Xerophyta kaufen?

Herkunft und Lebensraum: Östliches Südafrika (weit verbreitet, aber nicht reichlich vorhanden in den Provinzen Limpopo, Gauteng und Mpumalanga sowie in Swasiland)
Lebensraum: Xerophyta retinervis besetzt eine sehr spezialisierte ökologische Nische in saisonal niederschlagsreichen Regionen und wächst in Grasland auf Felsvorsprüngen und Klippen mit flachem Boden. Auf solchen Felsen führt die Verwitterung zu Rissen und Graten, in denen organisches Material wie Blätter und Staub die Unregelmäßigkeiten ausfüllen und etwa einen Zentimeter dicke Matten bilden. Auf diesen Matten bilden sich Moose, und in diesen organischen Matten sprießen verschiedene Pflanzen, die ihre Wurzeln horizontal ziemlich weit, aber nie mehr als ein oder zwei Zentimeter tief aussenden. Die Matten vergrößern sich mit der Zeit. In der sommerlichen Regenzeit sind die Matten wahrscheinlich immer feucht bis nass. Sobald die Blätter der Xerophyta retinervis lufttrocken sind, können sie über längere Zeit lebensfähig bleiben. Die trockene ‘Winter’ Saison dauert 5 bis 6 Monate.

Beschreibung: Xerophyta retinervis ist ein mehrjähriger Strauch, normalerweise etwa 0,6 m hoch, an der Spitze mit länglichen, bandförmigen Blättern, kann aber unter günstigen Bedingungen bis zu 1,8 m hoch werden.
Stängel: Dunkel, aufrecht, grau bis schwarz büschelig, sehr robust, einzeln oder (gewöhnlich) unregelmäßig verzweigt; auffallend ist sein dunkles, stumpfes Aussehen.
Wurzeln: Faserig.
Die Blätter: Lang hellgrün, schmal, lanzettlich in Büscheln über den dunklen Stängel verteilt.
Blüten: Blüten: Die tief malvenfarbenen oder hellblauen, an langen, dünnen Stielen getragenen, süß duftenden, großen und sehr attraktiven Blüten. Die Perianthsegmente sind gewöhnlich mehr als 4 cm lang.
Blütezeit: Die Pflanzen neigen dazu, zu Beginn der Sommersaison unregelmäßig zu blühen, gerade wenn die neuen Regenfälle einsetzen.
Früchte: Die Früchte sind Kapseln. Der Samen wird schnell gesetzt und reift in etwa 6 Wochen.

Anmerkungen: Dehydrierung
Eine der Hauptfolgen von Trockenstress ist der Wasserverlust aus den Pflanzenzellen. Dies führt zu einer Konzentration von Ionen im Zellprotoplasma. Viele dieser Ionen sind in hohen Konzentrationen giftig für Pflanzen. In diesem Zustand hat jede Flüssigkeit, die in der Zelle verbleibt, eine hohe Viskosität, was die Chancen für molekulare Wechselwirkungen erhöht, die zur Denaturierung von Proteinen und zur Verschmelzung von Membranen führen können. Dies führt zu Problemen für die Pflanze, denn wenn ein breites Band von Proteinen denaturiert wurde, können sie ihre normalen Stoffwechselzyklen nicht fortsetzen. Alle Pflanzen zeigen eine gewisse Fähigkeit, Umweltstress in unterschiedlichem Ausmaß zu tolerieren. Die Wiederauferstehungspflanzen, wie Xerophyta, gehen jedoch noch einen Schritt weiter. Dies ist nicht ganz ungewöhnlich. Es wurde festgestellt, dass eine Reihe von Stoffwechselwegen bei anderen Pflanzen unter den Bedingungen eines Wasserdefizits aktiviert werden. Wichtig ist, dass Xerophyta ihre Stoffwechselstrategien effizienter nutzt und die Pflanze extreme Umgebungen tolerieren kann.

Kultivierung und Vermehrung: Es wird eine allgemeine Sukkulentenkultur benötigt. Das verfügbare Wasser beeinflusst ihr Wachstum stark. Die Pflanzen haben erstaunliche Strategien entwickelt, um längere Trockenperioden unbeschadet zu überstehen, sie trocknen aus und können in ausgetrocknetem Zustand oft monatelang Trockenheit überstehen. Wenn man sie bewässert, können die Pflanzen selbst nach einer langen Dürreperiode schnell wieder einen aktiven Zustand erreichen. Bei mehreren Pflanzen dieser Art werden die ausgetrockneten Blätter bereits nach wenigen Stunden grün. Xerophyta retinervis kann viele Jahre lang im selben Topf wachsen, ohne dass sie umgetopft werden muss. Sie ist sehr kältebeständig bis mindestens -12° C.
Traditionelle Verwendung: Diese Pflanze hat viele medizinische Anwendungen, sie ist in Zulu als ‘isiphemba’ oder ‘isiqumama’ bekannt. Die Wurzeln werden geräuchert, um Asthma zu lindern, und der Rauch der ganzen Pflanze wird verwendet, um das Nasenbluten zu stoppen. Es wird berichtet, dass Stammrindenpräparate entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften haben. Der aktive Bestandteil, genannt Amentoflavon, ist auch in Ginkgo-Extrakt enthalten.
Vermehrung: Normalerweise durch Samen vermehrt, säen Sie den Samen auf eine Sämlingsmischung, die in der Lage ist, Wasser zu halten, wie Sie es bei Kakteen tun würden. (Z.B. den Samenbehälter mit einem Plastikbeutel abdecken und in hellen Schatten stellen). Sie sprießen schnell. Aber halten Sie den Wasserstand im Behälter hoch. Gießen Sie die Keimlinge (vorzugsweise) von unten oder lassen Sie den Behälter in einem Wasserbad stehen. Der Samen keimt in etwa 2-4 Wochen. Lassen Sie die Sämlinge eine Saison lang in den Schalen, um sie zu verwurzeln. Teilen Sie sie kurz vor Beginn der zweiten Wachstumssaison. Der Sämling wächst relativ langsam (nur wenige mm pro Jahr), aber wenn er akklimatisiert ist, kann er schneller wachsen.