Jul Regelmäßig Schwach Nein Hell gefiltert Möglich Sommerpflege Schattieren bei Hitze
    Aug Regelmäßig Schwach Nein Hell gefiltert Möglich Sommerpflege Staunässe vermeiden
    Sep Mäßig Schwach Möglich Hell Möglich Übergang Düngung auslaufen lassen
    Okt Reduzieren Nein Nein Sehr hell Möglich Übergang Weniger gießen
    Nov Sparsam Nein Nein Sehr hell Selten Warm hell Hell halten
    Dez Sparsam Nein Nein Sehr hell Selten Warm hell Nicht vernässen

    Meine Erfahrungen mit Vallaris

    Vallaris ist wüchsiger und gärtnerisch interessanter als viele völlig unbekannte Apocynaceae. Sie braucht aber mehr Wärme und Luftfeuchte als Sternjasmin. Besonders wichtig sind ein großer Topf, eine stabile Rankhilfe und ein heller Standort ohne kalte Zugluft.

    Beliebte Arten von Vallaris

    Vallaris glabra

    Duftende Kletterart aus Sumatra bis zu den Kleinen Sundainseln.

    Vallaris solanacea

    Kletterart vom indischen Subkontinent bis Indochina und Hainan.

    Vallaris indecora

    Subtropische Art aus Südzentralchina mit strauchigem bis kletterndem Wuchs.

    Häufige Probleme & Lösungen

    SymptomUrsacheLösung
    Symptom Ursache Lösung Gelbe Blätter

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    Nützliches Zubehör

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    Häufige Fragen

    Ist Vallaris eine Zimmerpflanze?

    Nur eingeschränkt. Die Gattung ist eher eine Gewächshaus- oder Sammlerpflanze und braucht Wärme, Licht und meist eine Rankhilfe.

    Ist Vallaris giftig?

    Vorsicht ist sinnvoll, da Apocynaceae häufig Milchsaft und wirksame Inhaltsstoffe enthalten. Pflanzenteile sollten nicht verzehrt werden.

    Warum blüht Vallaris nicht?

    Häufig fehlen Wärme, Licht, Luftfeuchte oder ausreichend ausgereifte Triebe.

    Wie oft sollte man Vallaris gießen?

    In der Wachstumszeit gleichmäßig, aber ohne Staunässe. Im Winter deutlich vorsichtiger, abhängig von Temperatur und Licht.

    Wie vermehrt man Vallaris?

    Meist über Samen oder Stecklinge; bei seltenen Arten ist frisches Material entscheidend.